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Sara Björk Gunnarsdóttir (* 29. September 1990) ist eine isländische Fußballspielerin, die seit 2007 für die isländische Fußballnationalmannschaft der Frauen spielt und mit dieser an den Europameisterschaften 2009 und 2013 teilnahm.

Sara Björk Gunnarsdóttir
Rsz sara bjork gunnarsdottir.jpg
Sara Björk Gunnarsdóttir 2013
Personalia
Geburtstag 29. September 1990
Geburtsort Island
Größe 170 cm
Position Mittelfeld
Frauen
Jahre Station Spiele (Tore)1
2004, 2007–2008 Haukar Hafnarfjörður 22 (18)
2008–2010 Breiðablik Kópavogur 41 (17)
2011–2016 FC Rosengård 108 (33)
2016– VfL Wolfsburg 51 0(6)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2004 Island U-17 4 0(0)
2007–2008 Island U-19 13 0(4)
2007– Island 123 (20)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 1. Mai 2019

2 Stand: 1. Mai 2019

KarriereBearbeiten

VereineBearbeiten

Sara Björk begann mit sechs Jahren bei Haukar Hafnarfjörður mit dem Fußballspielen und spielte dort bis zum 18. Lebensjahr, konnte aufgrund einer im Jahr 2005 erlittenen Knieverletzung aber zwei Jahre lang nicht spielen.[1] Dann wechselte sie zum isländischen Rekordmeister Breiðablik Kópavogur, der in der Zeit, während der sie dort spielte, aber nicht an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen konnte. 2011 wechselte sie in die schwedische Damallsvenskan zu LdB FC Malmö, nun (FC Rosengård), wo sie von 2012 bis 2015 zusammen mit Anja Mittag und ab 2014 zusammen mit Marta spielte. Sie erzielte gleich in ihrer ersten Saison 11 Tore und wurde Meister der Saison 2011. In den folgenden Spielzeiten schoss sie zwar weniger Tore, gewann 2013, 2014 und 2015 aber nochmals die Meisterschaft, wobei sie die Saison mit ihrem 100. Ligaspiel abschloss. Zudem gewann sie den Supercup 2012 und 2015, wobei Mittag bzw. Marta die entscheidenden Tore schossen.[2][3]

Mit Breiðablik nahm sie in der Saison 2010/11 als Vize-Meister an der UEFA Women’s Champions League teil und überstand als bester Gruppenzweiter die Qualifikation. Im Sechzehntelfinale verloren sie dann beide Spiele gegen den französischen Vize-Meister Juvisy FCF.

Besser lief es in der folgenden Saison mit Malmö, als sie das Viertelfinale erreichte und mit fünf Toren zusammen mit mehreren anderen Spielerinnen zehntbeste Torschützin war. 2012/13 scheiterten sie erneut im Viertelfinale, diesmal an Titelverteidiger Olympique Lyon. 2013/14 endete die Reise dagegen bereits im Achtelfinale gegen den späteren Sieger VfL Wolfsburg. Wolfsburg war auch im Jahr danach Endstation, diesmal im Viertelfinale, aber nur aufgrund der Auswärtstoreregel. Nach einem 1:1 beim Hinspiel in Wolfsburg endete das Rückspiel 3:3, bei dem sie in einem Spiel mit wechselnden Führungen in der dritten Minute der Nachspielzeit das Tor zum Endstand erzielt hatte.[4] Auch 2015/16 war es eine deutsche Mannschaft, diesmal der 1. FFC Frankfurt, die ihnen im Viertelfinale den Weg verstellte, wobei ein verlorenes Elfmeterschießen für das vorzeitige Aus verantwortlich war. Dabei hatte sie zwar nach der 0:1-Heimspielniederlage im Rückspiel das einzige Tor für Rosengård erzielt, aber im Elfmeterschießen als einzige Spielerin verschossen.[5] Insgesamt bestritt sie bisher 32 Champions-League-Spiele, in denen sie 13 Tore schoss. Am 2. Mai 2016 verkündete Sara Björk ihren Wechsel in die deutsche Allianz Frauen-Bundesliga zum VfL Wolfsburg[6], wo sie einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2018 unterschrieb.[7] In ihrer Zeit beim LdB FC lief sie 61 mal auf und 58 mal für den Nachfolgeverein FC Rosengård.[8] Sie verlängerte ihren Vertrag beim VfL Wolfsburg bis 2020.[9]

NationalmannschaftBearbeiten

 
Sara Björk Gunnarsdóttir im Nationaldress am 6. April 2013

Nachdem Sara bereits Länderspiele für die U-17- und U-19-Nationalmannschaft Islands absolviert hatte, kam sie nach Ausheilung ihrer Knieverletzung am 26. August 2007 mit 16 Jahren bei der 1:2-Niederlage in Dravograd im ersten Spiel der Isländerinnen gegen Slowenien zu ihrem Debüt in der A-Nationalmannschaft als sie drei Minuten vor dem Spielende eingewechselt wurde.[10] Sie wurde sofort Stammspielerin und stand bereits beim nächsten Spiel, dem ersten Gruppenspiel beim Algarve-Cup 2008 in der Startelf. Ihr erstes Länderspieltor erzielte sie zwei Tage später beim 4:1 gegen Irland. Als Gruppensieger der Gruppe C mit den schwächeren Mannschaften durften sie dann gegen Finnland um Platz 7 spielen und gewannen mit 3:0. Ein Jahr später musste sie beim Algarve-Cup 2009 im dritten Gruppenspiel und dem Spiel um Platz 5 erstmals aussetzen, dabei hatte sie im ersten Gruppenspiel mit zwei Toren nahezu allein für den ersten Sieg gegen die Norwegerinnen gesorgt, die dann noch ein Eigentor zu ihrer 1:3-Niederlage beisteuerten. Danach fehlte sie bis heute (Stand: 12. April 2016) nur noch viermal, jeweils nur für ein Spiel.

2009 nahm sie mit den Isländerinnen erstmals an einer EM-Endrunde teil und kam in den drei Gruppenspielen zum Einsatz. Die Isländerinnen verloren die drei Spiele, aber gegen Vize-Europameister Norwegen und Titelverteidiger Deutschland nur jeweils knapp mit 0:1 und waren damit die Mannschaft, die gegen den späteren Europameister Deutschland die wenigsten Tore kassierte. In der Qualifikation für die WM 2011 verloren sie nur die beiden Spiele gegen die erstarkten Französinnen, die bei der WM dann Vierte wurden. Dabei gelang ihnen am 17. September 2009 in ihrem ersten Spiel gegen Estland durch ein 12:0 der höchste Sieg ihrer Länderspielgeschichte, wozu Sara auch ein Tor beisteuerte.[11] Als Gruppenzweite verpassten sie aber die anschließenden Play-off-Spiele.

Nächster Höhepunkt in ihrer Karriere war das Erreichen des Algarve-Cup Finale 2011 gegen die USA, das aber nach 2:1-Führung mit 2:4 verloren wurde.

Für die EM-Endrunde 2013 qualifizierten sich die Isländerinnen als Gruppenzweite hinter Norwegen durch zwei 3:2-Siege in den Play-off-Spielen gegen die Ukraine. Bei der Endrunde wurden sie wie vier Jahre zuvor in eine Gruppe mit Titelverteidiger Deutschland und Norwegen gelost. Dritter Gegner war diesmal die Niederlande, gegen die der einzige Sieg gelang. Durch ein Remis gegen Norwegen waren sie trotz der Niederlage gegen die deutsche Mannschaft bester Gruppendritter und erreichten damit das Viertelfinale. Hier verloren sie aber gegen Gastgeber Schweden mit 0:4.

Als Mannschaftskapitänin Margrét Lára Viðarsdóttir aufgrund ihrer Schwangerschaft pausieren musste, wurde Sara 2014 vom neuen Nationaltrainer Freyr Alexandersson zur Interimskapitänin ernannt.[12]

In der Qualifikation für die WM 2015 scheiterten sie als schlechtester Gruppenzweiter und mussten der Schweiz den Vortritt zu ihrer ersten WM-Teilnahme lassen. Besser lief es dagegen in der Qualifikation für die EM 2017. Zwar lagen sie nach vier Spielen ohne Punktverlust und ohne Gegentor nur auf dem zweiten Platz, am Ende jedoch setzte sich Island mit sieben Siegen und einer Niederlage als Gruppenerster durch, wobei der direkte Vergleich (4-0 und 1-2) gegenüber den punktgleichen Schottinnen den Ausschlag gab.

Mit 20 Länderspieltoren liegt Sara in der Torschützinnenliste der Isländerinnen auf dem sechsten Platz.

ErfolgeBearbeiten

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. mbl.is: „Tek strætó í skólann“
  2. svenskfotboll.se: „Anja LdB:s cuphjältinna“
  3. Rosengård vs. Linköping 1 – 0
  4. Rosengård 3-3 Wolfsburg
  5. Frankfurt 0-1 Rosengård
  6. Wolfsburg holt Isländerin Gunnarsdottir
  7. Frauen des VfL Wolfsburg verpflichten Gunnarsdottir
  8. På lördag spelar Sara Björk Gunnarsdóttir sin sista match för FC Rosengård
  9. Wolfsburg verlängert mit Gunnarsdottir
  10. Slóvenía – Ísland 2-1
  11. Ísland – Eistland 12-0
  12. leiknir.com: „Freyr Alexandersson í viðtali“ (Memento des Originals vom 2. April 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.leiknir.com
  13. Knattspyrnusagan
  Anmerkung: Isländer werden mit dem Vornamen oder mit Vor- und Nachnamen, jedoch nicht allein mit dem Nachnamen bezeichnet. Weiterführende Informationen finden sich unter Isländischer Personenname.