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Sara Slott Petersen

Dänische Hürdenläuferin
Sara Petersen Leichtathletik

Sara Petersen 2015 in Peking
Sara Petersen 2015 in Peking

Voller Name Sara Slott Petersen
Nation DanemarkDänemark Dänemark
Geburtstag 9. April 1987 (32 Jahre)
Geburtsort Nykøbing Falster, Dänemark
Größe 171 cm
Gewicht 58 kg
Karriere
Disziplin 400 m Hürden
Bestleistung 53,55 s Sport records icon NR.svg
Trainer Mikkel Larsen
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaften 0 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Europameisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Spiele
0Silber0 Rio de Janeiro 2016 400 m Hürden
Logo der EAA Europameisterschaften
0Gold0 Amsterdam 2016 400 m Hürden
Logo der FISU Universiade
0Bronze0 Belgrad 2009 400 m Hürden
letzte Änderung: 22. Dezember 2016

Sara Slott Petersen (* 9. April 1987 in Nykøbing Falster, Dänemark) ist eine dänische Leichtathletin, die sich auf den 400-Meter-Hürdenlauf spezialisiert hat. Sie wurde 2016 als erste Dänin überhaupt Europameisterin und erreichte bei den Olympischen Spielen im selben Jahr die Silbermedaille, hinter Dalilah Muhammad.

KarriereBearbeiten

Sie begann im Alter von 13 Jahren mit der Leichtathletik und vertrat ihr Land bereits drei Jahre später bei den Jugendweltmeisterschaften 2003 in Sherbrooke, Kanada. Dort erzielte sie den 4. Platz. Im Jahr darauf trat sie bereits bei den Juniorenweltmeisterschaften 2004 in Grosseto an, bei denen sie aber schon in der Vorrunde ausschied. 2005 erreichte sie erneut den 4. Platz bei den Junioreneuropameisterschaften in Kaunas. Im darauffolgenden Jahr trat sie wieder bei den Juniorenweltmeisterschaften an und verpasste dort als Zehnte des Semifinals nur knapp den Einzug in das Finale, erzielte jedoch mit 57,65 s einen neuen dänischen Juniorenrekord.[1]

2009 bestritt sie erstmals Wettkämpfe in der Seniorenklasse. Zu Beginn der Saison gelang ihr der Halbfinaleinzug bei den Halleneuropameisterschaften in Turin. Im Frühjahr erkämpfte sie sich ein erstes Mal eine Medaille bei der Universiade in Belgrad, wo sie den 3. Platz erreichte. Bei den U23-Europameisterschaften gelang ihr erneut ein Finaleinzug, in dem sie am Ende Rang sechs belegte. Aufgrund der gelungenen Saison, konnte Petersen sich auch für die Weltmeisterschaften in Berlin qualifizieren, bei denen sie im Halbfinale ausschied.

Die darauffolgenden Jahre verliefen turbulent und sie konnte keine größeren Erfolge mehr verbuchen, ausgenommen dem 4. Platz bei der Universiade 2011 in Shenzhen. 2013 bekam sie ihr erstes Kind und bestritt die gesamte Saison hinweg keine Wettkämpfe. Nachdem sie bei den Europameisterschaften 2014 disqualifiziert wurde, gelang ihr der internationale Durchbruch im darauffolgenden Jahr. Während sie in der Hallensaison 2015 noch keine nennenswerte Erfolge verbuchen konnte, gelang ihr bei den Weltmeisterschaften in Peking eine kleine Sensation, nachdem sie im Finale den 4. Gesamtrang erzielt hatte, nur 18 Hundertstelsekunden entfernt von einer weiteren Medaille.[2]

Im Juni 2016 krönte sich Sara Petersen zur Europameisterin, angemerkt der Abwesenheit von Weltmeisterin Zuzana Hejnová und Titelverteidigerin Eilidh Child. Jedoch verbesserte sie sich die gesamte Saison hinweg und erzielte bei den Olympischen Spielen mit einer Sensationszeit von 53,55 s die Silbermedaille, hinter der US-Amerikanerin Dalilah Muhammad.[3] Mit dieser Zeit, liegt sie in der ewigen Bestenliste auf Rang 35 (Stand: Dezember 2016).[4]

Bei den Halleneuropameisterschaften 2017 in Belgrad gelangte Petersen bis ins Halbfinale über 400 Meter.[5] In der Freiluftsaison qualifizierte sie sich zwar für die Weltmeisterschaften in London, konnte die gesamte Saison hinweg aber nicht an ihre beiden sehr erfolgreichen Vorsaisonen anknüpfen. In London schied sie mit 55,45 s im Halbfinale aus.

Bis 2007 studierte Petersen Mathematik in Aarhus und arbeitete nebenbei an einer Volksschule. 2008 begann sie ein Studium über Ernährung und Gesundheit. Bisher wurde sie 20-mal dänische Meisterin im Freien sowie 13-mal in der Halle in verschiedensten Sprintdisziplinen und im Hürdenlauf.

2008 erhielt sie den Goldenen Puma, als beste Leichtathletin Dänemarks und 2016 wurde sie vom dänischen Kulturministerium für ihre sportlichen Leistungen in diesem Jahr ausgezeichnet. Der Preis dotiert bei 100.000 DKK.

PlatzierungenBearbeiten

Olympische SpieleBearbeiten

  • 2012: Semifinale 19. mit 56,21 s
  • 2016: Finale 2. mit 53,55 s

WeltmeisterschaftenBearbeiten

  • 2009: Semifinale 20. mit 56,99 s
  • 2011: Qualifikation 18. mit 56,49 s
  • 2015: Finale 4. mit 54,20 s
  • 2017: Semifinale 9. mit 55,45 s

EuropameisterschaftenBearbeiten

  • 2010: Vorrunde 22. mit 57,28 s
  • 2012: Semifinale 9. mit 56,07 s
  • 2014: Vorrunde disqualifiziert
  • 2016: Finale 1. mit 55,12 s

BestleistungenBearbeiten

  • 200 Meter: 23,59 s (+1,2 m/s), 28. August 2016 in Aarhus
    • 200 Meter (Halle): 23,87 s, 27. Februar 2016 in Skive
  • 400 Meter: 53,58 s, 25. Mai 2017 in Odense
    • 400 Meter (Halle): 52,59 s, 13. Februar 2016 in Växjö
  • 400 m Hürden: 53,55 s, 18. August 2016 in Rio de Janeiro (Dänischer Rekord)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sara Petersen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Halbfinalresultat der U20-Weltmeisterschaften in Peking 2006
  2. Finalergebnis des 400-Meter-Hürdenlaufs der Weltmeisterschaften in Peking 2015
  3. Finalresultate des 400-Meter-Hürdenlaufs in Rio de Janeiro 2016
  4. Ewige Bestenliste der IAAF
  5. Halbfinalergebnisse der Halleneuropameisterschaften in Belgrad 2017 (Memento des Originals vom 3. April 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.european-athletics.org