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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Sandersdorf-Brehna
Sandersdorf-Brehna
Deutschlandkarte, Position der Stadt Sandersdorf-Brehna hervorgehoben
Koordinaten: 51° 37′ N, 12° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Anhalt-Bitterfeld
Höhe: 90 m ü. NHN
Fläche: 81,84 km2
Einwohner: 14.468 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 177 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 06792 (Sandersdorf),
06794 (Glebitzsch),
06796 (Brehna),
06809 (Petersroda, Roitzsch)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 03493, 034954, 034956
Kfz-Kennzeichen: ABI, AZE, BTF, KÖT, ZE
Gemeindeschlüssel: 15 0 82 340
Stadtgliederung: 13 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Bahnhofstraße 2
06792 Sandersdorf-Brehna
Website: www.sandersdorf-brehna.de
Bürgermeister: Andy Grabner
Lage der Stadt Sandersdorf-Brehna im Landkreis Anhalt-Bitterfeld
AkenBitterfeld-WolfenSüdliches AnhaltSüdliches AnhaltKöthenMuldestausee (Gemeinde)Osternienburger LandSüdliches AnhaltRaguhn-JeßnitzSandersdorf-BrehnaSüdliches AnhaltSüdliches AnhaltZerbst/AnhaltZörbigSachsen-AnhaltKarte
Über dieses Bild

Sandersdorf-Brehna ist eine Stadt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Sandersdorf-Brehna liegt ca. 5 km westlich von Bitterfeld-Wolfen. Im Gemeindegebiet befinden sich einige Tagebaurestlöcher.

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Beyersdorf, Brehna, Carlsfeld, Glebitzsch, Heideloh, Köckern, Petersroda, Ramsin, Renneritz, Roitzsch, Sandersdorf, Torna und Zscherndorf.

GeschichteBearbeiten

Die selbständigen Gemeinden Glebitzsch, Petersroda, Roitzsch und die Stadt Brehna ließen sich – in der Ausnutzung der freiwilligen Phase der Gemeindegebietsreform in Sachsen-Anhalt – zum 1. Juli 2009 in die Einheitsgemeinde Sandersdorf eingliedern.[2]

Es wurde zeitgleich vereinbart die aufnehmende Gemeinde Sandersdorf in „Sandersdorf-Brehna“ umzubenennen und dieser die Stadtrechte des eingemeindeten Brehnas zu übertragen.[3]

Bildung der Einheitsgemeinde SandersdorfBearbeiten

Die Orte Heideloh, Ramsin, Renneritz, Sandersdorf und Zscherndorf fanden sich 1992 zur Verwaltungsgemeinschaft Sandersdorf zusammen. Am 1. Juli 2004 wurde die Verwaltungsgemeinschaft Sandersdorf aufgelöst und es entstand daraus die Einheitsgemeinde Sandersdorf.[4]

Eingemeindungen in die anderen OrtschaftenBearbeiten

  • 1928 wurde Juliushof nach Beyersdorf eingemeindet. Im Jahr 1950 bildeten die drei Gemeinden Beyersdorf, Glebitzsch und Köckern die Gemeinde Glebitzsch.
  • Ebenfalls 1950 wurde die Gemeinde Torna nach Brehna eingemeindet.[5]

Übersicht der EingemeindungenBearbeiten

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Beyersdorf 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Glebitzsch
Brehna 1. Juli 2009 Eingemeindung nach Sandersdorf
Glebitzsch 1. Juli 2009 Eingemeindung nach Sandersdorf
Heideloh 1. Juli 2004 Eingemeindung nach Sandersdorf
Juliushof 1928 Eingemeindung nach Beyersdorf, (Devastierung) 1983
Köckern 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Glebitzsch
Petersroda 1. Juli 2009 Eingemeindung nach Sandersdorf
Ramsin 1. Juli 2004 Eingemeindung nach Sandersdorf
Renneritz 1. Juli 2004 Eingemeindung nach Sandersdorf
Roitzsch 1. Juli 2009 Eingemeindung nach Sandersdorf
Torna 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Brehna
Zscherndorf 1. Juli 2004 Eingemeindung nach Sandersdorf

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 1880 1910 1964 1985 2005 2009 2013 2015
Einwohner 1.000 2.948 5.440 8.400 9.905 9.748 14.635 14.951

PolitikBearbeiten

Stadtrat und BürgermeisterBearbeiten

Der Gemeinderat von Sandersdorf-Brehna besteht aus 28 Mitgliedern in fünf Fraktionen und einem fraktionslosen Mitglied, die aus der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 hervorgegangen sind:

 
Rathaus der Gemeinde im Ortsteil Sandersdorf
Fraktion Sitze
CDU 14
Die Linke 4
SPD 2
Freie Wähler 3
Unabhängiges Bündnis 4
fraktionslos 1
Gesamt 28

Zusätzliches Mitglied ist der Bürgermeister der Gemeinde.

Andy Grabner wurde im April 2015 mit 91,4 % der Stimmen für eine zweite Amtszeit bestätigt.[6]

WappenBearbeiten

Das Wappen wurde am 7. August 1939 durch den Oberpräsidenten der Provinz Sachsen verliehen.

  Blasonierung: „In Schwarz eine gestürzte silberne Spitze, belegt mit den gekreuzten roten Berghämmern über einem roten Seeblatt.“

Gestalter des Wappens war der Magdeburger Staatsarchivrat Otto Korn.

PartnerschaftenBearbeiten

Mit folgenden Gemeinden unterhält Sandersdorf-Brehna Partnerschaften:[7]

GedenkstättenBearbeiten

  • Massengrab auf dem Ortsfriedhof für 181 Kriegsgefangene sowie Frauen und Männer, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und in den umliegenden Rüstungsfabriken zur Zwangsarbeit gezwungen wurden, die zu ihrem Tod führte

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Siehe: Liste der Kulturdenkmale in Sandersdorf-Brehna

 
Katholische Kirche St. Marien in Sandersdorf
 
Evangelische Kirche in Sandersdorf
  • Evangelische Kirche Sandersdorf
  • Katholische Kirche Sandersdorf
  • Strandbad Sandersdorf an einem Tagebaurestloch
  • Flugplatz und Kirche in Renneritz
  • Lindenstein Sandersdorf
  • Sport- und Freizeitzentrum Sandersdorf
  • Paul-Othma-Haus

SportBearbeiten

Es gibt in Sandersdorf-Brehna mehrere Sportvereine. Der größte ist die SG Union Sandersdorf. Seit 2011 ist die Stadt mit dem Basketballteam der BSW Sixers in der 2. Liga Pro B vertreten.

BildungBearbeiten

In Sandersdorf-Brehna gibt es sechs Kindertagesstätten. Des Weiteren gibt es eine Grundschule im Ortsteil Stadt Brehna, im Ortsteil Sandersdorf und eine im Ortsteil Zscherndorf, zu denen jeweils auch ein Kinderhort gehört. Des Weiteren befindet sich im Ortsteil Roitzsch eine Sekundarschule, die im Jahre 2014 erst erweitert wurde. Außerdem gibt es drei Bibliotheken in Sandersdorf-Brehna.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Die B 183 und die wiedereröffnete Bahnstrecke Bitterfeld–Zörbig, die jedoch nur für den Güterverkehr genutzt wird, führen durch das Gemeindegebiet. Die ebenfalls durch das Gemeindegebiet führende Bundesautobahn 9 ist über die Anschlussstelle Bitterfeld-Wolfen (ca. 5 km) sowie über die Anschlussstelle Halle (Saale) zu erreichen. Die DB Station&Service betreibt Haltepunkte in Roitzsch und Brehna, von denen aus man in Richtung Halle (Saale) und Bitterfeld fahren kann. Es verkehren Züge der Linie RB 80 der Relation Halle (Saale)–Lutherstadt Wittenberg. Der Flugplatz Renneritz besitzt eine 1000 Meter lange Grasbahn und wird hauptsächlich für den Segelflug benutzt. Außerdem ist der Flughafen Leipzig/Halle nur 35 km entfernt. Im Mai 2018 gab der Papierproduzent Progroup bekannt, in Sandersdorf-Brehna für 375 Mio. € eine Fabrik für Wellpappenrohpapier zu errichten.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

Weitere PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sandersdorf-Brehna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2017 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  2. StBA: Gebietsänderungen vom 02. Januar bis 31. Dezember 2009
  3. Gebietsänderungsvertrag zwischen Sandersdorf und Brehna
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  6. http://www.mz-web.de/bitterfeld/buergermeisterwahl-in-sandersdorf-brehna-der-einzige-kandidat-ist-der-sieger-1233398
  7. Website der Gemeinde, abgerufen am 8. Januar 2018