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Saint-Jean-d’Angély

französische Gemeinde

Saint-Jean-d’Angély ist eine französische Gemeinde mit 7066 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Charente-Maritime in der Region Nouvelle-Aquitaine an den Ufern der Boutonne; sie ist Verwaltungssitz des Arrondissements Saint-Jean-d’Angély und des gleichnamigen Kantons. Der Ortsname wird oft mit Saint-Jean-d’Y abgekürzt.

Saint-Jean-d’Angély
Wappen von Saint-Jean-d’Angély
Saint-Jean-d’Angély (Frankreich)
Saint-Jean-d’Angély
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Charente-Maritime
Arrondissement Saint-Jean-d’Angély
Kanton Saint-Jean-d’Angély (chef-lieu)
Gemeindeverband Vals de Saintonge
Koordinaten 45° 57′ N, 0° 31′ WKoordinaten: 45° 57′ N, 0° 31′ W
Höhe 8–76 m
Fläche 18,78 km2
Einwohner 7.066 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 376 Einw./km2
Postleitzahl 17400
INSEE-Code
Website www.angely.net

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Saint-Jean-d’Angély liegt im Zentrum des Pays des Vals de Saintonge in der Nähe der Autobahn A 10, 140 Kilometer von Bordeaux und 410 Kilometer von Paris entfernt.

Die wirtschaftlichen Aktivitäten des Ortes und seiner Umgebung mit rund 30.000 Einwohnern beziehen sich auf die Nahrungsmittelproduktion, die Produktion von alkoholischen Getränken (Pineau des Charentes) und Cognac, die Tourismusindustrie ist im Aufbau. Abseits der Achse La RochelleNiortPoitiers und weit von der Küste entfernt leidet die Gegend unter der Landflucht und der Überalterung der Bevölkerung.

GeschichteBearbeiten

Am 5. März 1588 wurde hier Henri I. de Bourbon, prince de Condé von einem Pagen getötet, der ein Verhältnis mit seiner Ehefrau Charlotte de la Tremoille hatte.

1621 wurde Saint-Jean-d’Angély durch König Ludwig XIII. belagert und erobert

Zehn Kilometer südöstlich befand sich bis 1990 der Militärflugplatz Saint Jean d’Angély-Fontenet.

Zwischen 1980 und 1999 verminderte sich die Einwohnerzahl von Saint-Jean-d’Angély von rund 12.000 auf 7681 Personen, zweifellos in erster Linie aufgrund der Abwanderung wesentlicher Industriebereiche.

BenediktinerinnenabteiBearbeiten

Von 1827 bis 1959 bestand in Saint-Jean-d’Angély (Bistum La Rochelle) das Nonnenkloster Notre-Dame des Anges, gegründet von Marie-Magdeleine Coullaud, (Schwester Gertrude, ehemals Abtei Saint-Maixent in Saint-Maixent-l’École), das 1839 durch die von Thérèse de Bavoz gegründete Benediktinerinnenabtei Pradines als Tochterkloster übernommen wurde. 1959 wechselten die Schwestern in die Abtei Sainte-Marie-de-Maumont in Juignac.

PersönlichkeitenBearbeiten

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die erhalten gebliebenen Gebäude der königlichen Abtei Saint-Jean-Baptiste. Seit 1998 sind sie als Teil des UNESCO-WelterbesJakobsweg in Frankreich“ ausgezeichnet.

 
Die Türme
 
Der Pranger
 
Der Glockenturm
 
Fachwerkhäuser

LiteraturBearbeiten

  • H. Brisset-Guibert: Saint-Jean d’Angély et le Val de Boutonne. Edition Bordessoules 1991.
  • J. Combes: Visiter Saint-Jean d’Angély. Edition Sud-Ouest 2006.
  • P. Lavallee: Dictionnaire historique des rues de Saint-Jean d’Angély. Edition Bordessoules 1991.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Saint-Jean-d'Angély – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien