SG Dynamo Potsdam

ostdeutscher Ruderverein

Die SG Dynamo Potsdam war ein Sportverein der Sportvereinigung Dynamo in Potsdam. Die Sektion Rudern war ein Leistungssportzentrum, ein Leistungsschwerpunkt in der DDR. Weitere Sportarten waren beispielsweise Rugby Union (Pokalsieger 1975), Schach und Leichtathletik.[1][2] An der Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit in Golm existierte eine eigene Hochschulsportgruppe, die HSG Dynamo Potsdam mit den Sektionen Fußball, Volleyball, Angeln und Tischtennis.[3] Direkter Nachfolgeverein war der Polizeisportverein Potsdam (PSV). Die Ruderer wechselten in die Potsdamer Ruder-Gesellschaft. Die Sektion Rugby wechselte schließlich in den Universitätssportverein Potsdam. Der Vorläufer des BC Potsdam hatte der SG Dynamo von 1968 bis 1972 als Badminton-Sektion angehört.

RudernBearbeiten

Olympische MedaillengewinnerBearbeiten

RugbyBearbeiten

Im Jahr 1963 wurde an der damaligen Pädagogischen Hochschule Potsdam eine Rugbyabteilung gegründet. Diese wechselte später zur SG Dynamo Potsdam und spielte in der Oberliga, der höchsten Spielklasse der DDR, wo sie sich zu einer Spitzenmannschaft entwickelte. So wurde die Mannschaft sechsmal Vizemeister (1971, 1976, 1983, 1984, 1986 und 1987) und zweimal Dritter (1978 und 1979). Jedoch gelang es den Potsdamern nie, die Meisterschaft für sich zu entscheiden. Größter Erfolg des Vereins war der Pokalsieg im Jahr 1975. Im Finale am 22. Juni in Berlin schlug man die BSG Stahl Leegebruch mit 23:11. Weiterhin stand der Verein noch zweimal im Endspiel um den Pokal des Deutschen Rugbysport Verbandes (1979 und 1987), verlor aber beide Spiele gegen die BSG Stahl Hennigsdorf.[4] Während der Oberligajahre wurden insgesamt 27 Spieler der SG Dynamo Potsdam in den Kader der Nationalmannschaft der DDR berufen. Sie kamen zusammen auf 175 Einsätze.[5]

WeblinksBearbeiten

Commons: SG Dynamo Potsdam – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Helmut Müller-Enbergs: Wer war wer in der DDR. Seite 950. Band 1. Links, 2006, ISBN 978-3-86153-364-1.
  2. Matthias Wagner: Das Stasi-Syndrom. edition ost im Verlag Das Neue Berlin, 2001. ISBN 3-360-01021-3.
  3. Günter Förster: Die juristische Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit. Studien zur DDR-Gesellschaft. LIT. ISBN 3-8258-4589-3.
  4. Rugby - DDR-Meisterschaften. Eingesehen am 29. Dezember 2014.
  5. Claus-Peter Bach (Hrsg.): 100 Jahre Deutscher Rugby-Verband, S. 171f, 2000, Heidelberg.