San Biagio Saracinisco

italienische Gemeinde

San Biagio Saracinisco ist eine Gemeinde in der Provinz Frosinone in der italienischen Region Latium mit 319 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2018). Sie liegt 149 km östlich von Rom und 67 km östlich von Frosinone.

San Biagio Saracinisco
Wappen
San Biagio Saracinisco (Italien)
San Biagio Saracinisco
Staat Italien
Region Latium
Provinz Frosinone (FR)
Koordinaten 41° 37′ N, 13° 56′ OKoordinaten: 41° 36′ 48″ N, 13° 55′ 38″ O
Höhe 836 m s.l.m.
Fläche 31 km²
Einwohner 319 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte 10 Einw./km²
Postleitzahl 03040
Vorwahl 0776
ISTAT-Nummer 060061
Volksbezeichnung Sanbiagesi
Schutzpatron San Biagio
San Biagio Saracinisco

GeographieBearbeiten

San Biagio Saracinisco liegt auf einer langgezogenen Terrasse am Abhang der Monti della Meta oberhalb des Tals des Rapido. Ein großer Teil des Gemeindegebiets gehört zum Nationalpark Abruzzen, Latium und Molise. Der höchste Punkt der Gemeinde ist der Monte Cavallo (2039 m). San Biagio ist Mitglied der Comunità Montana Valle di Comino.

Die Nachbarorte sind Castel San Vincenzo (IS), Picinisco, Pizzone (IS), Rocchetta a Volturno (IS), Sant’Elia Fiumerapido und Vallerotonda.

VerkehrBearbeiten

San Biagio Saracinisco wird mit der Strada Statale 627 della Vandra, die von Sora nach Isernia führt, an das Fernstraßennetz angeschlossen.

GeschichteBearbeiten

San Biagio war bereits von Samniten bevölkert, bevor es ins Römische Reich eingegliedert wurde. Daran erinnert noch eine samnitische Nekropole in der Nähe des Dorfes.

Nach der Schlacht am Garigliano flohen einige Sarazenen in die Berge bei San Biagio um sich hier zu verschanzen. Daran erinnert noch heute der Beiname Saracinisco.

Im Mittelalter hatte das Dorf wenig Bedeutung und gehörte wechselnden Herren. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Bevölkerung von San Biagio am 15. Januar von der deutschen Besatzung in ein Lager bei Rom gebracht. Beim Vormarsch der Alliierten wurde das Dorf in der Folge komplett zerstört. So konzentriert sich heute das touristische Interesse auf die spektakuläre Natur. Es entstanden zahlreiche Ferienhäuser für Bewohner der umliegenden Großstädte.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1861 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001
Einwohner 1.149 1.255 1.567 1.196 1.127 1.063 573 438 365

Quelle: ISTAT

PolitikBearbeiten

Dario Giustino Iaconelli (Bürgerliste) wurde im Mai 2007 zum Bürgermeister gewählt. Am 12. Juli 2017 trat er sein jüngstes Mandat an.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2018.