Hauptmenü öffnen

Wikipedia β

SC 07 Idar-Oberstein

deutscher Fußballverein

Der SC 07 Idar-Oberstein ist ein rheinland-pfälzischer Sportverein aus Idar-Oberstein. Hervorgegangen aus der Fusion der Vereine 1. FC Idar (höchste deutsche Fußball-Amateurklasse) und Sportvereinigung Idar im Jahre 1971.

SC Idar-Oberstein
Logo SC Idar-Oberstein.svg
Basisdaten
Name Sportclub 07 Idar-Oberstein
Sitz Idar-Oberstein, Deutschland
Gründung 1907 als 1. FC Idar
Website sc07idar.de
Erste Mannschaft
Trainer Murat Yasar
Stadion Stadion Im Haag
Plätze 4000
Liga Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar
2016/17 2. Platz (Verbandsliga Südwest)
Heim
Auswärts

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Der SC Idar-Oberstein wurde im Jahre 1971 gegründet. Hervorgegangen ist dieser Club aus der Fusion der beiden Fußballvereine im Stadtteil Idar, dem 1. FC 07 Idar und der Spvgg 08 Idar.

1. FC IdarBearbeiten

Der 1. FC Idar, der älteste Fußballverein der oberen Nahe, zählt beispielsweise mit Wormatia Worms, dem FK Pirmasens, dem 1. FC Kaiserslautern, Eintracht Bad Kreuznach, Borussia Neunkirchen und dem 1. FC Saarbrücken zu den Traditionsvereinen im südwest-deutschen Raum. Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg spielte der 1. FC Idar einige Jahre in der höchsten deutschen Amateurklasse. Drei Spieler aus Idar wurden 1938 mit Hannover 96 deutscher Fußballmeister.

Besonders in den 30er Jahren gab die damalige deutsche Fußballelite in der Schmuckstadt ihre Visitenkarte ab. Zuschauerzahlen von 5000 und mehr waren auf dem „Idarer Klotz“, der Heimat des 1. FC Idar, bei Spielen gegen den FC Schalke 04, den 1. FC Nürnberg, Alemannia Aachen und den SSV Jahn Regensburg zu dieser Zeit keine Seltenheit.

In der Saison 1945/46 war der 1. FC Idar noch einmal in der höchsten Spielklasse (Oberliga Südwest-Nord) vertreten.

SpVgg Idar 08Bearbeiten

Die Sportvereinigung Idar 08 war selbst Produkt einer Fusion, die am 2. März 1919 zwischen den Vereinen SC 08 Idar und SC Germania Idar vollzogen wurde. Die Sportvereinigung spielte von 1949 bis 1956 in der Amateurliga Rheinhessen/Nahe (bis 1951) bzw. Amateurliga Südwest. Die Amateurligen waren zu dieser Zeit die dritthöchste Spielklasse.

SC Idar-ObersteinBearbeiten

Saisonplatzierungen
Saison Platz
2. Amateurliga Südwest 1971/72 4. Platz
2. Amateurliga Südwest 1972/73 7. Platz
2. Amateurliga Südwest 1973/74 10. Platz
Bezirksliga Nahe 1974/75 12. Platz
Bezirksliga Nahe 1975/76 4. Platz
Bezirksliga Nahe 1976/77 9. Platz
Bezirksliga Nahe 1977/78 13. Platz
Bezirksliga Nahe 1978/79 15. Platz
A-Klasse Nahe West 1979/80 9. Platz
A-Klasse Nahe West 1980/81 9. Platz
A-Klasse Nahe West 1981/82 10. Platz
A-Klasse Nahe West 1982/83 9. Platz
A-Klasse Nahe West 1983/84 8. Platz
A-Klasse Nahe West 1984/85 8. Platz
A-Klasse Nahe West 1985/86 7. Platz
A-Klasse Nahe West 1986/87 4. Platz
A-Klasse Nahe West 1987/88 9. Platz
A-Klasse Nahe West 1988/89 3. Platz
Bezirksliga Nahe 1989/90 7. Platz
Bezirksliga Nahe 1991/92 1. Platz
Landesliga West 1992/93 2. Platz
Landesliga West 1993/94 1. Platz
Verbandsliga Südwest 1994/95 1. Platz
Oberliga Südwest 1995/96 11. Platz
Oberliga Südwest 1996/97 2. Platz
Oberliga Südwest 1997/98 5. Platz
Oberliga Südwest 1998/99 2. Platz
Regionalliga West/Südwest 1999/00 18. Platz
Oberliga Südwest 2000/01 14. Platz
Oberliga Südwest 2001/02 4. Platz
Oberliga Südwest 2002/03 4. Platz
Oberliga Südwest 2003/04 15. Platz
Oberliga Südwest 2004/05 17. Platz
Verbandsliga Südwest 2005/06 2. Platz
Verbandsliga Südwest 2006/07 1. Platz
Oberliga Südwest 2007/08 11. Platz
Oberliga Südwest 2008/09 5. Platz
Oberliga Südwest 2009/10 4. Platz
Oberliga Südwest 2010/11 1. Platz
Regionalliga West 2011/12 16. Platz
Regionalliga Südwest 2012/13 18. Platz
Oberliga RP/Saar 2013/14 6. Platz
Oberliga RP/Saar 2014/15 14. Platz
Verbandsliga Südwest 2015/16 9. Platz
Verbandsliga Südwest 2016/17 2. Platz
rot unterlegt: Abstieg
grün unterlegt: Aufstieg

Im Jahre 1971 beschlossen die beiden Idarer Fußballvereine zu fusionieren, um auf diese Weise die zukünftigen Anforderungen zu bewältigen. Hinzu kam noch, dass die sportlichen Erfolge beider Klubs rückläufig waren und andere Idar-Obersteiner Fußballvereine den Idarer Fußball längst überflügelt hatten. Doch der erhoffte schnelle sportliche Aufschwung blieb aus, obwohl mit Horst Eckel, Mitglied der DFB-Weltmeisterschaft 1954, ein renommierter Trainer zu Beginn zur Verfügung stand. Im Jahre 1977 schließlich war der Tiefpunkt der Vereinsgeschichte erreicht, die erste Fußballmannschaft war in die A-Klasse abgestiegen. Eine schwierige Periode begann. Zehn Jahre spielte der SC Idar-Oberstein in der A-Klasse, die Mitgliederzahl sank von 1300 (im Jahre der Fusion) auf knapp 500.

 
Tus Hohenecken – SC Idar

Im Jahre 1987 gründeten Vereinsmitglieder aus Idar einen Förderverein mit dem Ziel, dem Fußball in Idar wieder bessere sportliche Perspektiven zu erschließen. Eine zentrale Sportanlage im Haag wurde gebaut, bisher spielte sich das Sportgeschehen auf zwei Sportanlagen (Klotz und Haag) ab. Schon bald stellten sich die ersten Erfolge ein. 1989 schaffte der SC Idar-Oberstein den Aufstieg in die Bezirksliga. Von nun an ging die sportliche Entwicklung steil bergauf, 1992 Landesliga, 1994 Verbandsliga, 1995 Oberliga Südwest und schließlich 1999 Regionalliga West/Südwest. Außerdem sollten auch die Vizemeisterschaft der Oberliga 1997, der SWFV-Pokalsieg 1998 und der Einzug in die 1. DFB-Pokalhauptrunde (gegen Arminia Bielefeld vor 5000 Zuschauern im Haag) nicht vergessen werden. Zu verdanken ist dieser sportliche Aufschwung auch den Trainern Lothar Emmerich (Aufstieg in Verbandsliga und Oberliga) und Michael Dusek, in dessen Amtszeiten Oberliga-Vizemeisterschaft, SWFV-Pokalsieg und schließlich Regionalliga-Aufstieg fielen.

 
Sportzentrum „Im Haag“

Aus der Regionalliga stieg man 2000 wieder ab, da man als reine Amateurmannschaft in dieser Profiliga keine Chance hatte – zudem kam noch die Neustrukturierung der 3. Liga, die den Zwangsabstieg zahlreicher Vereine zur Folge hatte.

Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass während der Zugehörigkeit zu der Oberliga Südwest der SC Idar-Oberstein immer der Zuschauerkrösus war. Im Schnitt sahen zu der Zeit mehr als 1000 Zuschauer die Heimspiele der Mannschaft.

Nach fünf Jahren Oberliga folgte im Jahre 2005 dann der bittere Abstieg in die Verbandsliga. Man setzte sich jedoch als Ziel den direkten Wiederaufstieg. Die Verbandsligasaison 2005/06 verlief zunächst eher durchwachsen, man dümpelte mehr oder weniger im Mittelfeld herum, doch man fing sich und stand bis kurz vor Saisonschluss auf dem so ersehnten ersten Tabellenplatz. Einige ärgerliche Punktverluste führten jedoch zu einem Abrutschen auf den zweiten Tabellenplatz, so auch vor dem letzten Spieltag, als man ein Punkt hinter Tabellenführer und letzten Gegner TuS Hohenecken stand. Dieses „Endspiel“ endete für den SC Idar unglücklich mit 1:1 und man musste dem TuS Hohenecken den Vortritt in Sachen Oberligaaufstieg lassen. Dieses Spiel sahen damals über 2500 Zuschauer, davon mindestens die Hälfte aus Idar-Oberstein, die mit mehreren Fanbussen anreisten.

Auch in der Saison 2006/07 gab es nur ein Ziel für den SC 07 Idar: Der Wiederaufstieg in die Oberliga. Dieser wurde bereits mehrere Spieltage vor Saisonschluss durch den Meistertitel gesichert. Nach einem extrem schlechten Saisonstart 2007/08 (acht Niederlagen), entschied sich der Verein den aktuellen Trainer zu entlassen. Mit Michael Dusek als neuen Trainer kam der Erfolg zurück und man konnte früh den Klassenerhalt feiern. Am Ende reichte es für einen elften Tabellenplatz. In den Folgejahren kämpfte sich der Verein zurück in die Spitzengruppe der Oberliga Südwest und verpasste in der Saison 2009/10 den Meistertitel nur knapp. Als Mitfavorit ging die Mannschaft um Trainer Michael Dusek in die Saison 2010/11 und wurde dieser Rolle schnell gerecht. Am Ende stand 2011 die Meisterschaft der Oberliga Südwest und der damit verbundene Aufstieg in die Regionalliga West.

In der Regionalliga West gab es in der Saison 2011/2012 keine sportlichen Absteiger. Dennoch belegte der SC am Ende den 16. Platz, mit großem Vorsprung auf TuS Koblenz, der sogar zum sportlichen Verbleib in der Klasse gereicht hätte. Größter Erfolg war dabei wohl der Sieg gegen den ehemaligen deutschen Meister Rot-Weiss Essen (2:1 im Stadion Haag).

Nach der Umstrukturierung der Regionalligen ging der SC Idar in der Saison 2012/2013 in der Fußball-Regionalliga Südwest an den Start. Nach einer guten Hinrunde – erst am letzten Hinrundenspieltag gab es die erste Auswärtsniederlage (beim späteren Meister KSV Hessen Kassel 0:3) – holte der Verein in der Rückrunde nur noch 15 Punkte und musste deshalb als Tabellenvorletzter den bitteren Gang in die Fünftklassigkeit antreten. Zugleich legte Sascha Hildmann überraschend sein Amt als Trainer nieder und heuerte bei Ligakonkurrent SC Hauenstein an.

Für die Saison 2013/14 konnte mit Thomas Riedl und Olaf Marschall ein namhaftes Trainerduo verpflichtet werden. Am 29. August 2014 wurden beide aufgrund anhaltender Erfolgslosigkeit entlassen und ersetzt durch Murat Yasar, einen ehemaligen Spieler des SC 07 Idar-Oberstein und bis dahin Trainer des Bezirksligisten TuS Monzingen.[1]

Nach nur zwei Jahren in der Oberliga, stiegen 2015 die Edelsteinstädter wieder ab. Nach dem die Verbandsliga Südwest Saison 2015/2016 durchwachsen lief, landete der SC am letzten Spieltag auf dem Tabellenplatz 9. 2016/2017 wurde der SC 07 Idar-Oberstein hinter dem FV Dudenhofen Vizemeister und nahm an der Relegation zum Aufstieg in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar teil, bei dem der SC sich mit zwei Siegen gegen Primstal und Eisbachtal durchsetzen konnte und so aufstieg.

Zurzeit hat der SC Idar-Oberstein rund 900 Mitglieder. Neben Fußball verfügt der Verein über die Abteilungen Leichtathletik und Gymnastik. In der Jugendarbeit des SC Idar-Oberstein werden derzeit 156 Jugendliche in der Fußballabteilung betreut.

StadionBearbeiten

 
Sportgelände Im Haag mit Sportlerheim und Pressegebäude
 
Tribüne auf Hauptplatz

Seit 1990 spielt der SC Idar-Oberstein auf dem vereinseigenen Sportgelände Im Haag. Das Gelände umfasst insgesamt 57.500 m². Im Mittelpunkt steht das Stadion mit Clubheim (seit Oktober 1992) und Pressegebäude. Das Stadion hat laut Vereinsangaben ein Fassungsvermögen von rund 4000 Zuschauern. Seit 1996 verfügt das Sportgelände über einen zweiten Rasenplatz neben dem Hauptplatz. Neben den beiden Rasenplätzen, steht dem Verein noch ein Kunstrasenplatz zur Verfügung.

ZuschauerrekordeBearbeiten

Bekannte SpielerBearbeiten

Ehemalige TrainerBearbeiten

ErfolgeBearbeiten

  • 1997 Vizemeister in der Oberliga
  • 1999 SWFV-Pokalsieg und DFB-Pokalhauptrunde gegen Arminia Bielefeld
  • 1999 Vizemeister der Oberliga Südwest und Aufstieg in die Regionalliga West-Südwest
  • 2007 Wiederaufstieg in die Oberliga Südwest
  • 2011 Meister der Oberliga Südwest

AnderesBearbeiten

FördervereinBearbeiten

Im Jahre 1987 gründeten ehemalige Fußballspieler und engagierte Vereinsmitglieder aus Idar einen Förderverein mit dem Ziel, dem Fußball in Idar wieder bessere sportliche Perspektiven zu erschließen. Eine zentrale Sportanlage im Haag wurde gebaut, bisher spielte sich das Sportgeschehen auf zwei Sportanlagen (Klotz und Haag) ab.

AbteilungenBearbeiten

  • Fußball
  • Leichtathletik
  • Damengymnastik
  • „Alte Herren“
  • Hobbykicker
  • Jugendabteilung
  • Hockeyabteilung

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Sascha Nicolay: SC Idar: Murat Yasar löst Olaf Marschall und Thomas Riedl ab. Rhein-Zeitung, 30. August 2014.