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Samoro
Der Suco Samoro liegt im Südosten des Verwaltungsamts Soibada.
Daten
Fläche 15,34 km²[1]
Einwohnerzahl 329 (2015)[1]
Chefe de Suco Luís Batista de Jesus
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Uma Querec Leten 171
Uma Querec Lor 158
Samoro (Osttimor)
Samoro
Samoro
Koordinaten: 8° 53′ S, 125° 56′ O

Samoro ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Soibada (Gemeinde Manatuto). „Samoro“ bedeutet auf Tetum „Grüne Schlange“.[2]

GeographieBearbeiten

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Samoro eine Fläche von 14,35 km².[3] Nun sind es 15,34 km².[1] Der Suco liegt im Südosten des Verwaltungsamts Soibada. Nordwestlich befindet sich der Suco Fatumaquerec, nordöstlich der Suco Manlala und östlich der Suco Leo-Hat. Im Südosten grenzt Samoro an das Verwaltungsamt Barique mit seinem Suco Manehat und im Südwesten an das zur Gemeinde Manufahi gehörende Verwaltungsamt Fatuberlio mit seinem Suco Clacuc. Der Fluss Quic durchquert den Suco, bevor er mit dem von Norden kommenden Bun den östlichen Grenzfluss Sáhen bildet. Durch den Norden von Samoro führt die Überlandstraße von Uma Boco zum Ort Soibada. Sieht man von der Nordspitze Samoros ab, die in den Ort Soibada hineinreicht und in der sich der Verwaltungssitz des Verwaltungsamts sich befindet,[2] gibt es keine größeren Siedlungen im Suco.[4][5] Dafür gibt es eine staatliche Grundschule.[6]

Im Suco befinden sich die zwei Aldeias Uma Querec Leten und Uma Querec Lor.[7]

EinwohnerBearbeiten

Im Suco leben 329 Einwohner (2015), davon sind 179 Männer und 150 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 21,5 Einwohner/km². Im Suco gibt es 54 Haushalte.[1] Über 68 % der Einwohner geben Tetum Terik als ihre Muttersprache an. Fast 13 % sprechen Idaté, fast 10 % Tetum Prasa, über 3 % Mambai, Minderheiten Midiki, Makasae, Galoli, Habun, Baikeno, Adabe oder Lakalei.[8] Das ehemalige Reich von Samoro gilt als das Zentrum der östlichen Tetum (Tetum Los).[9]

GeschichteBearbeiten

 
Dom André Doutel, Herrscher von Samoro (1899)

Anfang des 18. Jahrhunderts missionierte der Dominikaner Manuel de Santo António in Samoro und bekehrte den hiesigen Liurai zum Christentum.[10] Als der Herrscher von Wehale mit dem Vertrag von Paravicini 1756 ein Bündnis mit den Niederländern schloss, sollten auch die ihm untergeordneten Reiche in Belu sich den Niederländern anschließen. Viele weigerten sich aber und blieben beim Bündnis mit Portugal. Zu ihnen gehörte auch Samoro.

Auch in portugiesischen Listen von 1769 und 1868 wird das Reich von Samoro aufgeführt.[11][12] Die Fläche des Reiches Samoro war deutlich größer, als die des heutigen Sucos. So gehörte auch der Ort Soibada und das Reich von Laclubar[13] dazu.

Gouverneur José Pinto Alcoforado de Azevedo e Sousa (1815–1820) ließ unter anderem auch im Reich von Samoro nach Erdöl suchen.[14]

Der Naturforscher Henry Ogg Forbes besuchte Samoro 1883. Zusammen mit dem Sohn des Liurais durfte er auf den über 2000 m hohen Sobale. Zum Unmut Forbes durfte er dort keine Pflanzenproben sammeln, da der Berg als heilig (lulik) galt.[15]

PolitikBearbeiten

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Luís Batista (Baptista?) de Jesus zum Chefe de Suco gewählt[16] und 2009 in seinem Amt bestätigt.[17]

WeblinksBearbeiten

BelegeBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. a b Geoffrey Hull: The placenames of East Timor, in: Placenames Australia (ANPS): Newsletter of the Australian National Placenames Survey, Juni 2006, S. 6 & 7, (Memento des Originals vom 14. Februar 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.anps.org.au abgerufen am 28. September 2014.
  3. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Memento des Originals vom 5. Januar 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/dne.mof.gov.tl (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  4. Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  5. UNMIT-Karte des Distrikts Manatuto, August 2008 (Memento des Originals vom 3. Dezember 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/unmit.unmissions.org (PDF; 581 kB)
  6. Manatuto District Development Plan 2002/2003 (Memento des Originals vom 3. Februar 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.estatal.gov.tl (PDF; 829 kB)
  7. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)
  8. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Samoro (tetum; PDF; 8,3 MB)
  9. History of Timor, S. 7
  10. Artur Teodoro de Matos: D. Frei Manuel de Santo António: missionário e primeiro bispo residente em Timor. Elementos para a sua biografia (1660-1733) (Memento des Originals vom 25. Mai 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/cvc.instituto-camoes.pt (portugiesisch)
  11. TIMOR LORO SAE, Um pouco de história (Memento des Originals vom 13. November 2001 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/oecussi.no.sapo.pt
  12. East Timor - PORTUGUESE DEPENDENCY OF EAST TIMOR (Memento vom 21. Februar 2004 im Internet Archive)
  13. Judith Bovensiepen: Opening and Closing the Land: Land and power in the Idaté highlands, abgerufen am 29. März 2015.
  14. History of Timor, S. 54
  15. A. McWilliam, L. Palmer und C. Shepherd: Lulik encounters and cultural frictions in East Timor: Past and present, 2014, Aust J Anthropol, 25: S. 304–320. doi:10.1111/taja.12101., abgerufen am 12. Dezember 2017.
  16. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  17. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

f1  Karte mit allen Koordinaten: OSM | WikiMap