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Schöneberg (Uckermark)

Gemeinde im Landkreis Uckermark
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Schöneberg führt kein Wappen
Schöneberg (Uckermark)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schöneberg hervorgehoben

Koordinaten: 53° 0′ N, 14° 9′ O

Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Uckermark
Amt: Oder-Welse
Höhe: 65 m ü. NHN
Fläche: 46,62 km2
Einwohner: 810 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 16278, 16303
Vorwahlen: 033338, 033335
Kfz-Kennzeichen: UM, ANG, PZ, SDT, TP
Gemeindeschlüssel: 12 0 73 505
Adresse der Amtsverwaltung: Gutshof 1
16278 Pinnow
Website: www.amt-oder-welse.de
Bürgermeister: Wilfried Schramm
Lage der Gemeinde Schöneberg im Landkreis Uckermark
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Schöneberg ist eine Gemeinde im Südosten des Landkreises Uckermark in Brandenburg (Deutschland). Sie wird vom Amt Oder-Welse mit Sitz in Pinnow verwaltet.

GeografieBearbeiten

Das Gemeindegebiet, im Südosten der Uckermark gelegen, erstreckt sich vom unter Naturschutz stehenden Felchowsee im Norden über den kuppigen Grundmoräneenbereich bis zur Oder im Süden, die die Grenze zu Polen bildet. Teile der Gemeinde liegen im Nationalpark Unteres Odertal. Dazu gehören das Poldergebiet zwischen der Oder und der Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße mit zahlreichen Oder-Altarmen sowie die Wälder und Hänge östlich und westlich von Schöneberg. Die Erhebungen Koppelberg und Gehegeberg / Burgwallberg fallen um ca. 40 m steil zum Urstromtal der Oder ab. Der höchste Punkt in der Gemeinde ist der Mühlenberg nahe Flemsdorf mit 74 m ü. NHN. Die Städte Angermünde und Schwedt/Oder liegen ca. 10 km entfernt.

GemeindegliederungBearbeiten

Schöneberg besteht aus den Ortsteilen Felchow, Flemsdorf und Schöneberg sowie den Wohnplätzen Alt-Galow, Johannishof, Neu-Galow und Stützkow.[2]

GeschichteBearbeiten

 
Ehemalige Kirche von Schöneberg

Die ältesten Siedlungsspuren stammen aus der Jungsteinzeit. Das Dorf Schöneberg wurde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert angelegt. Von 1355 ist die älteste Erwähnung als slavica villa Schonemberge (slawisches Dorf Schonemberge ) erhalten.[3] Es gehörte seit dieser Zeit zum Herzogtum Pommern. Im 15. Jahrhundert war der Ort wüst. Das Gebiet kam 1472 wieder zu Brandenburg.

1598 wurde ein Vorwerk gegründet, das später zum Rittergut ausgebaut wurde. 1823 wurde am angrenzenden Stolper Forst eine Landesbaumschule gegründet. 1840 gab es im Rittergut Schöneberg 5 Wohnhäuser, 1931 16 Wohnhäuser. 1898 wurde Alt-Galow eingemeindet.

1952 entstand die erste LPG in Schöneberg.

Das älteste Gebäude in Schöneberg, der Speicher, hat im Jahr 2005 anlässlich der 750-Jahrfeier des Ortes eine Glocke vom Dorfgemeinschaftsverein Schöneberg erhalten, die 2006 an die Dorfgemeinde übergeben wurde.

Zur Geschichte der Ortsteile siehe die jeweiligen Artikel

Verwaltungsgeschichte

Felchow, Flemsdorf, Stützkow und Schöneberg gehörten seit 1817 zum Kreis Angermünde in der preußischen Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Angermünde im DDR-Bezirk Frankfurt (Oder). 1973 wurde Stützkow mit dem Ortsteil Neu-Galow in Schöneberg eingemeindet. Seit 1993 liegen die Orte im brandenburgischen Landkreis Uckermark. Am 31. Dezember 2001 schlossen sich die Orte Schöneberg, Felchow und Flemsdorf zu einer Gemeinde zusammen.[4]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1875 196
1890 197
1910 293
1925 293
1933 253
1939 256
1946 301
1950 288
Jahr Einwohner
1964 313
1971 336
1981 311
1985 297
1989 278
1990 269
1991 265
1992 259
1993 258
1994 261
Jahr Einwohner
1995 266
1996 283
1997 284
1998 306
1999 320
2000 333
2001 1 001
2002 995
2003 975
2004 940
Jahr Einwohner
2005 924
2006 878
2007 860
2008 851
2009 844
2010 852
2011 853
2012 863
2013 876
2014 865
Jahr Einwohner
2015 851
2016 840
2017 811
2018 810

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[5][6][7]: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Der Bevölkerungszuwachs im Jahr 2001 ist auf den Zusammenschluss mit zwei weiteren Gemeinden zurückzuführen.

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Die Gemeindevertretung von Schöneberg besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 ergab folgende Sitzverteilung:[8]

Partei / Wählergruppe Sitze
Dorfgemeinschaftsverein Schöneberg 3
Dorfgemeinschaft Felchow 3
Bürger für Flemsdorf 3
Die Linke 1

BürgermeisterBearbeiten

  • 1996–2016: Manfred Schroeder (Dorfgemeinschaft Felchow)[9]
  • seit 2017: Wilfried Schramm (Bürger für Flemsdorf)[10]

Schramm wurde in der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 mit 86,4 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren[11] gewählt.[12]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

In der Liste der Baudenkmale in Schöneberg (Uckermark) stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmäler.

 
Kirche im Ortsteil Felchow
  • Ehemalige Schöneberger Kirche, ursprünglich rechteckige Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert. Die Ruine wurde 1729 zu einem Kornboden ausgebaut und wird heute einerseits als Trauerhalle für den angrenzenden Friedhof, andererseits als Heimatstube mit Ausstellung zur Dorfgeschichte genutzt.
  • Felchower Kirche, Feldsteinkirche aus der Mitte des 13. Jahrhunderts (massiver quadratischer Turmaufbau aus dem 18. Jahrhundert)

VerkehrBearbeiten

Durch die Ortsteile Flemsdorf und Felchow führt die Landesstraße 284 von Schwedt/Oder nach Angermünde, die bis 2004 als Bundesstraße 2 durch hohes Verkehrsaufkommen geprägt war. Die neue B 2 verläuft nördlich des Gemeindegebietes.

Der nächste Bahnhof ist Angermünde in etwa 11 km Entfernung.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2018 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Schöneberg
  3. Schöneberg Uckermark Region, mit Geschichte
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Uckermark. S. 40. PDF
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Uckermark. S. 26–29
  6. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  7. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  8. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  9. Schöneberger Bürgermeister tritt zurück. In: Märkische Oderzeitung, 17. Dezember 2016
  10. Neuer Bürgermeister gekürt. In: Märkische Oderzeitung, 5. März 2017
  11. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  12. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019