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Seit 1971 schreibt die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) bundesweit den Schülerwettbewerb zur politischen Bildung aus. Der Schülerwettbewerb richtet sich darüber hinaus aber auch an die Deutsche Auslandsschulen, ebenso eingeladen sind die Schulen Österreichs, die Schulen der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien, die Schulen in Südtirol und seit 2016 auch die Schulen des Grossherzogstums Luxemburg. Jährlich beteiligen sich etwa 60.000 junge Menschen, seit 1971 sind es inzwischen mehr als drei Millionen.

Inhaltsverzeichnis

AblaufBearbeiten

Der Wettbewerb zur politischen Bildung beginnt mit dem neuen Schuljahr und endet am Ende des Jahres (Einsendetermin). Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 4 bis 12 erarbeiten in ihrer Klasse, in einem Kurs oder in einer AG gemeinsam ein Unterrichtsprojekt, das sie sich aus sechs Projektvorschlägen aussuchen können.

Zwei Ziele sollen erreicht werden:

Zum einen sollen die Schüler als ganze Klasse oder als Kurs mit Unterstützung einer Lehrkraft im Unterricht aktuelle Themen behandeln, die gerade in unserer Gesellschaft diskutiert werden. Die Projekte passen in die Lehrpläne vieler Klassenstufen. Zum anderen sollen die Kinder und Jugendlichen selbst aktiv werden und sich auf vielfältige Weise informieren, die zusammengetragenen Erkenntnisse bewerten und filtern. Schließlich ist das ganze Wissen so in einer Präsentation aufzubereiten, dass es für andere interessant und verständlich wird. Jedem Thema sind bestimmte Präsentationen zugeordnet, bei den Aufgaben für die Jüngeren zum Beispiel Wandkalender, Quartette bzw. Brettspiele, Wandzeitungen oder Bildergeschichten, bei den Älteren u. a. Multimediapräsentationen, Internetseiten, bebilderte Dokumentationen oder Zeitungsseiten.

Für die Stufen 4 bis 8 bzw. 8 bis 12 werden zwei Aufgabenstellungen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad angeboten. Nach Schulformen sind diese nicht differenziert. In mehreren Auswertungsrunden ist aber sichergestellt, dass auch Einsendungen aus traditionell eher benachteiligten Schulformen eine faire Chance erhalten, in die Preisränge zu gelangen.

PreiseBearbeiten

Beim Schülerwettbewerb zur politischen Bildung sind 350 Preise zu gewinnen, darunter zehn einwöchige Klassenfahrten ins In- und Ausland, zahlreiche Geldprämien bis zu 2000 Euro sowie Sach- und Sonderpreise. Die Preisträger bekommen eine Urkunde, alle anderen eine Teilnahmebescheinigung. Unabhängig vom Gewinn eines Preises erhalten alle Teilnehmenden eine Anerkennung – zurzeit in Form eines Schuljahresplaners der bpb.

LiteraturBearbeiten

  • W. Beutel, U. Marwege: Schülerwettbewerbe in der politischen Bildung. In: D. Lange, V. Reinhardt (Hrsg.): Basiswissen Politische Bildung. Band 6: Methoden Politischer Bildung. Hohengehren 2007, ISBN 978-3-8340-0211-2, S. 204–211.
  • F. Zöllner: Du sollst dir ein Bildnis machen! Erfahrungen mit dem Schülerwettbewerb zur politischen Bildung. Ein Werkstattbericht. In: Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.): Politikunterricht im Informationszeitalter. Medien und neue Lernumgebungen. Schwalbach 2001, ISBN 3-89331-429-6, S. 236–244.
  • G. Abel-Olsen, A. Heidrich, H. Wurzel: Schülerwettbewerb zur politischen Bildung, Bundeszentrale für politische Bildung. In: Robert Bosch Stiftung (Hrsg.): Schule und deutsche Einheit. Programme und Projekte des gemeinsamen Lernens und Handelns zwischen Ost und West. (Beispiele, Erfahrungen, Anregungen, praktische Hinweise). Stuttgart 1999, ISBN 3-922934-52-8, S. 68–79.
  • W. Redwanz: Der Schülerwettbewerb zur politischen Bildung. Ein Beispiel für handlungsorientiertes Lernen. In: G. Breit, S. Schiele (Hrsg.): Handlungsorientierung im Politikunterricht. Schwalbach 1998, ISBN 3-89331-351-6, S. 325–343.
  • Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.): Der Schülerwettbewerb zur politischen Bildung – Projektmethode als Mittel des Politikunterrichts. Bonn 1979, ISBN 3-921352-49-5

WeblinksBearbeiten