Vereinigte StaatenVereinigte Staaten  Ryan Hartman Eishockeyspieler
Ryan Hartman
Geburtsdatum 20. September 1994
Geburtsort Hilton Head Island, South Carolina, USA
Größe 183 cm
Gewicht 82 kg
Position Rechter Flügel
Nummer #38
Schusshand Rechts
Draft
NHL Entry Draft 2013, 1. Runde, 30. Position
Chicago Blackhawks
Karrierestationen
2010–2012 USA Hockey National Team Development Program
2012–2014 Plymouth Whalers
2014–2016 Rockford IceHogs
2015–2018 Chicago Blackhawks
2018–2019 Nashville Predators
2019 Philadelphia Flyers
seit 2019 Minnesota Wild

Ryan Hartman (* 20. September 1994 in Hilton Head Island, South Carolina) ist ein US-amerikanischer Eishockeyspieler, der seit Juli 2019 bei den Minnesota Wild aus der National Hockey League unter Vertrag steht. Zuvor war er knapp vier Jahre in der Organisation der Chicago Blackhawks, ein Jahr bei den Nashville Predators sowie ein halbes bei den Philadelphia Flyers aktiv.

KarriereBearbeiten

Ryan Hartman wurde in South Carolina geboren, zog allerdings bereits im Alter von zwei Jahren nach West Dundee, Illinois.[1] Im nahegelegenen Chicago spielte er in seiner Jugend für die Nachwuchsmannschaft Chicago Mission, bevor er mit Beginn der Saison 2010/11 ins USA Hockey National Team Development Program (NTDP) aufgenommen wurde, die zentrale Talenteschmiede des US-amerikanischen Eishockeyverbandes. Fortan nahm der Angreifer mit dem NTDP am Spielbetrieb der United States Hockey League (USHL) teil und vertrat sein Heimatland gleichzeitig auf internationalem Niveau, so gewann er bei der World U-17 Hockey Challenge 2011 die Silber- sowie bei der U18-Weltmeisterschaft 2012 die Goldmedaille. Anschließend schied er altersbedingt aus dem Nachwuchsprogramm aus und wechselte zur Saison 2012/13 in die Ontario Hockey League (OHL) zu den Plymouth Whalers. Dort gelangen ihm in seiner OHL-Debütsaison 60 Scorerpunkte in 56 Spielen, während er auch mit der U20-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2013 die Goldmedaille errang. Nach dieser Spielzeit wurde Hartman, der auch beim CHL Top Prospects Game 2013 vertreten war, im NHL Entry Draft 2013 an 30. Stelle von den Chicago Blackhawks ausgewählt. Vorerst verbrachte er jedoch eine weitere Saison bei den Whalers in der OHL, in der er auch erneut an der U20-Weltmeisterschaft teilnahm.

Zum Ende der Saison 2013/14 wechselte Hartman in die Organisation der Blackhawks, nachdem er bereits im November 2013 einen Einstiegsvertrag unterzeichnet hatte.[2] Bei den Rockford IceHogs aus der American Hockey League (AHL), dem Farmteam der Blackhawks, gab Hartman sein Profidebüt und kam bis zum Saisonende auf neun Einsätze und sieben Punkte. In Rockford verbrachte der Flügelstürmer auch einen Großteil der folgenden Spielzeit 2014/15, bevor er im Februar 2015 erstmals ins Aufgebot der Blackhawks berufen wurde und in der Folge in der National Hockey League debütierte. Insgesamt kam er auf fünf Einsätze, denen im Jahr darauf nur drei weitere folgten; allerdings wurde er bei den IceHogs ins AHL All-Star Classic berufen. Mit Beginn der Saison 2016/17 etablierte sich Hartman im Kader der Blackhawks und kommt fortan regelmäßig in der NHL zum Einsatz.

Nach vier Jahren in der Organisation der Blackhawks wurde Hartman im Februar 2018 zur Trade Deadline samt einem Fünftrunden-Wahlrecht im NHL Entry Draft 2018 an die Nashville Predators abgegeben. Im Gegenzug erhielt Chicago Victor Ejdsell, ein Erstrunden- sowie ein Viertrunden-Wahlrecht im selben Draft. Für die Predators spielte der Angreifer ziemlich genau ein Jahr, ehe er zu den Philadelphia Flyers transferiert wurde. Mit ihm wechselte ein konditionales Viertrunden-Wahlrecht, während Nashville Wayne Simmonds erhielt. Hartman absolvierte bis zum Saisonende 19 Partien für die Flyers, die sich in der Folge nicht an einer weiteren Beschäftigung des Stürmers interessierten. Wenige Tage vor dem Auslaufen des Vertrags transferierten sie ihn daher im Tausch für Tyler Pitlick zu den Dallas Stars. Dort unterzeichnete er jedoch keinen neuen Vertrag, sondern schloss sich stattdessen als Free Agent für zwei Jahre den Minnesota Wild an.

Erfolge und AuszeichnungenBearbeiten

InternationalBearbeiten

KarrierestatistikBearbeiten

Stand: Ende der Saison 2018/19

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt +/– SM Sp T V Pkt +/– SM
2010/11 USA Hockey NTDP USHL 35 12 8 20 –5 59 2 1 0 1 ±0 17
2011/12 USA Hockey NTDP USHL 24 7 9 16 +6 46
2012/13 Plymouth Whalers OHL 56 23 37 60 +29 120 9 4 2 6 +4 16
2013/14 Plymouth Whalers OHL 52 25 28 53 –14 91 5 0 4 4 –6 8
2013/14 Rockford IceHogs AHL 9 3 4 7 –1 8
2014/15 Rockford IceHogs AHL 69 13 24 37 +14 120 8 2 1 3 –6 8
2014/15 Chicago Blackhawks NHL 5 0 0 0 –1 2
2015/16 Rockford IceHogs AHL 61 15 20 35 +16 129 3 1 0 1 +2 4
2015/16 Chicago Blackhawks NHL 3 0 1 1 –1 0
2016/17 Chicago Blackhawks NHL 76 19 12 31 +13 70 4 0 0 0 –3 14
2017/18 Chicago Blackhawks NHL 57 8 17 25 +5 58
2017/18 Nashville Predators NHL 21 3 3 6 –4 14 9 2 1 3 ±0 10
2018/19 Nashville Predators NHL 64 10 10 20 +7 44
2018/19 Philadelphia Flyers NHL 19 2 4 6 –6 30
USHL gesamt 59 19 17 36 +1 105 2 1 0 1 ±0 17
OHL gesamt 108 48 65 113 +15 211 14 4 6 10 –2 24
AHL gesamt 139 31 48 79 +29 257 11 3 1 4 –4 12
NHL gesamt 245 42 47 89 +13 218 13 2 1 3 –3 24

InternationalBearbeiten

Vertrat die USA bei:

Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt +/− SM
2011 USA WHC   5 4 2 6 0
2012 USA U18-WM   6 2 4 6 +9 22
2013 USA U20-WM   7 2 1 3 +4 16
2014 USA U20-WM 5. Platz 5 2 2 4 +2 4
Junioren gesamt 23 10 9 19 42

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Chris Kuc: Ryan Hartman living a dream with Blackhawks, if only for a while. chicagotribune.com, 14. Februar 2015, abgerufen am 14. Januar 2016 (englisch).
  2. Blackhawks agree to terms with 2013 first-round pick Hartman. nhl.com, 18. November 2013, abgerufen am 14. Januar 2016 (englisch).