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Ee 3/3
Ee 3/3 der dritten Serie in Oberwinterthur
Ee 3/3 der dritten Serie in Oberwinterthur
Nummerierung: 16311–16460
Anzahl: 136
Baujahr(e): 1928–1966
Achsformel: C
Länge über Puffer: 9060–9510 mm
Dienstmasse: 39–45 t
Höchstgeschwindigkeit: 40–50 km/h
Stundenleistung: 428–508 kW
Anfahrzugkraft: 88–118 kN
Stundenzugkraft: 56–69 kN
Antrieb: Kuppelstangen

Die Ee 3/3 sind elektrische Rangierlokomotiven der Schweizerischen Bundesbahnen. Drei Exemplare wurden für andere Abnehmer gebaut.

Die fortschreitende Elektrifizierung des SBB-Netzes verlangte mehr und mehr nach einem Ersatz für die im Rangierdienst eingesetzten E 3/3-Dampfloks. Hierzu wurden um 1922 zwei Prototypen Ee 3/4 in Auftrag gegeben, welche noch eine Laufachse aufwiesen, um die Beschränkung der Achslast auf 15 t einhalten zu können. Ab 1928 wurde die Serienversion ohne Laufachse produziert (daher Ee 3/3), anfangs noch mit dem Führerstand am einen Ende (was zum Übernamen "Bügeleisen" führte. Die Lokomotive war so erfolgreich, dass erst 1966 die letzte Ee 3/3 gebaut wurde, wobei grosse Teile der Konstruktion über die Zeit gleich blieben.

Daneben wurden später für den Einsatz auf fremden Stromsystemen die Zweisystemloks SBB Ee 3/3II (15kV, 16 2/3 Hz (Schweiz); 25kV, 50 Hz (Frankreich)) sowie die Viersystemloks SBB Ee 3/3IV (15kV, 16 2/3 Hz; 25kV, 50 Hz; 1500 und 3000V Gleichstrom (Italien, Stammnetz Frankreich)) gekauft.

Inhaltsverzeichnis

Konstruktion und VersionenBearbeiten

Um im Rangierbetrieb in beide Richtungen übersichtlich zu sein, wurde das Führerhaus zwischen den Apparate-Aufbauten angeordnet. Ein einziger Fahrmotor treibt eine Antriebsachse, welche wiederum über ein Kuppelgestänge die Kraftübertragung auf die Räder sicherstellt. Diese antik anmutende Konstruktion wurde bis zur letzten Ee 3/3 1966 beibehalten, obwohl damals Einzelachsantrieb längst üblich war.

Nummern Baujahre SLM Fabrik-Nummern Zugkraft Bemerkungen
16311–16326 1928 3188–3193,3224–3233 88 kN Führerstand am einen Ende der Lokomotive ("Bügeleisen", "Halbschuh").
8 Maschinen bis 1997 im Einsatz
16331–16350 1930–1931 3395–3404,3470–3479 88 kN Neue Steuerung für schnellere Schaltung der Fahrstufen
16351–16376 1932–1942 3517–21,
3615–17/32–33/86–88,
3705–07/54–57/72–77
88 kN
16381–16414 1944–1947 3798–3805,3836–3841
3871–3876,3885,
3898–3904,3970–3945
98 kN Höchstgeschwindigkeit neu 50 km/h, Gewicht von 45 auf 39 t gesenkt
SLM Nr. 3806 mit SAAS-Elektrik als BLS 401 geliefert
16421–16430 1951–1956 4034–4037,4151–4156 118 kN Gewicht durch Ballast wieder auf 45 t erhöht, neues Getriebe mit 45 km/h
16431–16440
und PTT 4
1961–1962 4350–4360 118 kN
16441–16460
und EBT 131
1966
1967
4590–4610 118 kN Letzte Version wieder mit Stufenschalter anstelle Hüpferbatterie

BetriebBearbeiten

 
Elektr. Rangierlok SBB Ee 3/3 Nr. 16404 in Gossau SG

Die Ee 3/3 wurde als Rangierlokomotive für den leichten und mittelschweren Dienst beschafft. Anfänglich wurden sie auch für leichte Güterzüge eingesetzt, heutzutage sind sie mit 50 km/h Höchstgeschwindigkeit dafür viel zu langsam. Die Ee 3/3 verfügen über keine Vielfachsteuerung.

Die etwas neueren Ee 3/3 sind noch heute häufig in grösseren Bahnhöfen anzutreffen, erhalten aber zunehmend Konkurrenz durch moderne Dieselloks. Die der Division Personenverkehr zugeteilten Lokomotiven werden ab 2010 schrittweise durch die SBB Ee 922 ersetzt.

Siehe auchBearbeiten

QuellenBearbeiten

  • Peter Willen: Lokomotiven der Schweiz, Normalspur Triebfahrzeuge. 3. Auflage, Orell Füssli Verlag, Zürich 1975, ISBN 3-280-00800-X, Seiten 37–41, 133 und 172
  • Kaspar Vogel: Die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik 1871–1997. Minirex, Luzern 2003, ISBN 3-907014-17-0

WeblinksBearbeiten