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Sauber Motorsport

Formel 1-Team
(Weitergeleitet von Sauber F1 Team)

Sauber Motorsport ist ein Schweizer Automobilrennstall mit Sitz in Hinwil im Zürcher Oberland, der von 1982 bis 1991 in der Gruppe C der FIA-Sportwagen-Weltmeisterschaft startete und gegenwärtig in der Formel-1-Weltmeisterschaft engagiert ist. Die Geschichte des von Peter Sauber gegründeten Teams ist stark durch verschiedene Partnerschaften mit Großunternehmen geprägt. Bis in die 1990er-Jahre bestand eine enge Verbindung zu Daimler-Benz, die auch den Aufstieg des Teams in die Formel 1 ermöglichte. Von 2006 bis 2009 war der Automobilhersteller BMW Mehrheitseigentümer des Rennstalls, der in dieser Zeit als BMW Sauber F1 Team antrat. 2016 wurde das Team von der Schweizer Investmentgesellschaft Longbow Finance AG übernommen und 2018 an die Islero Investments AG übertragen. Aufgrund einer Partnerschaft mit dem Fiat-Konzern tritt es aktuell unter dem Sponsoring-Namen Alfa Romeo Racing und mit Ferrari-Motoren in der Formel 1 an. 2019 fahren der Weltmeister des Jahres 2007 Kimi Räikkönen, der 2001 sein Formel-1-Debüt mit Sauber gab, und der Italiener Antonio Giovinazzi als Stammpiloten für Sauber, Ersatzfahrer ist der bisherige Stammfahrer Marcus Ericsson.

Sauber
AlfaRomeoF1logo-2019.jpg
Name Alfa Romeo Racing
Unternehmen Sauber Motorsport AG[1]
Unternehmenssitz Hinwil, SchweizSchweiz Schweiz
Teamchef Frédéric Vasseur
Techn. Direktor Jan Monchaux
Saison 2019
Fahrer (7) FinnlandFinnland Kimi Räikkönen
(99) ItalienItalien Antonio Giovinazzi
Testfahrer SchwedenSchweden Marcus Ericsson
Chassis Alfa Romeo Racing C38
Motor Ferrari 1.6 V6 Turbo
Reifen Pirelli
Statistik
Erster Grand Prix Südafrika 1993
Gefahrene Rennen 404
Konstrukteurs-WM Beste Platzierung: 4. (2001)
Fahrer-WM Beste Platzierung: 8. (2001)
Rennsiege 0
Pole Positions 0
Schnellste Runden 3
Position 2018 8. (48 Punkte)
Punkte 589
(Stand: Großer Preis von Ungarn 2019)
Sauber Logo

Inhaltsverzeichnis

SportwagenweltmeisterschaftBearbeiten

 
Sauber C9 Sportwagen

Das Team wurde 1970 von Peter Sauber als PP Sauber AG gegründet, um Sportwagen zu bauen. Zur finanziellen Absicherung des Unternehmens bot Sauber kurze Zeit später auch Service-Dienstleistungen für Personenwagen an. Ab 1982 nahm Sauber an der Gruppe C der Sportwagen-Weltmeisterschaft teil. Die größten Erfolge hatte das Team 1989 und 1990: Mit dem Franzosen Jean-Louis Schlesser gewann es in beiden Jahren sowohl den Fahrer- als auch den Konstrukteurs-WM-Titel. 1989 siegte Sauber mit dem C9 mit Mercedes-Motor bei den 24 Stunden von Le Mans. Fahrer waren Stanley Dickens, Manuel Reuter und Jochen Mass. Legendär ist darüber hinaus die Nachwuchsschule des Teams aus den Jahren 1990 und 1991: Sowohl der spätere siebenfache Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher als auch der Grand-Prix-Sieger Heinz-Harald Frentzen und der spätere FIA-GT-Weltmeister Karl Wendlinger wurden bei Sauber ausgebildet.

Sauber in der Formel 1Bearbeiten

Die Mercedes-Ära (1993 und 1994)Bearbeiten

Als die Sportwagenrennserie Ende 1992 ihren Niedergang erlebte, hatte Peter Sauber sich bereits für einen Einstieg in die Formel 1 entschieden. Der langjährige Motorenpartner Mercedes-Benz hielt sich zwar zunächst zurück, unterstützte das Team aber indirekt durch ein Kooperationsabkommen mit Ilmor in Brixworth.

1993Bearbeiten

 
Sauber C12 von 1993

Sauber trat zur Formel-1-Saison 1993 mit einem Aufkleber „concept by Mercedes-Benz“ an und verpflichtete Karl Wendlinger und JJ Lehto. Der Sauber C12, das Debütauto des Teams, war ein konventionell gestalteter Rennwagen, den Harvey Postlethwaite 1992 konzipiert und Leo Ress im Detail entwickelt hatte.[2] Die von Ilmor konstruierten Motoren trugen die Bezeichnung Sauber 2175.[3] Ab dem Großen Preis von Italien 1993 war eine B-Version verfügbar, die einen kürzeren Hub und geringfügig mehr Leistung aufwies.

Das Debüt im südafrikanischen Kyalami verlief erfolgreich: Lehto belegte Platz 5 und erhielt zwei Weltmeisterschaftspunkte. Die besten Ergebnisse waren zwei vierte Plätze von Lehto in Imola und Karl Wendlinger in Monza. Tiefpunkt der Debütsaison war der Große Preis von Monaco, bei dem beide Sauber-Piloten miteinander kollidierten. Wendlinger fiel daraufhin aus, während Lehtos Auto an der Box mehrere Minuten lang repariert werden musste. Am Saisonende belegte Sauber mit zwölf Punkten Platz 7 der Konstrukteurswertung.

1994Bearbeiten

Dieser Achtungserfolg ermutigte Mercedes-Sportchef Norbert Haug, das Team offiziell als Motorenlieferant zu unterstützen. JJ Lehto wechselte zu Benetton-Ford und Mercedes-Youngster Heinz-Harald Frentzen kam ins Team. Karl Wendlinger behielt sein Cockpit. Beim Training zum Großen Preis von Monaco verunglückte Wendlinger schwer, lag lange Zeit im Koma und wurde für die folgenden Rennen durch Andrea de Cesaris ersetzt. Während der Saison stieg der Sponsor Broker aus, sodass das Team zeitweise vor der Insolvenz stand. Erst kurz vor dem Großen Preis von Frankreich wurden mit Swiss Timing und Sonax zwei neue Geldgeber gefunden.[4] Für die letzten beiden Rennen in Suzuka und Adelaide kehrte JJ Lehto noch einmal zurück zu Sauber. Dennoch verlief die Saison ähnlich erfolgreich wie im Debütjahr: Sauber-Piloten gewannen zwölf WM-Punkte (hiervon entfielen sieben auf Frentzen, vier auf Wendlinger und einer auf De Cesaris), was den 8. Platz in der Konstrukteurswertung bedeutete.

Am 28. Oktober 1994 gaben McLaren und Mercedes-Benz ihre Zusammenarbeit ab der Formel-1-Saison 1995 bekannt. Der Stuttgarter Automobilhersteller trennte sich damit vom langjährigen Partnerteam Sauber, das für die Folgesaison kurzfristig einen neuen Motorenpartner suchen musste.

Die Ford-Ära (1995 und 1996)Bearbeiten

Nach der überraschenden Trennung von Mercedes gelang es Sauber im November 1994, eine auf zwei Jahre ausgelegte Partnerschaft mit dem britischen Motorenhersteller Cosworth einzugehen. Cosworth hatte von 1987 bis 1994 Benetton als Vorzugskunden mit Achtzylindermotoren beliefert und war, weil Benetton mit Ablauf der Saison 1994 zu Renault wechselte, seinerseits auf der Suche nach einem neuen Partner. Der ursprüngliche Versuch, eine Allianz mit Jordan Grand Prix einzugehen, war erfolglos, weil Eddie Jordans Team für 1995 die Peugeot-Motoren übernahm, die bis dahin bei McLaren gefahren waren. Mit Ford stieg auch Red Bull als Sponsor bei Sauber ein und blieb bis ins Jahr 2000 Hauptsponsor des Teams.

1995Bearbeiten

 
Heinz-Harald Frentzen im Sauber C14 beim Großen Preis von Großbritannien 1995

Sauber erhielt 1995 exklusiv den Ford-Zytec-R-Achtzylinder, der 1994 bei Benetton eingesetzt worden war und Michael Schumacher dort zum Gewinn der Fahrerweltmeisterschaft verholfen hatte. Dieser Achtzylinderblock musste reglementbedingt für 1995 von 3,5 auf 3,0 Liter Hubraum reduziert werden. Der werksintern als Cosworth ECA bezeichnete Motor harmonierte nicht mit dem Sauber C14, den Leo Ress bereits im Spätsommer 1994 für die Aufnahme des deutlich leichteren Mercedes-Motors konzipiert hatte. Weil die Entscheidung für den Cosworth-Motor erst spät fiel, konnten die Sauber-Ingenieure den C14 nur oberflächlich an den Zytek-R-Motor anpassen. Das wirkte sich nachteilig auf die Balance aus, die als erratisch beschrieben wurde; außerdem war die Aerodynamik des C14 nicht effizient.[5] Sauber konnte 1995 mit dem Cosworth-Achtzylinder nicht an die Erfolge anknüpfen, die Benetton im Vorjahr mit der Ursprungsversion EC erzielt hatte. Der dritte Platz Heinz-Harald Frentzens beim Großen Preis von Italien, als er hinter Johnny Herbert und Mika Häkkinen Dritter wurde, war der erste Podestplatz in der Geschichte des Teams und zugleich das beste Ergebnis in diesem Jahr. Frentzen wurde noch einmal Vierter, zweimal Fünfter und viermal Sechster. Sein Teamkollege Karl Wendlinger kam bei sechs Rennen gar nicht, Wendlingers Ersatz Jean-Christophe Boullion bei elf Rennen nur zweimal in den Punkterängen ins Ziel. Sein bestes Ergebnis war der fünfte Platz in Deutschland. Am Jahresende wurde Sauber mit 18 Punkten Siebter der Konstrukteurswertung, Frentzen war Neunter der Fahrerweltmeisterschaft.

1996Bearbeiten

 
Heinz-Harald Frentzen im Sauber C15 beim Großen Preis von San Marino

In der Saison 1996 erhielt Sauber neu konstruierte Zehnzylindermotoren von Cosworth, die werksintern als Cosworth JD bezeichnet wurden, in der Öffentlichkeit aber wieder die Marketingbezeichnung Zetec-R trugen. Mit ihnen konnte Sauber 1996 nicht an die Erfolge des Vorjahrs anknüpfen. Zu defektanfällig und langsam waren die Autos, zu schwach die Motoren. Trotzdem verhinderte nur die mangelnde Geduld Frentzens den größten Erfolg der Teamgeschichte: Beim Großen Preis von Monaco fielen bei schwierigen Witterungsbedingungen viele Spitzenfahrer aus, der deutsche Sauber-Pilot kämpfte bei Halbzeit mit Ferrari-Fahrer Eddie Irvine um die dritte Position. Nach rundenlanger Blockade durch den Nordiren ging dem schnelleren Frentzen die Geduld aus und er streifte sich den Frontflügel am Heck des Ferrari ab. Da das Missgeschick am Ende der Start-Ziel-Geraden passierte, musste er eine komplette Runde in verlangsamtem Tempo zur Box zurücklegen und verlor viel Zeit. Die zum Unfallzeitpunkt vor Frentzen positionierten Fahrer fielen im weiteren Rennverlauf alle aus, sodass Teamchef Sauber nach dem Rennen zu Recht dem entgangenen Premierensieg nachtrauerte. Insgesamt erreichte Sauber in dieser Saison lediglich 11 Punkte, von denen mit zwei vierten Plätzen und einem sechsten Platz sieben auf Frentzen entfielen. Die übrigen vier Punkte steuerte Johnny Herbert bei, der bei seiner einzigen Zielankunft in den Punkterängen in Monaco als Dritter die zweite Podestplatzierung für das Team erreichen konnte.

Für 1997 verlor Sauber erneut seinen Motorenpartner. Ford wechselte als Werkspartner zum neu gegründeten Team des früheren Weltmeisters Jackie Stewart, der gute Beziehungen zum US-amerikanischen Automobilkonzern unterhielt. Peter Sauber hätte zwar Ford-Motoren kaufen können, hätte aber ähnlich wie Tyrrell nur Vorjahrestriebwerke bekommen und entschied sich daher für einen anderen Weg.

Die Ferrari-Ära (1997–2005)Bearbeiten

 
Sauber C18 von 1999

Sauber überzeugte seinen malaysischen Sponsor Petronas, die Leasinggebühr für Ferrari-Triebwerke zu übernehmen, die mehr Konkurrenzfähigkeit versprachen. Petronas willigte unter der Bedingung ein, dass die Motoren unter eigenem Namen laufen – der Petronas 3.0 V10 war geboren. Die Partnerschaft zwischen Sauber unter dem malaysischen Petrochemiekonzern dauerte bis ins Jahr 2005 an, brachte aber kaum zählbare Erfolge mit sich. Vier dritte Plätze in neun Jahren waren die besten Resultate des Teams. Die enge Bindung an Ferrari brachte Sauber vielmehr den Ruf des kleinen Schwesterteams des italienischen Traditionsrennstalls ein, das im Falle schwieriger Meinungsfindungsprozesse unter den Teams den Mehrheitsbeschaffer spielte.

 
Sauber C21 von 2002
 
Sauber C22 von 2003 (Heinz-Harald Frentzen)
 
Sauber C24 von 2005 (Jacques Villeneuve)

Nach einer recht ordentlichen Saison 1997, in der Johnny Herbert 15 von 18 Punkten des Teams holte und in Ungarn erneut als Dritter ins Ziel kam, fiel das Team nach der größten Reglementänderung der letzten Jahre, der Einführung der Rillenreifen sowie einer Verringerung der Fahrzeugbreite, Anfang 1998 ins hintere Mittelfeld zurück. 1998 konnte der neu ins Team gekommene Jean Alesi noch neun Punkte und in Belgien einen erneuten dritten Platz erreichen, Johnny Herbert allerdings enttäuschte in dieser Saison und erlangte lediglich beim Saisonauftakt in Melbourne einen Punkt. Auch 1999 und 2000 wurden kaum zählbare Resultate verbucht und die Punkteausbeute war mager: 1999 erreichten Alesi und Pedro Diniz zusammen lediglich fünf Punkte, die allesamt auf sechste Plätze zurückgingen. Ein Jahr später stagnierte das Team weiter; Diniz gewann keinen einzigen Punkt und lediglich Mika Salo konnte insgesamt sechs Punkte einfahren.

Sponsor Red Bull kürzte sein Engagement drastisch und wechselte zu Arrows, weil der von den Österreichern geförderte Pilot Enrique Bernoldi kein Cockpit bekam. Stattdessen setzte Peter Sauber den unbekannten Neuling Kimi Räikkönen ins Auto und erlebte 2001 das beste Jahr der Teamgeschichte. Zusammen mit Nick Heidfeld, der im Vorjahr bei Prost noch punktlos debütiert hatte, sammelte der Finne 21 WM-Punkte. Das sorgte für Platz vier in der Endwertung der Konstrukteure. Dieses Niveau wurde danach nicht wieder erreicht, obwohl Sauber die Grand-Prix-Sieger Heinz-Harald Frentzen, Giancarlo Fisichella und Jacques Villeneuve verpflichtete. Die Fahrer des Teams mussten sich dabei insbesondere mit den Fahrern der erstarkenden Teams BAR, Renault, Jaguar und Toyota messen, die ab 2002 konstantere Ergebnisse erzielten und Sauber den Platz hinter den Spitzenteams streitig machten. Der letzte größere Erfolg dieser Zeit war Frentzens dritter Platz beim Großen Preis der USA 2003. Ende 2004 endete die Partnerschaft mit Red Bull endgültig, da die Österreicher seit der folgenden Saison mit einem eigenen Team an der Formel-1-Weltmeisterschaft teilnehmen. In Interviews ließ Sauber immer öfter verlauten, dass er sich den Einstieg eines Automobilwerkes als Anteilseigner seines Teams vorstelle, um dessen Zukunft langfristig zu sichern.

BMW Sauber (2006–2009)Bearbeiten

BMW übernahm am 1. Januar 2006 mit 80 Prozent der Anteile die Mehrheit des Rennstalls und gründete damit das BMW Sauber F1 Team, unter dessen Namen das Team fortan an der Formel-1-Weltmeisterschaft teilnahm. Dabei wurde der Standort Hinwil beibehalten und auch ein Großteil der Sauber-Belegschaft übernommen. Peter Sauber behielt die restlichen Teamanteile und fungierte während der vier Jahre als Berater des BMW-Werksteams. Die operative Leitung hatte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen inne.

Rückkehr von Sauber (seit 2010)Bearbeiten

Am 29. Juli 2009 gab BMW den Ausstieg aus der Formel 1 zum Ende der Rennsaison 2009 bekannt.[6] Nach dem gescheiterten Versuch, das Team an eine angeblich in der Schweiz ansässige Stiftung namens Qadbak Investments Ltd zu veräußern, gab BMW schließlich am 27. November 2009 bekannt, dass Peter Sauber das Team zurückkauft – unter der Bedingung, dass das Team den Startplatz im Formel-1-Feld bekommt, der durch den Ausstieg des Toyota-Teams frei geworden war.[7]

Am 3. Dezember 2009 bekam das Sauber-Team offiziell den 13. Startplatz für die Formel-1-Weltmeisterschaft 2010, blieb aber zunächst als BMW Sauber F1 Team gemeldet. Eine offizielle Namensänderung wurde erst im Laufe der Saison beantragt.[8] Als Fahrer verpflichtete Sauber den bisherigen Toyota-Ersatzpiloten Kamui Kobayashi und den in Barcelona (Spanien) geborenen Pedro de la Rosa, der im Jahr zuvor als Test- und Ersatzfahrer bei McLaren beschäftigt gewesen war. Im September 2010 wurde de la Rosa allerdings für die letzten fünf Rennen durch Nick Heidfeld ersetzt.[9]

2010Bearbeiten

 
Sauber C29 von 2010 (Pedro de la Rosa)

Sauber trat in der Saison 2010 mit dem Modell C29 an. Das Fahrzeug war noch zu BMW-Zeiten unter der Leitung von Willy Rampf entwickelt worden. Motor und Getriebe wurden allerdings – wie in den Jahren bis 2005 – von Ferrari bezogen.[10] Das Fahrzeug war im ersten Saisondrittel nicht unproblematisch; vor allem die Zuverlässigkeit der Technik war nicht gesichert. In den ersten sechs Rennen des Jahres kamen Kobayashi und de la Rosa jeweils nur einmal ins Ziel. Die Lage verbesserte sich im April 2010, als James Key die technische Leitung des Rennstalls übernahm und das Auto überarbeitet wurde.[11] Seitdem kamen die Sauber mehr oder weniger regelmäßig in die Punkteränge. Am Ende der Saison platzierte sich das Team mit 44 Punkten auf dem achten Platz der Konstrukteurswertung. Von den 44 Punkten holte Kobayashi 32, de la Rosa und Heidfeld jeweils sechs Punkte.

2011Bearbeiten

 
Sauber C30 von 2011 (Kamui Kobayashi)
 
Sergio Pérez beim Großen Preis von Spanien 2011

Für 2011 verpflichtete das Team mit Sergio Pérez einen neuen Fahrer, der einige mexikanische Sponsoren mitbrachte. Das Fahrzeug des Teams trug den Namen C30 und wurde von James Key entwickelt. Wie das Fahrzeug im Jahr zuvor, wurde auch der C30 von einem Ferrari-Motor angetrieben.

Beim Saisonauftakt in Australien kamen Pérez und Kobayashi auf den Plätzen sieben und acht ins Ziel. Allerdings wurden beide nach dem Rennen disqualifiziert, da ihre Heckflügel regelwidrig konstruiert waren.[12] In den folgenden neun Rennen bis zum Großen Preis von Deutschland fuhren die Sauber-Piloten mit einer Ausnahme regelmäßig in die Punkteränge. Ein wesentlicher Grund für den Erfolg im ersten Halbjahr war der geringe Reifenverschleiß des C30, der dem Team eine flexible Taktik ermöglichte.

Im Qualifying zum Großen Preis von Monaco verunglückte Pérez schwer. Am Ausgang des Tunnels verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug, drehte sich und schlug seitwärts in die Begrenzungsmauer der Hafenschikane ein. Das Geschehen erinnerte an den Unfall Karl Wendlingers, der 1994 an gleicher Stelle verunglückte und dabei schwer verletzt wurde. Pérez zog sich eine Gehirnerschütterung sowie eine Stauchung am Oberschenkel zu.[13] Den Start in Monaco musste er absagen. Beim folgenden Grand Prix in Kanada nahm Pérez am ersten Freien Training teil. Danach klagte er allerdings über Übelkeit und wurde für das restliche Rennwochenende durch Pedro de la Rosa ersetzt.[14] Ab dem folgenden Rennen in Valencia fuhr Pérez wieder regulär für Sauber.

Ab der Mitte der Saison ließ die Konkurrenzfähigkeit des Sauber C30 nach. Kobayashi bemängelte zunehmend eine nicht ausreichende Grundgeschwindigkeit des Autos.[15] In den sechs Weltmeisterschaftsläufen vom Großen Preis von Ungarn bis zum Rennen in Korea erreichten die Sauber nur noch zweimal die Punkteränge und erzielten dabei lediglich fünf Punkte. Sauber fiel daraufhin im Oktober 2011 bis auf Platz sieben der Konstrukteurswertung zurück, wobei der Vorsprung auf die Scuderia Toro Rosso auf drei Punkte schrumpfte.[16]

2012Bearbeiten

 
Großer Preis von Malaysia 2012: Pérez wird Zweiter hinter Alonso im Ferrari

2012 war für das Team die erfolgreichste Saison seit der erneuten Übernahme durch Peter Sauber. Sauber lag im Laufe der Saison eine Zeitlang auf Position fünf der Konstrukteurswertung und schloss das Jahr mit 126 Punkten letztlich als Sechster ab.

Das Jahr brachte einige personelle und strukturelle Änderungen. Im Januar 2012 verließ James Key, der Konstrukteur des neuen Sauber C31, das Team.[17] Nach seinem Abgang übernahm ein Team aus Angestellten, die schon länger bei Sauber beschäftigt waren, diese Aufgabe.[18] Die Verantwortung für die Konstruktion und Weiterentwicklung der Autos teilten sich seither Matt Morris (Chefdesigner), Willem Toet (Leiter Aerodynamik), Pierre Waché (Gruppenleiter Fahrzeug-Performance, Fahrzeugdynamik und Simulation) und Giampaolo Dall'Ara (Leitender Ingenieur an der Rennstrecke).[19] Peter Sauber erklärte Ende 2012, diese Struktur habe sich bewährt und sein Team werde auch 2013 ohne einen Technischen Direktor arbeiten.[20] Im Laufe des Jahres vollzog auch Peter Sauber einen schrittweisen Rückzug. Im Frühjahr übertrug er ein Drittel der Teamanteile an Monisha Kaltenborn, die bereits seit 2010 die Geschäfte der Sauber Motorsport AG leitete. Im Herbst 2012 übernahm Kaltenborn das operative Geschäft der Teamleitung.

In sportlicher Hinsicht behielt Sauber die letztjährige Fahrerpaarung für 2012 bei. Mit dem C31 holte Pérez im zweiten Saisonrennen in Malaysia sowie im 13. Saisonrennen in Italien jeweils den zweiten Platz hinter Fernando Alonso – das beste jemals von Sauber Motorsport erzielte Rennergebnis in der Formel 1.

2013Bearbeiten

 
Sauber C32

In der Saison 2013 ging Sauber mit Nico Hülkenberg und Esteban Gutiérrez an den Start. Einsatzchassis war der unter der Leitung von Matt Morris konstruierte Sauber C32, der von einem Ferrari-Motor angetrieben wurde. In der Teamleitung ergab sich durch den Weggang von Pierre Waché eine Änderung. Sein Nachfolger war Ben Waterhouse.[21]

In der ersten Hälfte der Saison 2013 konnte das Team nicht an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen. Gutiérrez kam in den ersten neun Rennen des Jahres jeweils außerhalb der Punkteränge ins Ziel. Hülkenberg, der sich im Auftaktrennen für Startplatz 11 qualifiziert hatte, konnte am Großen Preis von Australien nicht teilnehmen. Aufgrund eines technischen Problems mit der Benzinversorgung zog Sauber aus Sicherheitsgründen sein Auto vor dem Start zurück.[22] Bis zur Saisonmitte erreichte Hülkenberg drei zehnte und einen achten Platz. Damit lag Sauber nach dem Großen Preis von Deutschland auf Platz acht der Konstrukteurswertung. Die zweite Hälfte der Saison wurde aufgrund der neuen Reifen von Pirelli[23] deutlich erfolgreicher für das Team. Sauber festigte ab dem Großen Preis von Ungarn seine Position im Mittelfeld und erzielte mit Hülkenbergs viertem Platz beim Großen Preis von Korea sein bestes Einzelergebnis in dieser Saison. Das beste Teamergebnis erreichte Sauber beim Großen Preis von Japan, bei dem Hülkenberg Sechster und Gutiérrez Siebter wurde.

Im Laufe der Saison 2013 geriet das Team in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Peter Sauber bestätigte im Juli, dass der Rennstall seit einigen Monaten nicht mehr in der Lage ist, seine Lieferanten zu bezahlen; es bestünden Außenstände in Höhe von etwa einer Million Euro, wegen derer es wiederholt zu Zwangsvollstreckungen gekommen sei. Im Juli verließ der bisherige Chefdesigner Morris das Team.[24] Kurz darauf gab Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn bekannt, dass mit dem Investment Corporation International Fund, dem State Fund of Development of Nortwest Russian Federation und dem International Institute of Aviation Technologies drei neue russische Sponsoren bei Sauber einsteigen werden.[25]

2014Bearbeiten

 
Adrian Sutil im Sauber C33 beim Großen Preis von Monaco 2014

In der Formel-1-Saison 2014 ging Sauber mit Adrian Sutil und Esteban Gutiérrez an den Start. Der russische Rennfahrer Sergei Sirotkin erhielt entgegen ursprünglichen Ankündigungen[25] zunächst kein Cockpit. Einsatzfahrzeug war der Sauber C33. Wie in den Jahren zuvor, bezog Sauber die Motoren und Getriebe von Ferrari. Die Zusammenarbeit mit Ferrari umfasste außerdem das mit Beginn dieser Saison erstmals verwendete Energy Recovery System (ERS).[26]

2014 setzten sich die sportlichen Schwierigkeiten Saubers fort. Das Team erlebte die „schwerste Krise seiner Geschichte“:[27] Bei Saisonende hatte Sauber keine Weltmeisterschaftspunkte eingefahren. Das Team lag damit in der Konstrukteurswertung sogar noch hinter dem wesentlich kleineren Rennstall Marussia. Als wesentlicher Grund für das schlechte Abschneiden des Teams wurde der Sauber C33 angesehen, dem es nach Ansicht von Adrian Sutil an der notwendigen Grundschnelligkeit fehlte. Hinzu kamen wiederholt Probleme im Umfeld der Antriebstechnik.[28]

Auch die wirtschaftlichen Probleme Saubers wurden größer. Monisha Kaltenborn führte dies einerseits darauf zurück, dass infolge der politischen Krise in der Ukraine 2014 und der daraufhin verhängten wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland die im Vorjahr vereinbarten Sponsorengelder das Team nicht wie erwartet erreicht hätten. Andererseits bemängelte sie die ungleiche Verteilung der Einnahmen aus der Vermarktung der Formel 1, die die starken Teams bevorzuge. Nachdem im Oktober 2014 die konkurrierenden Teams Caterham und Marussia zahlungsunfähig geworden waren und den Rennbetrieb eingestellt hatten, intensivierte Kaltenborn ihre Forderung nach einer Neustrukturierung des Verteilungssystems. Einigen Berichten zufolge drohten Sauber und die gleichermaßen unter wirtschaftlichen Problemen leidenden Teams Lotus und Force India vor dem Großen Preis der USA mit einem Boykott des Rennens im texanischen Austin.[29] Der für die Vermarktung der Formel 1 zuständige Bernie Ecclestone, der zuvor keine Notwendigkeit für Änderungen gesehen hatte, erklärte daraufhin öffentlich, dass er die gegenwärtige Verteilung der Einnahmen für fehlerhaft halte. Eine kurzfristige Lösung zeichnete sich allerdings nicht ab.[30]

2015Bearbeiten

Vertragliche Schwierigkeiten zu SaisonbeginnBearbeiten
 
Giedo van der Garde: Vertrag mit Sauber, aber kein Start

Für die Saison 2015 reagierte Sauber auf die wirtschaftlichen Probleme, indem das Team zwei Fahrer verpflichtete, die Sponsorgelder ins Team brachten. Neben dem ehemaligen Caterham-Piloten Marcus Ericsson wurde der Debütant Felipe Nasr Stammfahrer.[31][32] Nasr brachte die Banco do Brasil als Sponsor mit.

Unmittelbar vor dem ersten Saisonrennen kam es zu Rechtsstreitigkeiten mit Giedo van der Garde, der im Vorjahr Testfahrer bei Sauber gewesen war. Er hatte nach eigenen Angaben ebenfalls einen gültigen Vertrag mit Sauber als Einsatzfahrer für die Saison 2015. Das Team habe eine entsprechende Option in seinem Testfahrervertrag am 28. Juni 2014 gezogen und auf diese Weise Sponsorengelder in Höhe von 13 Millionen Euro erhalten.[33] Van der Garde erwirkte Anfang März 2015 bei einem Schiedsgericht in der Schweiz eine Verfügung, nach der Sauber „jegliche Handlungen zu unterlassen hat, deren Wirkung es ist, dass Herr van der Garde seinen Anspruch nicht geltend machen kann, in der Formel-1-Saison 2015 als einer der zwei von Sauber genannten Rennfahrer teilnehmen“ zu können.[34] Ungeachtet dessen reiste Sauber mit Nasr und Ericsson zum ersten Saisonrennen nach Australien. Van der Garde stellte daraufhin in der Woche vor dem Grand Prix beim Obersten Gerichtshof des australischen Bundesstaates Victoria einen Eilantrag, um ein Renncockpit für den Großen Preis von Australien zu erhalten.[34] Die erstinstanzliche Gerichtsverhandlung fand am 9. März 2015 statt. Saubers Anwalt argumentierte, ein Einsatz van der Gardes würde „in einem unverantwortlichen Risiko münden, welches Körperverletzungen und sogar den Tod mit einschließt.“[35] Am 11. März 2015 entschied das Gericht, dass der Vertrag zwischen van der Garde und Sauber wirksam sei und van der Garde das Cockpit zustehe. Dies gelte für die gesamte Saison und nicht nur für das Rennen in Australien. Sauber legte Berufung gegen das Urteil ein,[36] die am 12. März 2015 zurückgewiesen wurde.[37] Nachdem es zwischenzeitlich Berichte über eine bevorstehende Beschlagnahme des Teammaterials und eine Verhaftung der Teamchefin gegeben hatte, erzielten Sauber und van der Garde vor Beginn des Qualifikationstrainings eine vorübergehende Einigung, zu der ein Verzicht van der Gardes auf eine Teilnahme am Rennen in Australien gehörte. Sauber bestritt daraufhin das Qualifikationstraining mit Ericsson und Nasr.[38] In der Woche nach dem Rennen wurde bekannt, dass der Vertrag zwischen Sauber und van der Garde aufgelöst wurde und van der Garde eine Ausgleichszahlung in Höhe von 15 Millionen Euro erhielt.[33]

Auch Adrian Sutil hatte einen gültigen Vertrag als Einsatzfahrer für die Saison 2015, verzichtete aber auf die Einleitung rechtlicher Schritte.[39] Im März 2015 wurde zudem bekannt, dass der seit einem Unfall beim Großen Preis von Japan 2014 im Koma liegende Jules Bianchi mit dem Team ebenfalls einen Vertrag als Einsatzfahrer für die Formel-1-Weltmeisterschaft 2015 abgeschlossen hatte.[40]

Sportliche EntwicklungBearbeiten
 
In den Farben der Banco do Brasil lackiert: Sauber C34

In der Saison 2015 trat Sauber mit dem unter der Leitung von Eric Gandelin entwickelten C34 an. Motor und Getriebe kamen wiederum von Ferrari. Die finanziellen Belastungen, die aus dem Rechtsstreits mit Van der Garde folgten, schränkten die Entwicklungsarbeit im Laufe der Saison ein.[41] In sportlicher Hinsicht machte das Team gegenüber dem Vorjahr gleichwohl Fortschritte. Bereits im ersten Saisonrennen kamen beide Fahrer in den Punkterängen ins Ziel; es war der erste doppelte Punktgewinn seit Japan 2013. Nasrs fünfter Platz in Australien war das beste Ergebnis des Teams seit eineinhalb Jahren. Im Laufe der Saison kamen die Sauber bei der Hälfte aller Rennen in die Punkte; das Auftaktergebnis wurde allerdings nicht wieder erreicht. Sauber fuhr 2015 insgesamt 36 Punkte ein und belegte Platz acht der Konstrukteurswertung. Das Team profitierte dabei von der Schwäche des Traditionsrennstalls McLaren, der mit leistungsschwachen und unzuverlässigen Honda-Motoren zu kämpfen hatte, und des britischen Konkurrenten Manor, der nach einer Insolvenz 2014 und einem improvisierten Neubeginn mit Vorjahresautos und -motoren eine Übergangssaison durchlebte.[41] Beide – McLaren und Manor – blieben in der Konstrukteurswertung hinter Sauber, wobei Saubers Vorsprung auf das neuntplatzierte McLaren-Team nur neun Punkte betrug. Der auf Platz sieben liegende Rennstall Toro Rosso hatte 31 Punkte mehr als Sauber.

2016Bearbeiten

 
Sauber C35
 
Felipe Nasr und Marcus Ericsson beim Großen Preis von Bahrain 2016

In der Formel-1-Weltmeisterschaft 2016 trat Sauber mit unveränderter Fahrerpaarung und mit dem C35 an, der eine Weiterentwicklung des letztjährigen Modells war. Sauber nutzte weiterhin die Antriebstechnik von Ferrari, wobei das Team wie der neu gegründete Rennstall Haas, aber anders als Toro Rosso, Motoren bezog, die sich auf aktuellem Entwicklungsstand befanden.

Sauber litt 2016 unter erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die die Saisonvorbereitung beeinträchtigten und sich auch den Rennbetrieb auswirkten. Als einziges Team bestritt Sauber nur eine der beiden Testwochen vor Saisonbeginn und setzte dort nur das Vorjahresfahrzeug ein; zudem ließ Sauber aus finanziellen Gründen die Testfahrten in Barcelona Mitte Mai aus.[42] Sauber konnte im Februar[43], März, April und Mai 2016[42] die Gehälter der Mitarbeiter nicht rechtzeitig bezahlen. Die Zahlung der März-Gehälter sowie die Teilnahme am Großen Preis von China war nur möglich, weil ein schwedischer Sponsor, der Ericsson nahestand, einen Vorschuss zahlte.[44] Das Management verhandelte seit dem Saisonbeginn über den Verkauf des Rennstalls.[42][45][46]

Am 20. Juli 2016 gab das Team die Übernahme sämtlicher Unternehmensanteile der Sauber Holding durch die Schweizer Investmentgesellschaft Longbow Finance SA bekannt. Kaltenborn fungierte weiterhin als Geschäftsführerin und Teamchefin des Formel-1-Teams, Peter Sauber schied im Zuge der Übernahme aus dem Unternehmen aus. Sein Nachfolger als Vorsitzender der Sauber-Holding wurde Pascal Picci, Präsident und Geschäftsführer von Longbow Finance. Laut Medienrecherchen ist die Investmentgesellschaft mit der Tetra Laval-Gruppe verbunden, die auch die Karriere von Formel-1-Fahrer Marcus Ericsson seit Jahren finanziell unterstützen soll, ohne dabei aber öffentlich in Erscheinung zu treten.[47][48]

In technischer Hinsicht fanden seit Saisonbeginn kaum Weiterentwicklungen der Fahrzeuge statt. Beim achten Saisonrennen, dem Großen Preis von Europa, fuhr Nasr noch immer den Motor, der bereits beim Auftaktrennen in Australien eingesetzt wurde. Der Motor hatte hier seine Regellaufzeit weit überschritten und konnte nur mit reduzierter Leistung gefahren werden. Das wirkte sich insbesondere auf die Höchstgeschwindigkeiten aus.[49]

In den Rennen des Jahres 2016 war Sauber das schwächste der drei Ferrari-Kundenteams. Beim Großen Preis von Monaco kollidierten beide Sauber-Piloten miteinander. Nasr wurde in der zweiten Rennhälfte von der Teamleitung über Funk aufgefordert, den hinter ihm liegenden Ericsson nach der Sainte Devote vorbeizulassen. Nasr leistete keine Folge. Ericsson griff Nasr in der Rascasse an und kollidierte mit ihm. Beide Fahrer gaben das Rennen kurz darauf nach einem Reparaturstopp auf. Als Strafe für die Verursachung dieser Kollision wurde Ericsson beim folgenden Rennen um drei Startplätze zurückversetzt und erhielt außerdem zwei Strafpunkte. Nachdem Manor beim Großen Preis von Österreich den ersten WM-Punkt erzielt hatte, rutschte Sauber als nunmehr einziges punkteloses Team in der Zwischenwertung auf den letzten Platz der Konstrukteursmeisterschaft ab. Erst beim vorletzten Saisonrennen in Brasilien, das mit zahlreichen wetterbedingten Safety-Car-Phasen und zwei Unterbrechungen einen außergewöhnlichen Verlauf nahm, fuhr Sauber zwei Meisterschaftspunkte ein. Nasr, der zwischenzeitlich bis auf Platz sechs vorgerückt war, kam letztlich als Neunter ins Ziel. Weitere Punkte kamen im letzten Saisonrennen nicht hinzu. Das Team schloss die Saison vor Manor auf Platz zehn der Konstrukteursmeisterschaft ab. Mit Ablauf dieser Saison endete die Unterstützung des bisherigen Sponsors Banco do Brasil.[50]

2017Bearbeiten

 
Der Sauber C36 bei Testfahrten vor Saisonbeginn in Barcelona (Ericsson)

Ericsson blieb 2017 bei Sauber, sein neuer Teamkollege wird Pascal Wehrlein. Das nach wie vor finanzschwache Team trat in diesem Jahr nicht mit aktuellen, sondern erstmals seit Einführung der 1,6-Liter-Turbomotoren mit Vorjahres-Motoren von Ferrari an. Begründet wurde dieser Schritt damit, dass im Zuge der Reglementänderung für diese Saison das Fahrzeug nahezu vollständig neu entwickelt werden müsse und den Ingenieuren für diese Entwicklung nur für das Aggregat des Vorjahres verlässliche Werte vorliegen, was Abmessungen, Installation, Kühlbedarf und Hitzefelder des Motors angeht.[51] Der Sauber C36 gehörte damit zu den am schwächsten motorisierten Fahrzeugen der Saison.

Beim Saisonauftakt in Australien fiel Ericsson infolge eines technischen Defekts aus. Pascal Wehrlein, der beim Race of Champions vor Saisonbeginn einen schweren Unfall erlitten hatte, trat aus gesundheitlichen Gründen nicht an; er wurde kurzfristig durch den Ferrari-Testfahrer Antonio Giovinazzi ersetzt, der der erste Italiener in einem Formel-1-Cockpit seit 2011 (Vitantonio Liuzzi bei HRT) war. Giovinazzi beendete das Rennen mit zwei Runden Rückstand als Vorletzter auf Platz 12. Zum Großen Preis von Bahrain übernahm Wehrlein den zweiten Sauber. In Spanien kam er als Achter ins Ziel und fuhr damit die ersten Meisterschaftspunkte des Jahres für den Rennstall ein, der daraufhin in der Zwischenwertung der Konstrukteursmeisterschaft an dem weiterhin punktlosen McLaren-Team vorbeizog.

Am 21. Juni 2017 trennte sich Sauber von der Teamchefin Kaltenborn, ab dem Großen Preis von Aserbaidschan übernahmen Beat Zehnder und Jörg Zander kommissarisch die Leitung des Teams.[52] Zum 17. Juli 2017 übernahm Frédéric Vasseur den Posten des Teamchefs.[53]

2018Bearbeiten

 
Mit Alfa-Romeo-Logo: Sauber C37 beim Großen Preis von Österreich 2018

Beginnend mit der Saison 2018 ging Sauber eine über mehrere Jahre geplante Partnerschaft mit dem Mailänder Automobilhersteller Alfa Romeo ein. Das Team hatte 2018 den Namen Alfa Romeo Sauber F1 Team und trat mit Ferrari-Motoren an.[54]

Entgegen ersten Planungen aus dem Frühjahr 2017, als Sauber eine künftige Motorenpartnerschaft mit Honda angekündigt hatte,[55] trat das Team auch 2018 mit Ferrari-Motoren an. Anders als 2017 erhielt Sauber allerdings Motoren der jeweils aktuellsten Ausbaustufe.[56][57] Stammfahrer wurden 2018 Charles Leclerc und Marcus Ericsson.[58] Leclerc hatte dabei seinen Teamkollegen deutlich im Griff[59] und fuhr nach Startschwierigkeiten in den ersten drei Rennen regelmäßig in die Punkteränge. Sauber belegte zum Jahresende mit 48 Punkten Rang acht der Konstrukteursmeisterschaft und lag damit deutlich vor Toro Rosso (33 Punkte) und Williams (7 Punkte).

Alfa Romeo RacingBearbeiten

 
Alfa Romeo C38

In der Saison 2019 tritt das Team als Alfa Romeo Racing an. Der Name Sauber entfällt in der Meldebezeichnung,[60] obwohl das betreibende Unternehmen weiterhin Sauber Motorsport AG heißt.[61] Alfa Romeo ist damit nur Titelsponsor und Namensgeber; Anteile an Sauber hat Alfa Romeo nicht übernommen.[62] Eine Beziehung zu Alfa Romeos früheren Formel-1-Engagements, die von einem eigenen Werksteam bzw. über Autodelta (1979 bis 1982) oder Euroracing (1983 bis 1985) betrieben wurden, besteht nicht.

Für 2019 kehrte Kimi Räikkönen zu dem Schweizer Rennstall zurück und wurde Teamkollege von Antonio Giovinazzi. Leclerc wechselte zu Ferrari, Ericsson ist nun Testfahrer bei Sauber.

Zahlen und DatenBearbeiten

Statistik in der Formel 1Bearbeiten

Stand: Großer Preis von Ungarn 2019

Saison Teamname Chassis Motor Reifen Grand Prix Siege Zweiter Dritter Poles schn. Runden Punkte WM-Rang
1993 Team Sauber AG Sauber C12 Ilmor 3.5 V10 G 16 12 7.
1994 Broker Sauber Mercedes Sauber C13 Mercedes-Benz 3.5 V10 G 15 12 8.
1995 Red Bull Sauber Ford Sauber C14 Ford Zetec-R 3.0 V8 G 17 1 18 7.
1996 Red Bull Sauber Ford Sauber C15 Ford Zetec-R 3.0 V10 G 16 1 11 7.
1997 Red Bull Sauber Petronas Sauber C16 Petronas 3.0 V10 G 17 1 16 7.
1998 Sauber Red Bull Petronas Sauber C17 Petronas 3.0 V10 G 16 1 10 6.
1999 Red Bull Sauber Petronas Sauber C18 Petronas 3.0 V10 B 16 5 8.
2000 Red Bull Sauber Petronas Sauber C19 Petronas 3.0 V10 B 16 6 8.
2001 Red Bull Sauber Petronas Sauber C20 Petronas 01A 3.0 V10 B 17 1 21 4.
2002 Sauber Petronas Sauber C21 Petronas 02A 3.0 V10 B 17 11 5.
2003 Sauber Petronas Sauber C22 Petronas 03A 3.0 V10 B 16 1 19 6.
2004 Sauber Petronas Sauber C23 Petronas 04A 3.0 V10 B 18 34 6.
2005 Sauber Petronas Sauber C24 Petronas 05A 3.0 V10 M 18 20 8.
2010 BMW Sauber F1 Team Sauber C29 Ferrari 2.4 V8 B 19 44 8.
2011 Sauber F1 Team Sauber C30 Ferrari 2.4 V8 P 19 44 7.
2012 Sauber F1 Team Sauber C31 Ferrari 2.4 V8 P 20 2 2 2 126 6.
2013 Sauber F1 Team Sauber C32 Ferrari 2.4 V8 P 19 1 57 7.
2014 Sauber F1 Team Sauber C33 Ferrari 1.6 V6 Turbo P 19 0 10.
2015 Sauber F1 Team Sauber C34 Ferrari 1.6 V6 Turbo P 19 36 8.
2016 Sauber F1 Team Sauber C35 Ferrari 1.6 V6 Turbo P 21 2 10.
2017 Sauber F1 Team Sauber C36 Ferrari 1.6 V6 Turbo P 20 5 10.
2018 Alfa Romeo Sauber F1 Team Sauber C37 Ferrari 1.6 V6 Turbo P 21 48 8.
2019 Alfa Romeo Racing Alfa Romeo C38 Ferrari 1.6 V6 Turbo P 12 32 7.
Gesamt 404 2 8 3 589  

Alle Fahrer des Sauber-Teams in der Formel 1Bearbeiten

 
Peter Sauber 2004

Stand: Großer Preis von Großbritannien 2019

Name Jahre Grand Prix Punkte Siege Zweiter Dritter Poles schn. Runden beste WM-Pos.
Schweden  Marcus Ericsson 2015–2018 81 18 17. (2018)
Deutschland  Heinz-Harald Frentzen 1994–1996
2002–2003
65 42 2 9. (1995)
Japan  Kamui Kobayashi 2010–2012 58 122 1 1 12. (2010, 2011, 2012)
Deutschland  Nick Heidfeld 2001–2003
2010
55 31 1 8. (2001)
Brasilien  Felipe Massa 2002
2004–2005
52 27 12. (2004)
Vereinigtes Konigreich  Johnny Herbert 1996–1998 49 20 2 10. (1997)
Brasilien  Felipe Nasr 2015–2016 39 29 13. (2015)
Mexiko  Esteban Gutiérrez 2013–2014 38 6 1 16. (2013)
Mexiko  Sergio Pérez 2011–2012 36 80 2 1 1 10. (2012)
Frankreich  Jean Alesi 1998–1999 32 11 1 11. (1998)
Brasilien  Pedro Diniz 1999–2000 32 3 14. (1999)
Finnland  Kimi Räikkönen 2001, 2019 29 40 10. (2001)
Osterreich  Karl Wendlinger 1993–1995 25 11 12. (1993)
Monaco  Charles Leclerc 2018 21 39 13. (2018)
Deutschland  Adrian Sutil 2014 19 0 18. (2014)
Italien  Giancarlo Fisichella 2004 18 22 11. (2004)
Deutschland  Nico Hülkenberg 2013 18 51 10. (2013)
Finnland  JJ Lehto 1993–1994 18 5 13. (1993)
Kanada  Jacques Villeneuve 2005 18 9 14. (2005)
Deutschland  Pascal Wehrlein 2017 18 5 18. (2017)
Finnland  Mika Salo 2000 16 6 11. (2000)
Spanien  Pedro de la Rosa 2010–2011 14 6 17. (2010)
Italien  Antonio Giovinazzi 2017, 2019 14 1 22. (2017)
Frankreich  Jean-Christophe Boullion 1995 11 3 16. (1995)
Italien  Andrea de Cesaris 1994 9 1 20. (1994)
Italien  Gianni Morbidelli 1997 7 0 22. (1997)
Italien  Nicola Larini 1997 5 1 19. (1997)
Argentinien  Norberto Fontana 1997 4 0 23. (1997)

Aktuelle Fahrer sind in gelb dargestellt.

Ergebnisse in der Formel 1Bearbeiten

1993 bis 2005Bearbeiten

Saison Chassis Fahrer Nr. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 Punkte Rang
1993 Sauber C12                                       12 7.
Osterreich  K. Wendlinger 29 DNF DNF DNF DNF DNF 13 6 DNF DNF 9 6 DNF 4 5 DNF 15      
Finnland  J. Lehto 30 5 DNF DNF 4 DNF DNF 7 DNF 8 DNF DNF 9 DNF 7 8 DNF      
1994 Sauber C13                                       12 8.
Osterreich  K. Wendlinger 29 6 DNF 4 DNS INJ INJ INJ INJ INJ INJ INJ INJ INJ INJ INJ INJ      
Italien  A. de Cesaris DNF 6 DNF DNF DNF DNF DNF DNF DNF          
Finnland  J. Lehto DNF 10      
Deutschland  H. Frentzen 30 DNF 5 7 DNS DNF DNF 4 7 DNF DNF DNF DNF DNF 6 6 7      
1995 Sauber C14                                       18 7.
Osterreich  K. Wendlinger 29 DNF DNF DNF 13 10 DNF    
Frankreich  J. Boullion 8 DNF DNF 9 5 10 11 6 12 DNF DNF        
Deutschland  H. Frentzen 30 DNF 5 6 8 6 DNF 10 6 DNF 5 4 3 6 DNF 7 8 DNF    
1996 Sauber C15                                       11 7.
Vereinigtes Konigreich  J. Herbert 14 DNF DNF 9 7 DNF 3 DNF 7 DSQ 9 DNF DNF DNF 9* 8 10      
Deutschland  H. Frentzen 15 8 DNF DNF DNF DNF 4* 4 DNF DNF 8 8 DNF DNF DNF 7 6      
1997 Sauber C16                                       16 7.
Vereinigtes Konigreich  J. Herbert 16 DNF 7 4 DNF DNF 5 5 8 DNF DNF 3 4 DNF 8 7 6 8    
Italien  N. Larini 17 6 11 DNF 7 DNF        
Italien  G. Morbidelli 14 10       DNF 9 12 9 9 DNS      
Argentinien  N. Fontana DNF 9 9       14    
1998 Sauber C17                                       10 6.
Frankreich  J. Alesi 14 DNF 9 5 6 10 12 DNF 7 DNF DNF 10 7 3 5 10 7      
Vereinigtes Konigreich  J. Herbert 15 6 11 DNF DNF 7 7 DNF 8 DNF 8 DNF 10 DNF DNF DNF 10      
1999 Sauber C18                                       5 8.
Frankreich  J. Alesi 11 DNF DNF 6 DNF DNF DNF DNF 14 DNF 8 16 9 9 DNF 7 6      
Brasilien  P. Diniz 12 DNF DNF DNF DNF DNF 6 DNF 6 6 DNF DNF DNF DNF DNF DNF 11      
2000 Sauber C19                                       6 8.
Brasilien  P. Diniz 16 DNF DNS 8 11 DNF 7 DNF 10 11 9 DNF DNF 11 8 8 11 DNF    
Finnland  M. Salo 17 DSQ DNS 6 8 7 DNF 5 DNF 10 6 5 10 9 7 DNF 10 8    
2001 Sauber C20                                       21 4.
Deutschland  N. Heidfeld 16 4 DNF 3 7 6 9 DNF DNF DNF 6 6 DNF 6 DNF 11 6 9    
Finnland  K. Räikkönen 17 6 DNF DNF DNF 8 4 10 4 10 7 5 DNF 7 DNF 7 DNF DNF    
2002 Sauber C21                                       11 5.
Deutschland  N. Heidfeld 07 DNF 5 DNF 10 4 DNF 8 12 7 6 7 6 9 10 10 9 7    
Brasilien  F. Massa 08 DNF 6 DNF 8 5 DNF DNF 9 6 9 DNF 7 7 DNF DNF DNF    
Deutschland  H. Frentzen 13      
2003 Sauber C22                                       19 6.
Deutschland  N. Heidfeld 09 DNF 8 DNF 10 10 DNF 11 DNF 8 13 17 10 9 9 5 9      
Deutschland  H. Frentzen 10 6 9 5 11 DNF DNF DNF DNF 9 12 12 DNF DNF 13 3 DNF      
2004 Sauber C23                                       34 6.
Italien  G. Fisichella 11 10 11 11 9 7 DNF 6 4 9 12 6 9 8 5 8 7 8 9  
Brasilien  F. Massa 12 DNF 8 12 10 9 5 9 DNF DNF 13 9 13 DNF 4 12 8 9 8  
2005 Sauber C24                                       20 8.
Kanada  J. Villeneuve 11 13 DNF 11 4 DNF 11 13 9 DNS 8 14 15 DNF 11 11 6 12 12 10
Brasilien  F. Massa 12 10 10 7 10 11* 9 14 4 DNS DNF 10 8 14 DNF 9 10 11 10 6

Seit 2010Bearbeiten

Saison Chassis Fahrer Nr. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 Punkte Rang
2010 Sauber C29                                           44 8.
Spanien  P. de la Rosa 22 DNF 12 DNS DNF DNF DNF 11 DNF 12 DNF 14 7 11 14              
Deutschland  N. Heidfeld                             DNF 8 9 17 11    
Japan  K. Kobayashi 23 DNF DNF DNF DNF 12 DNF 10 DNF 7 6 11 9 8 DNF DNF 7 8 10 14    
2011 Sauber C30                                           44 7.
Japan  K. Kobayashi 16 DSQ 7 10 10 10 5 7 16 DNF 9 11 12 DNF 14 13 15 DNF 10 9    
Mexiko  S. Pérez 17 DSQ DNF 17 14 9 DNS 11 7 11 15 DNF DNF 10 8 16 10 11 13    
Spanien  P. de la Rosa             12                            
2012 Sauber C31                                           126 6.
Japan  K. Kobayashi 14 6 DNF 10 13 5 DNF 9 DNF 11 4 18* 13 9 13 3 DNF 14 6 14 9  
Mexiko  S. Pérez 15 8 2 11 11 DNF 11 3 9 DNF 6 14 DNF 2 10 DNF 11 DNF 15 11 DNF  
2013 Sauber C32                                           57 7.
Deutschland  N. Hülkenberg 11 DNS 8 10 12 15 11 DNF 10 10 11 13 5 9 4 6 19* 14 6 8    
Mexiko  E. Gutiérrez 12 13 12 DNF 18 11 13 20* 14 14 DNF 14 13 12 11 7 15 13 13 12    
2014 Sauber C33                                           10.
Deutschland  A. Sutil 99 11 DNF DNF DNF 17 DNF 13 13 13 DNF 11 14 15 DNF 21* 16 DNF 16 16    
Mexiko  E. Gutiérrez 21 12 DNF DNF 16 16 DNF 14* 19 DNF 14 DNF 15 20 DNF 13 15 14 14 15    
2015 Sauber C34                                           36 8.
Schweden  M. Ericsson 9 8 DNF 10 14 14 13 14 13 11 10 10 9 11 14 DNF DNF 12 16 15
Brasilien  F. Nasr 12 5 12 8 12 12 9 16 11 DNS 11 11 13 10 20* 6 9 DNF 13 16
2016 Sauber C35                                           2 10.
Schweden  M. Ericsson 9 DNF 12 16 14 12 DNF 15 17 15 DNF 20 18 DNF 16 17 12 15 14 11 DNF 15
Brasilien  F. Nasr 12 15 14 20 16 15 DNF 18 12 13 15 17 DNF 17 DNF 13 DNF 19 15 15 9 16
2017 Sauber C36                                           5 10.
Schweden  M. Ericsson 9 DNF 15 DNF 15 11 DNF 13 11 15 14 16 16 18* DNF 18 DNF 15 DNF 13 17  
Italien  A. Giovinazzi 36 12 DNF  
Deutschland  P. Wehrlein 94 11 16 8 DNF 15 10 14 17 15 DNF 16 12 17 15 DNF 14 14 14  
2018 Sauber C37                                           48 8.
Schweden  M. Ericsson 9 DNF 9 16 11 13 11 15 13 10 DNF 9 15 10 15 11 13 12 10 9 DNF DNF
Monaco  C. Leclerc 16 13 12 19 6 10 18* 10 10 9 DNF 15 DNF DNF 11 9 7 DNF DNF 7 7 7
2019 Alfa Romeo C38                                           32 7.
Finnland  K. Räikkönen 7 8 7 9 10 14 17 15 7 9 8 12 7
Italien  A. Giovinazzi 99 15 11 15 12 16 19 13 16 10 DNF 13 18
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung


Übersicht des aktuellen PersonalsBearbeiten

Aufgabenbereich Name
Stammfahrer Finnland  Kimi Räikkönen
Italien  Antonio Giovinazzi
Testfahrer Schweden  Marcus Ericsson
Teamchef Frankreich  Frédéric Vasseur
Teammanager Schweiz  Beat Zehnder
Manager Track Operations Schweiz  Otmar Bärtsch
Betriebsdirektor Deutschland  Axel Kruse
Technischer Direktor Deutschland  Jan Monchaux
Chefingenieur Spanien  Xevi Pujolar
Chefdesigner Frankreich  Eric Gandelin
Aerodynamik-Chef Italien  Alessandro Cinelli
Chefaerodynamiker Frankreich  Nicolas Hennel de Beaupreau
Leiter Fahrzeug-Performance Vereinigtes Konigreich  Elliot Dason-Barber
Chefmechaniker Schweiz  Reto Camenzind
Renningenieur Räikkönen Frankreich  Julien Simon-Chautemps
Renningenieur Giovinazzi Deutschland  Jörn Becker
Anteilseigner Longbow Finance SA

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sauber – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Eintrag der «Sauber Motorsport AG» im Handelsregister des Kantons Zürich@1@2Vorlage:Toter Link/zh.powernet.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Hodges: A–Z of Grand Prix Cars 1906-2001, S. 204.
  3. Cimarosti: Das Jahrhundert des Rennsports, S. 455.
  4. Sauber-Mercedes ist gerettet. In: Berliner Zeitung. 30. Juni 1994, abgerufen am 1. Februar 2019.
  5. David Hodges: A-Z of Grand Prix Cars 1906–2001. Crowood Press, 2001, ISBN 1-86126-339-2, S. 204.
  6. BMW bestätigt Formel-1-Ausstieg
  7. „BMW: Sauber kauft das Team!“ (Motorsport-aktuell.com am 27. November 2009)
  8. „Holt Sauber de la Rosa?“ (Motorsport-Total.com am 3. Januar 2010)
  9. „Offiziell: Heidfeld ab sofort statt de la Rosa!“ (Motorsport-Total.com am 14. September 2010)
  10. auto motor und sport extra: Formel 1 2010, S. 39.
  11. „Knaller bei Sauber: Rampf übergibt an Key“ (Motorsport-Total.com am 24. Februar 2010)
  12. „Heckflügel illegal: Sauber disqualifiziert!“ (Motorsport-Total.com am 27. März 2011)
  13. „Keine Knochenbrüche bei Perez“ (Motorsport-Total.com am 28. Mai 2011)
  14. „Perez fühlt sich nicht gut: De la Rosa springt ein“ (Motorsport-Total.com am 10. Juni 2011)
  15. „Wir waren einfach zu langsam“. Zitiert nach Motorsport aktuell, Heft 44/2011, S. 9.
  16. „Diesmal war es kein Spaß“: Hintergrundbericht zur Lage des Sauber-Teams nach dem Großen Preis von Korea in Motorsport aktuell, Heft 44/2011, S. 11.
  17. Motorsport aktuell Heft 8/2012, S. 8.
  18. Sauber: Technischer Direktor James Key hört auf. SF, 3. Februar 2012, abgerufen am 25. Mai 2012.
  19. Who is who. Sauber F1 Team, abgerufen am 25. Mai 2012.
  20. Peter Haab, Robert Höpoltseder: "Das Team darf stolz auf diese Saison sein!" Interview mit Peter Sauber in: Motorsport Aktuell, Heft 1–3/2013 vom 18. Dezember 2012, S. 10 f.
  21. Christian Nimmervoll: „Sauber-Ingenieur wechselt zu Red Bull“. Motorsport-Total.com, 15. März 2013, abgerufen am 29. August 2013.
  22. Stefan Ziegler: „Hülkenberg außen vor: ‚Extrem frustrierend‘“. Motorsport-Total.com, 17. März 2013, abgerufen am 17. März 2013.
  23. http://www.motorsport-total.com/f1/news/2013/06/Pirelli_gibt_weitere_Reifenzuordnungen_bekannt_13061312.html
  24. Sven Haidinger: Fünf vor zwölf: Sauber kämpft ums Überleben. Nachricht vom 12. Juli 2013 auf der Internetseite www.motorsport-total.com.
  25. a b Dieter Rencken: „Exklusiv-Interview: Kaltenborn spricht über die Sauber-Rettung“. Motorsport-Total.com, 15. Juli 2013, abgerufen am 15. Juli 2013.
  26. Offiziell: Sauber weiterhin mit Ferrari-Motoren. Motorsport-Total.com, 3. Oktober 2013, abgerufen am 4. Oktober 2013.
  27. Mathias Brunner: "Sauber gibt Vollgas: Felipe Nasr und Banco do Brasil". Speedweek.com, 6. November 2014, abgerufen am 6. November 2014.
  28. Vanessa Georgoulas: Adrial Sutil: Sauber muss einfach schneller werden. speedweek.com, 16. März 2014, abgerufen am 16. März 2014.
  29. Vanessa Georgoulas: Drohten Sauber, Lotus und Force India mit Boykott? Speedweek.com, 1. November 2014, abgerufen am 4. November 2013.
  30. Petra Wiesmayer: Boykott der kleinen Teams nur verschoben? Speedweek.com, 3. November 2014, abgerufen am 4. November 2013.
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  32. Markus Lüttgens: „Sutil draußen: Nasr fährt 2015 für Sauber.“ Motorsport-Total.com, 6. November 2014, abgerufen am 6. November 2014.
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  34. a b Roman Wittemeier: Kampf vor Gericht: Klagt sich van der Garde in den Sauber? Motorsport-Total.com, 5. März 2015, abgerufen am 9. März 2015.
  35. Dominik Sharaf: Van-der-Garde-Urteil am Mittwoch: Ist er ein „tödliches Risiko“? Motorsport-Total.com, 9. März 2015, abgerufen am 9. März 2015.
  36. Markus Lüttgens: Gericht spricht van der Garde Sauber-Cockpit zu. Motorsport-Total.com, 11. März 2015, abgerufen am 11. März 2015.
  37. Mathias Brunner: Sauber - Giedo van der Garde: Formfehler beim Urteil? speedweek.com, 12. März 2015, abgerufen am 13. März 2015.
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