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Sarah Sauermann (* 7. Juni 1988 in Wolfen) ist eine deutsche Politikerin und Abgeordnete im Landtag Sachsen-Anhalt. Sie errang 2016 ein Direktmandat für die Alternative für Deutschland (AfD), trat aber Ende Mai 2017 aus der AfD-Fraktion aus, ist seitdem fraktionslose Abgeordnete und seit März 2018 politisch inaktiv.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Nach dem Abitur 2007 absolvierte Sauermann ein Studium der Architektur, das sie 2013 mit dem akademischen Grad Master abschloss. Sie war danach kurzzeitig Referentin im Landesverwaltungsamt Magdeburg und Sachbearbeiterin Hochbauplanung im Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt (BLSA) in Halle (Saale). Ab 2014 war sie freiberuflich tätig.[1]

Sauermann wohnt in Dessau.[1] Sie ist ledig. Der AfD-Landtagsabgeordnete Daniel Roi war ihr Lebensgefährte.[2][3]

PolitikBearbeiten

Sauermann trat 2013 in die Alternative für Deutschland ein. Sie ist Mitglied im AfD-Kreisverband Anhalt-Bitterfeld.[1] Sie war von 2014 bis 2016 Mitglied im Stadtrat Raguhn-Jeßnitz und im Ortschaftsrat Raguhn.[4] Von 2014 bis März 2018 war sie Mitglied im Kreistag Anhalt-Bitterfeld.[1][5]

Sauermann gewann bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2016 mit 30,8 Prozent der Erststimmen den Wahlkreis Bernburg (Wahlkreis 21) und zog als Direktkandidatin in den Landtag Sachsen-Anhalt ein.[6] Sie ist Mitglied im Petitionsausschuss.[1]

Sie war von März bis November 2016 Mitglied im Vorstand der Landtagsfraktion.[7][8] Ende Mai 2017 gab Sauermann ihren Austritt aus der Fraktion bekannt. Als Begründung gab sie an, ein Verbleib in der Fraktion sei nicht länger mit ihrem Gewissen vereinbar und eine konstruktive Arbeit im Sinn der Sache sei unmöglich.[9] Sie galt als Kritikerin des damaligen Fraktionsvorsitzenden André Poggenburg.[10]

Am 25. Mai 2016 hielt Sauermann ihre bisher letzte Rede im Landtagsplenum, eine parlamentarische Anfrage stellte sie zuletzt im Juni 2017. Im Jahr 2018 nahm sie an keiner namentlichen Abstimmung im Landtag teil. Ihr Wahlkreisbüro ist aufgelöst.[11]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e Landtag Sachsen-Anhalt: Sarah Sauermann. In: landtag.sachsen-anhalt.de. Abgerufen am 29. Mai 2017.
  2. Hagen Eichler: Poggenburgs Polit-Einsteiger. In: volksstimme.de. 19. März 2016, abgerufen am 30. Mai 2017.
  3. Sarah Sauermann verlässt AfD-Landtagsfraktion. In: mdr.de. 29. Mai 2017, abgerufen am 29. Mai 2017.
  4. AfD-Politikerin Sauermann kehrt Raguhn-Jeßnitz den Rücken. In: naumburger-tageblatt.de. 20. April 2016, abgerufen am 30. Mai 2017.
  5. MDR Sachsen-Anhalt: Sauermann seit Monaten nicht im Landtag, 24. November 2018.
  6. Landtagswahlen 2016 Sachsen-Anhalt. In: wahl.tagesschau.de. Abgerufen am 30. Mai 2017.
  7. Jan Schumann: Poggenburg führt Fraktion im Landtag an. In: mz-web.de. 20. März 2016, abgerufen am 30. Mai 2017.
  8. Hagen Eichler: AfD-Chef Poggenburg gewinnt internen Machtkampf. In: Mitteldeutsche Zeitung. 30. November 2016, abgerufen am 29. Mai 2017.
  9. Hagen Eichler: Sauermann tritt aus Deutschlands größte AfD-Fraktion schrumpft. In: Mitteldeutsche Zeitung. 29. Mai 2017, abgerufen am 29. Mai 2017.
  10. Michael Bock: Erste Landtagsabgeordnete verlässt AfD. In: volksstimme.de. 29. Mai 2017, abgerufen am 29. Mai 2017.
  11. Hagen Eichler: Ex-AfD-Abgeordnete Sauermann schwänzt Landtagsarbeit, Mitteldeutsche Zeitung, 24. November 2018