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Schönau ist ein Stadtteil von Leipzig im Stadtbezirk West.

Wappen von Leipzig
Schönau
Stadtteil von Leipzig
Koordinaten 51° 19′ 40″ N, 12° 17′ 35″ OKoordinaten: 51° 19′ 40″ N, 12° 17′ 35″ O.
Fläche 3,07 km²
Einwohner 4638 (31. Dez. 2017)
Bevölkerungsdichte 1511 Einwohner/km²
Postleitzahl 04205
Vorwahl 0341
Stadtbezirk West
Verkehrsanbindung
Straßenbahn 8, 15
Bus 61, 63, 65, 161
Quelle: statistik.leipzig.de
Schönauer Kirche
im November 2006

LageBearbeiten

Der Ortsteil umfasst einen Großteil der Gemarkung Schönau sowie Teile der Gemarkungen Lindenau (mit dem Hafengelände) und Leutzsch. Er wird umgrenzt von der Gemarkungsgrenze zu Großmiltitz und Rückmarsdorf im Norden, der Plautstraße im Osten, der Lützner Straße im Süden und der Kiewer Straße im Westen.

Zur Gemarkung Schönau gehören unter anderem der Wohnkomplex 5 des Neubaugebietes Grünau, die Reste des alten Dorfkernes von Schönau, das „Schönauer Viertel“ auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne Schönau und der Schönauer Park.

GeschichteBearbeiten

Das Dorf Schönau gehörte bis 1815 zum hochstift-merseburgischen Amt Schkeuditz, das seit 1561 unter kursächsischer Hoheit stand und zwischen 1656/57 und 1738 zum Sekundogenitur-Fürstentum Sachsen-Merseburg gehörte.[1]

Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses wurde der Westteil des Amts Schkeuditz im Jahr 1815 an Preußen abgetreten. Schönau verblieb mit dem Ostteil beim Königreich Sachsen und wurde dem Kreisamt Leipzig angegliedert. Ab 1856 gehörte der Ort zum Gerichtsamt Leipzig II und ab 1875 zur Amtshauptmannschaft Leipzig.[2]

Im Rahmen der Aufrüstung der Wehrmacht wurde ab 1935 in Schönau eine Kaserne für die Luftwaffe erbaut. Sie wurde nach 1945 von der Sowjetarmee weitergenutzt, die 1991 abzog. 1982 kam es dort zu einem Explosionsunglück.[3]

1930 wurde Schönau durch Eingemeindung ein Stadtteil von Leipzig. Der 1992 gebildete Leipziger Ortsteil Schönau gehört zum Stadtbezirk West und umfasst einen Großteil der Gemarkung Schönau sowie Teile der Gemarkungen Lindenau (mit dem Hafengelände) und Leutzsch.

Wohnen und LebenBearbeiten

In Schönau gibt es einen Kindergarten, eine Grundschule sowie einen Lebensmittelmarkt in der Nähe des Parks. Durch das Viertel verkehrt die Buslinie 63 im 20-Minuten-Takt. Bis 2003 endete die Straßenbahnlinie 13 von Hauptbahnhof kommend in Schönau an der Haltestelle Grünau-Nord. Seit Oktober 2010 endet die Straßenbahnlinie 8 von Pausdorf-Nord kommend wieder in Grünau-Nord, deren weiterer Verlauf nach Miltitz aufgrund von Fahrgastrückgängen eingekürzt wurde.

Jedes Jahr finden ein Park- und ein Feuerwehrfest statt.

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Cornelius Gurlitt: Schönau. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 16. Heft: Amtshauptmannschaft Leipzig (Leipzig Land). C. C. Meinhold, Dresden 1894, S. 111.

WeblinksBearbeiten

  • Schönau im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas, Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 84 f.
  2. Die Amtshauptmannschaft Leipzig im Gemeindeverzeichnis 1900
  3. Die Kaserne Schönau von Dr. Dieter Kürschner, in Grün-As, Ausgabe 2000/3