Sant’Antonino TI

Gemeinde in der Schweiz
TI ist das Kürzel für den Kanton Tessin in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Sant’Antonino zu vermeiden.

Sant’Antonino, im lombardischen Ortsdialekt Sant’Antunin [ˌsantantuˈniŋ],[5] ist eine politische Gemeinde im Kreis Sant’Antonino, Bezirk Bellinzona, im Schweizer Kanton Tessin.

Sant’Antonino
Wappen von Sant’Antonino
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Kanton TessinKanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Bellinzonaw
Kreis: Kreis Sant’Antonino
BFS-Nr.: 5017i1f3f4
Postleitzahl: 6592
Koordinaten: 719008 / 112485Koordinaten: 46° 9′ 12″ N, 8° 58′ 45″ O; CH1903: 719008 / 112485
Höhe: 226 m ü. M.
Höhenbereich: 201–1105 m ü. M.[1]
Fläche: 6,55 km²[2]
Einwohner: 2510 (31. Dezember 2019)[3]
Einwohnerdichte: 383 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
25,4 % (31. Dezember 2019)[4]
Website: www.santonino.ch
Blick über S.Antonino

Blick über S.Antonino

Lage der Gemeinde
Lago di VogornoLago MaggioreLago d’OrbelloItalienItalienKanton GraubündenBezirk LeventinaBezirk LocarnoBezirk LuganoBezirk RivieraArbedo-CastioneBellinzonaLumino TICadenazzoIsoneKommunanz Cadenazzo/MonteceneriSant’Antonino TIKarte von Sant’Antonino
Über dieses Bild
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Aussprache von S.Antonino

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde liegt am Südrand der Magadinoebene, wird vom Fluss Tessin allerdings nicht berührt. Im Süden der Gemeinde erhebt sich das Cenerimassiv mit dem Matro (1201 m ü. M.) als höchstem Punkt, in dessen unmittelbarer Nähe die Gemeindegrenze von Sant’Antonino verläuft.

Der alte Dorfkern (226 m ü. M.) liegt am Fuss des Ceneri. Unmittelbar südlich oberhalb des Dorfs verlaufen heute die Nordrampen der A2 und des Streckenabschnitts Bellinzona–Lugano der Gotthardbahn, die in Richtung Süden den Monte Ceneri überwinden müssen.

Nördlich unterhalb des Dorfs breitet sich auf etwa 210 m ü. M. die Magadinoebene aus. Durch das Gemeindegebiet verläuft die Gotthardbahn-Stichstrecke Bellinzona–Locarno («Tessiner Talbahn»), die in Cadenazzo nach Luino verzweigt, und die Hauptstrasse 2. Letztere ist die wichtigste Strassenverbindung in der Magadinoebene und ist durch den Transitverkehr – ab dem Autobahnanschluss Camorino (Bellinzona Sud) der A2 nach Locarno und Italien – stark belastet. Aufgrund der logistischen Lage ist Sant’Antonino der Sitz der Migros Tessin.

Nachbargemeinden sind von Nordwesten aus im Uhrzeigersinn Bellinzona, Isone und Cadenazzo.

GeschichteBearbeiten

Das Dorf wurde 1219 als Sancto Antorino erstmal erwähnt. Bis 1442 war es nach Bellinzona kirchgenössig, anschliessend bis 1830 nach Cadenazzo.

Früher ein Bauerndorf, entwickelt es sich seit den 1960er-Jahren zur Vorortsgemeinde von Bellinzona und ist seit 2000 dank seiner günstigen geographischen und verkehrstechnischen Lage zunehmend ein Gewerbe- und Industriestandort.

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1591 1696 1795 1850 1900 1950 1970 1980 1990 2000[6] 2010 2017
Einwohner 400 453 373 329 380 440 711 1130 1711 2066 2274 2513

IndustrieBearbeiten

SportBearbeiten

  • Unione Sportiva Sant’Antonino[8]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Pfarrkirche Sant’Antonino: Romanischer Glockenturm aus dem 12. Jahrhundert und einschiffige Barockkirche aus dem 16./17. Jahrhundert. Das ehemalige Beinhaus ist heute eine Lourdesgrotte.[9]
  • Casa Grino: Einfamilienhaus beim Bahnhof in Form eines Kreissektors, 1984–1985 nach Plänen von Franco und Paolo Moro erbaut.[9]
  • Spirale verde: In der Industriezone vom Landschaftsarchitekten Paolo L. Bürgi für die Knoll-Bio Research realisierter, aus hundert Pappeln bestehender spiralförmiger Garten.[9]

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Christian Vitta (* 25. Dezember 1972 in Locarno), ehemaliger Gemeindepräsident der Gemeinde Sant’Antonino, Staatsrat des Kantons Tessin.[10]

LiteraturBearbeiten

BilderBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Sant'Antonino – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. BFS Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Höhen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  2. Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  3. Regionalporträts 2021: Kennzahlen aller Gemeinden. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2019 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  4. Regionalporträts 2021: Kennzahlen aller Gemeinden. Bei späteren Gemeindefusionen Ausländerprozentsatz aufgrund Stand 2019 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  5. Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 795.
  6. Graziano Tarilli: Sant’Antonino. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 24. Januar 2011.
  7. Interroll (Schweiz) AG auf portal.dnb.de (abgerufen am: 9. Mai 2016.)
  8. Unione Sportiva Sant’Antonino in portal.dnb.de (abgerufen am: 9. Mai 2016.)
  9. a b c Kunstführer durch die Schweiz. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Band 2. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2005, S. 489 f.
  10. Christian Vitta in ti.ch/dfe/ (abgerufen am: 9. Mai 2016.)