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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Salach
Salach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Salach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 41′ N, 9° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Göppingen
Höhe: 363 m ü. NHN
Fläche: 8,32 km2
Einwohner: 7983 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 959 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 73084, 73079
Vorwahl: 07162
Kfz-Kennzeichen: GP
Gemeindeschlüssel: 08 1 17 042
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
73084 Salach
Website: www.salach.de
Bürgermeister: Julian Stipp (SPD)
Lage der Gemeinde Salach im Landkreis Göppingen
Alb-Donau-KreisLandkreis EsslingenLandkreis HeidenheimLandkreis ReutlingenRems-Murr-KreisOstalbkreisOstalbkreisAdelbergAichelberg (Landkreis Göppingen)AlbershausenBad BollBad DitzenbachBad ÜberkingenBirenbachBöhmenkirchBörtlingenDeggingenDonzdorfDrackensteinDürnau (Landkreis Göppingen)Eislingen/FilsHeiningen (Landkreis Göppingen)Ebersbach an der FilsEschenbach (Württemberg)Eschenbach (Württemberg)GammelshausenGeislingen an der SteigeGingen an der FilsGöppingenGruibingenHattenhofen (Württemberg)Heiningen (Landkreis Göppingen)HohenstadtKuchen (Gemeinde)LautersteinMühlhausen im TäleOttenbach (Württemberg)RechberghausenSalachSchlatSchlierbach (Württemberg)SüßenUhingenWäschenbeurenWangen (bei Göppingen)WiesensteigZell unter AichelbergKarte
Über dieses Bild
Salach von Staufeneck aus gesehen

Salach ist eine Gemeinde im Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Salach liegt im Filstal in 350 bis 563 Meter Höhe, rund sieben Kilometer östlich von der Kreisstadt Göppingen entfernt.

NachbargemeindenBearbeiten

Salach grenzt im Norden an Ottenbach, im Osten an die Stadt Donzdorf, im Süden an die Stadt Süßen und im Westen an die Stadt Eislingen.

GemeindegliederungBearbeiten

 
Rathaus in Salach

Zu Salach gehören das Dorf Salach, der Weiler Bärenbach, die Höfe Bärenbachhof, Bärenhöfle, Baierhof, Kapfhöfe und Staufeneck und das Haus Au.[2]

FlächenaufteilungBearbeiten

 

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[3]

GeschichteBearbeiten

 
Burg Staufeneck
 
Fachwerkhaus in Salach

Bis zum 19. JahrhundertBearbeiten

Überbaut durch das Gewerbegebiet „Steiniger Esch“ befindet sich das römische Kastell Eislingen-Salach. Es bestand wohl zwischen 125 n. Chr. und 159 n. Chr.

1275 wird Salach in dem Steuerregister Liber decimationis des Bistums Konstanz erstmals schriftlich erwähnt. Zu dieser Zeit bestand bereits eine Pfarrei. Es herrschten die Herren von Staufeneck, die den Ort 1333 an die Grafen von Rechberg verkauften. Nach dem Aussterben der rechbergischen Hauptlinie übernahmen die Grafen von Degenfeld das Dorf.

Bereits seit 1608 ist eine Schule im Ort nachweisbar. Mit der Mediatisierung kam Salach 1806 an das Königreich Württemberg.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Die Einwohnerentwicklung der Gemeinde von 1871 bis 2015.[4]

Jahr Einwohner
1871 1077
1900 1858
1939 3638
1950 5289
1970 7123
1983 6415
1987 6793
1991 7257
1995 7674
2005 7867
2010 7748
2015 7921

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Salach hat 18 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem vorläufigen Endergebnis. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2019
Sitze
2019
%
2014
Sitze
2014
Kommunalwahl 2019
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,34 %
42,88 %
6,78 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-16
-18
+7,49 %p
+3,68 %p
+6,78 %p
-17,96 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 50,34 9 42,85 8
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 42,88 8 39,20 7
SÖS Salach Ökologisch Sozial 6,78 1 -- --
FW Salacher Bürgerliste -- -- 17,96 3
gesamt 100,0 18 100,0 18
Wahlbeteiligung 58,34 % 47,67 %

Bürgermeister und Schultheißen von SalachBearbeiten

Der Funktion des Schultheiß entsprach im 17. bis zum 19. Jahrhundert dem eines Ortsvorstehers im Sinne eines Bürgermeisters

  • 1807–1808: Johann Georg Geiger
  • 1809–1836: Josef Holl
  • 1836–1876: Johann Adam Dangelmaier
  • 1876–1884: Leonhardt Preßmar
  • 1884–1887: Eduard Bareiß
  • 1887–1919: Eugen Kaißer

Der Bürgermeister wird in direkter Wahl für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt.

  • 1919–1945: Alfons Hagel (ab 1. Dezember 1930 Bürgermeister, vorher Schultheiß)
  • 1945–1948: Karl Laible (kommissarisch)
  • 1948–1978: Siegfried Schell
  • 1978–1986: Udo Weiss (SPD)
  • 1986–2000: Bernhard Ilg (CDU)
  • 2000–2016: Bernd Lutz
  • seit 2016: Julian Stipp. Der Jurist Stipp wurde im April 2016 im ersten Wahlgang gegen neun Mitbewerber mit 69,2 % der Stimmen gewählt.[5]

WappenBearbeiten

Das Wappen zeigt einen blauen stehenden Löwen auf gelbem Schild. Es ist gleich dem Wappen der Herren von Staufeneck, deren Stammburg als Ruine auf der Markung Salach steht. Die Verwendung als Ortswappen wurde 1912 von der Archivdirektion in Stuttgart vorgeschlagen, die Verleihung samt blau-gelber Flagge durch das Innenministerium erfolgte am 7. März 1960.

PartnerschaftenBearbeiten

Partnergemeinde von Salach ist die Gemeinde Fougerolles im Département Haute-Saône in Frankreich.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Salach liegt an der Bundesstraße 10 (LebachAugsburg).

Die Gemeinde hat einen Haltepunkt an der 1847 eröffneten Filstalbahn von Stuttgart nach Ulm. Zahlreiche Buslinien der Verkehrsgemeinschaft Stauferkreis betreiben den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Ansässige UnternehmenBearbeiten

Salach ist Sitz des Briefzentrums 73 (Bereich Göppingen) der Deutschen Post AG. Es wurde am 28. November 1997 eröffnet. Ferner haben ein Maschinenbauunternehmen und ein Unternehmen für Befestigungstechnik (Automobilzulieferer) hier ihren Sitz.

BildungBearbeiten

In Salach gibt es eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule.

FeuerwehrBearbeiten

Der Gefahrstoffzug des Landkreises Göppingen ist in Salach stationiert.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Evangelische Margaretenkirche

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

Die Gemeinde Salach hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

  • 15. November 1923: Otto Bareiß, Kommerzienrat und Förderer der heimischen Industrie
  • 1. Oktober 1927: Conrad Bareiß, Fabrikant
  • 17. Oktober 1934: Oskar Moritz, Fabrikdirektor
  • 21. April 1948: Hattie Bareiß, Witwe von Conrad Bareiß
  • 27. September 1970: Karl Leicht, Pfarrer
  • 2. November 1981: Siegfried Schell, Bürgermeister a. D.
  • 28. Juni 1996: Henri Coulin, Bürgermeister a. D. der Partnerstadt Fougerolles
  • 5. Dezember 2003: Eugen Josef Burkhardtsmaier, Gemeinderat

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Adolf Aich: Geschichte der Gemeinde Salach und der Burg Staufeneck. Salach 1960.
  • Gemeinde Salach: 700 Jahre Salach 1275–1975. Salach 1975.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Salach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2, S. 309–311.
  3. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Salach.
  4. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  5. http://www.swp.de/goeppingen/lokales/landkreis_gp/der-neue-buergermeister-in-salach-heisst-julian-stipp-12891031.html