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Sächsisches Landesamt für Straßenbau und Verkehr

ehemalige LASuV-Zentrale in Dresden
Rainer Förster – erster Präsident des LASuV

Das Sächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) ist als höhere Straßenbaubehörde des Freistaates Sachsen für die Verwaltung, die Planung und den Bau von Bundesfernstraßen und Staatsstraßen zuständig und untersteht dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA). Der Präsident des LASuV war bis Dezember 2017 Rainer Förster. Ab Oktober 2018 wird Frau Doris Drescher Präsidentin.

GeschichteBearbeiten

Das ehemals für die Autobahnen zuständige Autobahnamt Sachsen und die bis Ende 2011 für die Bundes- und Staatsstraßen zuständigen ehemaligen fünf Straßenbauämter sind zum 1. Januar 2012 im neuen Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) aufgegangen.

Mit Inkrafttreten des sächsischen Standortgesetzes am 1. März 2012 übernahm das LASuV außerdem zusätzliche Aufgaben, die bis dahin in der Sächsischen Landesdirektion angesiedelt waren. Die Bündelung von Aufgaben im LASuV ist Bestandteil der Staatsmodernisierung der Sächsischen Staatsregierung. Mit der optimierten Struktur soll eine landesweit ausgewogene und standortnahe Betreuung der Verkehrsinfrastruktur sichergestellt und damit sowohl den Bedürfnissen von Bürgern und Wirtschaft als auch denen der Landkreise und Kommunen gerecht werden.

Die Fusion wird als die größte und umfassendste Strukturveränderung im Freistaat Sachsen seit Gründung der Straßenbauverwaltung nach der Wende angesehen.

OrganisationBearbeiten

Das LASuV trägt die Verantwortung für die Verwendung von Landes-, Bundes- und EU-Mitteln für die Förderung des kommunalen Straßenbaus, den Staats- und Bundesfernstraßenbau sowie die Förderung von Investitionen in den ÖPNV. Das sächsische Straßennetz umfasst insgesamt 13.496 km Straße, davon betreut das LASuV derzeit 543 km Bundesautobahnen, 2.436 km Bundesstraßen und 4.750 km Staatsstraßen (Stand: April 2014).

Die Zentrale des LASuV befindet sich in Dresden und befasst sich in vier Abteilungen unter anderem mit folgenden Aufgaben:

  • Planung und Bau von Straßen, Ingenieurbauwerken, Stütz- und Lärmschutzwänden
  • Unterhaltung und Instandsetzung der Autobahnen
  • Tunnelbetrieb
  • Verkehrstechnik und Verkehrsrecht
  • Verwaltung von Liegenschaften
  • Betreuung des Personen- und Güterverkehrs
  • Gewährleistung von Lärm- und Umweltschutz
  • Fachaufsicht über die Wahrnehmung der Aufgaben der Straßenunterhaltung und Instandsetzung auf Bundes- und Staatsstraßen

Das LASuV ist darüber hinaus für die Abwicklung von Förderprogrammen für kommunale Baulastträger wie die Regelförderung im Straßenbau, die Förderung im ÖPNV und Sonderprogramme wie beispielsweise für den Wiederaufbau nach dem Hochwasser 2013 zuständig.

Das LASuV verfügt über fünf regionale in ganz Sachsen verteilte Niederlassungen in Bautzen, Chemnitz/Zschopau, Leipzig, Meißen und Plauen. Die Niederlassungen sind für jeweils zwei Landkreise des Freistaates zuständig. Zum LASuV gehören außerdem sieben Autobahnmeistereien in Chemnitz, Döbeln, Dresden-Hellerau, Dresden-Nickern, Leipzig, Plauen und Weißenberg, die Fernmeldemeisterei in Dresden sowie die Tunnelbetriebsstelle in Dresden-Hellerau. Insgesamt arbeiten für das LASuV im Freistaat Sachsen circa 1.100 Personen.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sächsisches Landesamt für Straßenbau und Verkehr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 51° 5′ 17,5″ N, 13° 44′ 38″ O