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Sarah Huckabee Sanders

US-amerikanische Politikberaterin und Pressesprecherin des Weißen Hauses
Sarah Huckabee Sanders

Sarah Elizabeth Huckabee Sanders (geb. Huckabee; * 13. August 1982 in Hope, Arkansas) ist eine US-amerikanische Politikberaterin. Seit Juli 2017 ist sie Pressesprecherin des Weißen Hauses, nachdem sie zuvor Stellvertreterin war.[1]

LebenBearbeiten

Geboren wurde Sarah als Tochter des republikanischen Politikers und späteren Gouverneurs von Arkansas, Mike Huckabee. Früh schon war sie in der Politik aktiv und unterstützte ihren Vater erstmals 1992 in seiner erfolglosen Gouverneurskampagne mit Häuserwahlkampf und Versenden von Wahlwerbung. Sie studierte an der Ouachita Baptist University[2] in Arkadelphia. Ab 2002 arbeitete sie als regionale Koordinatorin für das US-Bildungsministerium unter George W. Bush und wirkte bei einer Reihe von Senats- und Präsidentschaftskampagnen mit. 2007 zog sie nach Iowa, um dort die Bewerbung ihres Vaters um die republikanische Präsidentschaftskandidatur vorzubereiten und zu leiten.

Sarah Sanders ist mit dem konservativen Politikberater Bryan Sanders verheiratet. Die Familie hat drei Kinder. 2016 unterstützte sie zunächst ihren Vater Mike Huckabee im Präsidentschaftswahlkampf und nach seinem Rückzug den späteren US-Präsidenten Donald Trump. Als sie stellvertretende Pressesprecherin des Weißen Hauses wurde, zog sie mit ihrer Familie nach Washington, D.C. Als Stellvertreterin von Sean Spicer wurde sie nach dessen Rücktritt im Juli 2017 Pressesprecherin des Präsidenten.

Die Washington Post berichtete 2017, dass sich Sanders jeden Morgen mit ihrem Vater berate, der auch als politischer Kommentator bekannt ist.[3]

Im November 2018 entzog das Weiße Haus dem CNN-Journalisten Jim Acosta die Akkreditierung für Pressekonferenzen, nachdem dieser bei einer Pressekonferenz eine Diskussion mit Präsident Trump startete, eine Praktikantin behindert und ihren Arm berührt hatte. Sanders veröffentlichte ein Video ohne Ton, das einen Ausschnitt des Geschehens zeigt. Das Video sorgte für internationale Reaktionen und wurde von zahlreichen Medien unterschiedlich bewertet. Mehrere Medien warfen Sanders vor ein gefälschtes Video verwendet zu haben. Andere Medien meinten, dass lediglich die Konvertierung und Kompression eines Videos in ein GIF eine Reduzierung der Frame Rate bewirkt habe.[4][5][6] Am 16. November 2018 urteilte ein Gericht, dass der Entzug der Akkreditierung nicht rechtmäßig war.[7]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sarah Huckabee Sanders – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. The spokeswomen: A low-key milestone as Sanders becomes White House press secretary In: cnn.com. 27. Juli 2017, abgerufen am 8. September 2017.
  2. Homepage - Ouachita Baptist University. Abgerufen am 17. Januar 2018 (amerikanisches Englisch).
  3. Catherine Lucey, Ken Thomas: Trump looking to Sarah Huckabee Sanders in tough moments in washingtontimes.com, 12. März 2017, abgerufen am 22. Juli 2017 (englisch).
  4. People Are Arguing About Whether This Trump Press Conference Video Is Doctored buzzfeednews.com, abgerufen am 18. November 2018
  5. Ein Eklat im Weißen Haus und Manipulationsvorwürfe. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 8. November 2018, abgerufen am 16. November 2018.
  6. Streit um CNN-Journalisten Acosta: Weißes Haus soll Video manipuliert haben. In: Handelsblatt. 9. November 2018, abgerufen am 16. November 2018 (eingeschränkter Zugriff).
  7. Weißes Haus muss CNN-Reporter wieder zulassen. In: Spiegel Online. 16. November 2018.