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Saint-André-lez-Lille

französische Gemeinde

Das Wappen von Saint-AndréBearbeiten

Das Wappen von Saint-André ist quergeteilt. Oben auf rotem Hintergrund in Gold die Pforte der Abtei von Marquette (Nachbarort) und unten auf blauem Hintergrund drei Hermelinmäntel, die jeweils durch ein vertikal angeordnetes Schwert veredelt werden, im Original lautet die Blasonierung: „Coupé, en chef: de gueules à la porte de l’abbaye de Marquette d’or, et en pointe: d’azur aux trois manteaux d’hermine soutenus chacun par une épée en pal rangées en fasce.“[2]

GeographieBearbeiten

Saint-André-lez-Lille (wörtlich: Saint-André-bei-Lille) liegt im Kanton Lille-Ouest (Lille West), der zum Arrondissement Lille gehört. Die Nachbargemeinden sind: Lille, La Madeleine, Lambersart, Marquette-lez-Lille, Verlinghem und Wambrechies.

Angrenzende GemeindenBearbeiten

Verlinghem Wambrechies Marquette-lez-Lille
Lambersart   La Madeleine
Lambersart Lille Lille

GeschichteBearbeiten

Während des Baus der Eisenbahnstrecke LilleDünkirchen wurden im 19. Jahrhundert eine Steinaxt und Töpfereifragmente im Gebiet von Saint-André entdeckt. Diese Spuren der Vergangenheit bestätigen die Ansiedlung von Galliern im heutigen Stadtgebiet.[3]

Das Wasser des Unterlaufs der Deûle und anderer Flüsse der Region wirkten anziehend auf die Gallier, weil ihnen dadurch Fischfang und Jagd möglich waren.[3]

Später, während die Region zum Frankenreich gehörte, organisierten sich die ersten Bewohner der Gegend in kleinen Gemeinschaften zum Zweck der Rodung und der Urbarmachung des Landes.[3]

Nach und nach bevölkerte sich das Gebiet, Brücken wurden über die Flüsse gebaut, und ein erstes Schloss entstand auf einer Insel (altfranzösisch: „L’Isle“) der Deûle, was sich, auch sprachlich, zum späteren „Lille“ entwickelte. Der Reichtum des Landes, verbunden mit dem Fleiß der Einheimischen, führte zur Entwicklung eines Handelsplatzes, der nicht mehr aufhörte, zu prosperieren.[3]

VerwaltungBearbeiten

Liste der aufeinanderfolgenden Bürgermeister von Saint-André-lez-Lille seit 1989
Zeitraum Name Partei Beruf
März 1989 März 2001 Paul Lauérière (wiedergewählt im Juni 1995) PS  
März 2001 bis heute Olivier Henno (wiedergewählt im März 2008)[4] UDF, später MoDem, schließlich UDI Abgeordneter des Kantons Lille-Ouest im Generalrat des Départements Nord seit 2001
Erster Vizepräsident des Stadtverbands Métropole Européenne de Lille
Liste wegen fehlender Daten nicht vollständig.

DemographieBearbeiten

Demographische EntwicklungBearbeiten

Die Entwicklung der Einwohnerzahl seit 1793 ist dank der seitdem in Saint-André-lez-Lille durchgeführten Volkszählungen bekannt.

Jahr 1793 1821 1851 1872 1901 1911 1936 1946 1962 1975 1990 1999 2010
Einwohnerzahl 290 437 940 1761 3509 5050 6476 6410 10.070 12.443 10.098 10.112 11.336
Quelle [5][6]                          

AlterspyramideBearbeiten

Alterspyramide von Saint-André-lez-Lille im Jahr 2007[7] (Angaben in Prozent)
MännerAlterstufeFrauen
0,1 
90 und älter
0,8 
8,1 
75 bis 89
10,4 
11,5 
60 bis 74
13,5 
18,0 
45 bis 59
18,0 
21,7 
30 bis 44
22,1 
19,2 
15 bis 29
17,1 
21,4 
0 bis 14
18,1 
Alterspyramide des Départements Nord im Jahr 2007[8] (Angaben in Prozent)
MännerAlterstufeFrauen
0,2 
90 und älter
0,7 
4,6 
75 bis 89
8,2 
10,4 
60 bis 74
11,9 
19,8 
45 bis 59
19,5 
21,0 
30 bis 44
19,9 
22,5 
15 bis 29
20,9 
21,5 
0 bis 14
18,9 

SehenswürdigkeitenBearbeiten

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Es bestehen Städtepartnerschaften mit

Zur Städtepartnerschaft mit der polnischen Stadt Wieliczka hat sich die Association Saint André-Wieliczka gebildet mit folgenden Zielsetzungen:
  • Die verschiedenen Austauschprogramme zwischen den verschwisterten Städten Saint-André-lez-Lille und Wieliczka voranzubringen und weiterzuentwickeln, um ein besseres gegenseitiges Verständnis und eine internationale Solidarität zwischen den Einwohnern zu schaffen.[11]
  • Personen polnischer Herkunft zusammenzubringen, um deren kulturelles Erbe innerhalb einer größeren Lebensgemeinschaft fortzusetzen.[11]

Religion und KircheBearbeiten

Das Mutterhaus des Nonnenordens der Bernhardinerinnen von Esquermes, eines Zweigs der Zisterzienserinnen, befindet sich in Saint-André-lez-Lille. Insgesamt leben mehr als 40 Ordensschwestern im Kloster Notre-Dame de la Plaine, das auch einen Kindergarten und eine Grundschule beherbergt.

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes du Nord. Flohic Editions, Band 2, Paris 2001, ISBN 2-84234-119-8, S. 1069–1071.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Saint-André-lez-Lille – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. De Nederlanden in Frankrijk, Jozef van Overstraeten, 1969
  2. Ville de Saint-André: Le blason (französisch), offizielle Website der Stadt Saint-André zum Stadtwappen, abgerufen am 18. Januar 2013
  3. a b c d Ville de Saint-André: Les origines (französisch), offizielle Website der Stadt Saint-André zu den Ursprüngen der Stadtgeschichte, abgerufen am 18. Januar 2013
  4. Résultats officiels des élections municipales 2008 à Saint-André-lez-Lille (französisch),
    Ergebnisse der Kommunalwahlen 2008 in Saint-André-lez-Lille auf der offiziellen Website des französischen Innenministeriums, abgerufen am 18. Januar 2013
  5. École des hautes études en sciences sociales (EHESS): Des villages de Cassini aux communes d'aujourd'hui (französisch), abgerufen am 18. Januar 2013
  6. Institut national de la statistique et des études économiques (INSEE): Évolution et structure de la population (de 1968 à 2007)@1@2Vorlage:Toter Link/www.statistiques-locales.insee.fr (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 738 kB) (französisch), abgerufen am 18. Januar 2013
  7. Institut national de la statistique et des études économiques (INSEE): Évolution et structure de la population à Saint-André-lez-Lille en 2007 (Memento des Originals vom 20. Mai 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.recensement.insee.fr (französisch),
    abgerufen am 18. Januar 2013
  8. Institut national de la statistique et des études économiques (INSEE): Résultats du recensement de la population du Nord en 2007@1@2Vorlage:Toter Link/www.recensement-2007.insee.fr (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (französisch), abgerufen am 18. Januar 2013
  9. Eintrag Nr. PA00107798 in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  10. Hinweis im Rahmen des offiziellen Internetauftritts der Stadt Dormagen, abgerufen am 2. Februar 2013
  11. a b Association Saint André-Wieliczka (französisch), Internetauftritt der Gesellschaft, abgerufen am 18. Januar 2013