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Der SFC Stern 1900 (vollständiger Name: Steglitzer Fußball-Club Stern 1900 e.V.) ist ein Fußballverein aus dem Berliner Ortsteil Berlin-Steglitz. Die erste Frauenmannschaft spielt in der Regionalliga Nordost und qualifizierte sich einmal für den DFB-Pokal. Die erste Männermannschaft tritt in der sechstklassigen Berlin-Liga an.

SFC Stern 1900
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Basisdaten
Name Steglitzer Fußball-Club
Stern 1900 e.V.
Sitz Berlin-Steglitz
Gründung 30. September 1900
Farben gelb-blau
1. Vorsitzender Bernd Fiedler
Website stern1900.de
Erste Mannschaft
Cheftrainer Harald Planer (Frauen)
Andreas Thurau (Herren)
Spielstätte Sportplatz Schildhornstraße
Plätze 1.000
Liga Regionalliga Nordost (Frauen)
Berlin-Liga (Herren)
2018/19 6. Platz (Frauen)
3. Platz (Herren)

GeschichteBearbeiten

Der Verein wurde am 30. September 1900 in der Steglitzer Schlossstraße gegründet. Vereinssymbol ist ein nach oben gerichteter fünfzackiger Stern.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Verein aufgelöst. Die Mitglieder flossen in die kommunale Sportgruppe SG Steglitz ein, aus der später der heutige Steglitzer SC Südwest wurde. Bereits 1946 spaltete sich eine Fußballmannschaft von der SG Steglitz unter dem Namen SG Steglitz-West ab, der später wieder den Namen SFC Stern 1900 annahm.

FrauenBearbeiten

Die erste Frauenmannschaft des SFC Stern 1900 erlebte in den 2000er Jahren einen sportlichen Aufschwung. Dem Aufstieg in die Bezirksliga im Jahre 2004 folgte ein Jahr später der in die Landesliga. Im Jahre 2007 gelang schließlich der Sprung in die Verbandsliga Berlin. Dort wurde Stern im Jahre 2014 Dritter; Harald Planer hatte die 1. Frauen als Trainer übernommen. Da sowohl Meister SV Blau Weiss Berlin als auch Vizemeister Spandauer Kickers auf einen möglichen Aufstieg in die Regionalliga Nordost verzichteten, bewarben sich die Steglitzerinnen für die Aufstiegsrunde. Allerdings wurden die notwendigen Unterlagen vier Tage zu spät eingereicht.[1] Ein Jahr später nahm Stern an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga teil, scheiterte jedoch im entscheidenden Spiel am 1. FFV Erfurt, nachdem zuvor der FSV Babelsberg 74 bezwungen wurde. Zudem erreichten die Steglitzerinnen 2015 das Endspiel um den Berliner Pokal. Zwar wurde dieses gegen Blau-Weiß Hohen Neuendorf mit 1:3 verloren. Da der Berliner Pokalsieger Hohen Neuendorf in die 2. Bundesliga aufstieg, rückte der SFC Stern als Teilnehmer im DFB-Pokal nach. In der ersten Runde des DFB-Pokals schied die Mannschaft nach einer 0:6-Niederlage beim SV Union Meppen aus. Erfolgreicher waren die Steglitzerinnen in der Meisterschaft, wo das Team Vizemeister hinter dem SV Blau-Gelb Berlin wurde. Durch den Rückzug des 1. FFV Erfurts aus der Regionalliga und dem Verzicht des Meisters auf den Aufstieg stieg der SFC Stern automatisch in die Regionalliga Nordost auf.[2]

Saisonüberblick ab 2013/14Bearbeiten

Jahr Liga Platz Berliner Fußball-Verbandspokal
2013/14 Berlin-Liga 3. -
2014/15 Berlin-Liga 3. Finale (1:3 gegen Blau-Weiß Hohen Neuendorf)
2015/16 Berlin-Liga 2. Achtelfinale (2:3 gegen FC Viktoria 1889 Berlin)
2016/17 Berlin-Liga 2. Achtelfinale (1:2 gegen BSC Marzahn)
2017/18 Regionalliga Nordost 5. Achtelfinale (2:3 gegen Blau-Weiß 90 Berlin)
2018/19 Regionalliga Nordost 6. Achtelfinale (0:1 gegen 1. FC Union Berlin)

RekordspielerinnenBearbeiten

Die Mittelfeldspielerin Leonie Sohr ist mit 41 Spielen in der Regionalliga Rekordhalterin (Stand Saisonabschluss 2018/2019).[3] Emina Wacker schoss in bis jetzt zwei Spielzeiten in der Regionalliga 22 Tore[4] und führt damit die Torstatistik des Teams an.

HerrenBearbeiten

Die Männermannschaft schaffte im Jahre 1998 erstmals den Aufstieg in die Landesliga und stiegen im Jubiläumsjahr 2000 in die Verbandsliga Berlin auf. Nach einem vierten Platz im Jahre 2002 musste Stern ein Jahr später wieder absteigen. 2005 gelang der Wiederaufstieg, dem der direkte Wiederabstieg folgte. Erneut stieg Stern direkt wieder auf und gehört seit 2007 der Verbandsliga an, die zwischenzeitlich in Berlin-Liga umbenannt wurde.

Saisonüberblick ab 2012/13Bearbeiten

Jahr Liga Platz Berliner Landespokal
2012/13 Berlin-Liga (6) 3. -
2013/14 Berlin-Liga 5. -
2014/15 Berlin-Liga 6. Viertelfinale (1:3 gegen BFC Dynamo)
2015/16 Berlin-Liga 2.[5] 3. Runde (1:4 gegen FC Spandau 06)
2016/17 Berlin-Liga 5. 2. Runde (0:1 gegen Frohnauer SC)
2017/18 Berlin-Liga 5. Achtelfinale (1:4 gegen Tennis Borussia Berlin)
2018/19 Berlin-Liga 3. 2. Runde (6:7 nach Elfmeterschießen gegen Spandauer Kickers)

TrainerBearbeiten

  • (Spieler-)Trainer Manuel Cornelius: von der Saison 2011/12 bis zum Saisonende 2016/17
  • Trainer Andreas Thurau (ehemaliger Spieler bei Stern von 2006/07 bis 2014/2015 und Co-Trainer in der Saison 2014/15): ab der Saison 2017/18

ErfolgeBearbeiten

Im Jahre 2011 erreichte Sterns Männermannschaft das Endspiel um den Berliner Landespokal. Dort unterlag die Mannschaft dem BFC Dynamo mit 0:2.

2016/2017 wurde der Verein überraschend durch ein 4:3 gegen den Berliner SC Sieger des Berlin-Liga-Hallenturniers und qualifizierten sich dadurch für den Regio-Cup. Anfang 2018 gewannen die Sterner durch ein 5:4 im Neunmeterschießen gegen den SV Lichtenberg 47 als erster Berlin-Ligist überhaupt den Regio-Cup.[6]

RekordspielerBearbeiten

Dennis Freyer ist mit 180 Einsätzen für die 1. Herren und 80 Toren in der Berlin-Liga aktuell Rekordspieler des Vereins (Stand Saisonabschluss 2018/2019)[7] und war in der Saison 2017/18 mit 32 Toren Torschützenkönig in der Berlin-Liga.[8]

JugendmannschaftenBearbeiten

Der SFC Stern 1900 hat eine breite Jugendförderung, wofür der Verein auch mehrfach ausgezeichnet wurde, und besitzt Mannschaften von der A- bis zur G-Jugend, wobei eine C- und eine D-Juniorinnen-Mannschaft existiert.

Besonders die D-Juniorinnen sind sehr erfolgreich:

  • Berliner Pokalsieger: 2000, 2001, 2004, 2005, 2007
  • Berliner Meister: 2004, 2005

Weitere MannschaftenBearbeiten

Bei den Frauen gibt es neben der 1. Frauen noch zwei weitere Frauenmannschaften, welche in der Landesliga und Bezirksliga antreten (Stand: April 2019).

Bei den Männern gibt es mit Stand April 2019 neben der 1. Herren noch eine zweite Herrenmannschaft (Bezirksliga, Staffel 1), eine Seniorenmannschaft (Ü32-Verbandliga) und mehrere Ü-Mannschaften. Zusätzlich gibt es eine Freizeitmannschaft.

PersönlichkeitenBearbeiten

SpielerBearbeiten

TrainerBearbeiten

SportfunktionäreBearbeiten

Darüber hinaus haben Eberhard Bernatzki (1995) und Bernd Fiedler (2011) das Bundesverdienstkreuz erhalten. Geschäftsführer des Vereins ist seit 2014 Jürgen Piepenburg.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Julian Graeber: Dicke Luft bei Stern 1900. Fußball-Woche Verlags GmbH, 13. Mai 2014, abgerufen am 16. Mai 2014.
  2. Aike Fokkena: Relegation entfällt! Stern geht in die Regionalliga! FuPa, 13. Mai 2014, abgerufen am 5. Juni 2017.
  3. Leonie Sohr. Abgerufen am 7. Juli 2019.
  4. Emina Wacker. Abgerufen am 7. Juli 2019.
  5. In dieser Saison kam es zu einer sportjuristischen Auseinandersetzung über den Aufstieg in die Oberliga, da aufgrund einer Insolvenz ein eigentlich sportlich nicht abgestiegener Verein die Oberliga verlassen musste.[1]
  6. Hagen Nickele: SFC Stern 1900 gewinnt den REGIO-CUP 2018. Abgerufen am 29. April 2019 (deutsch).
  7. Dennis Freyer. Abgerufen am 29. April 2019.
  8. Die besten Torjäger der Berlin-Liga. Abgerufen am 29. April 2019.