Rupert Grint

britischer Schauspieler

Rupert Alexander Lloyd Grint (* 24. August 1988 in Harlow) ist ein britischer Schauspieler. Er wurde durch die Rolle des Ron Weasley in den Verfilmungen der Harry-Potter-Romane bekannt.

Rupert Grint (2010)

LebenBearbeiten

Rupert Grint wurde 1988 in der englischen Grafschaft Essex als Sohn der Hausfrau Jo Parsons[1] und des Souvenirhändlers Nigel Grint geboren. Er hat vier jüngere Geschwister, einen professionell Rallycross-Rennen fahrenden Bruder und drei Schwestern. Bereits in jungen Jahren spielte er in der Schule und mit einer lokalen Amateurgruppe Theater.[2] 2004 verließ er die Richard Hale School mit dem Abschluss General Certificate of Secondary Education, der einem Realschulabschluss entspricht.[3] Georgia Groome ist seit 2011 seine Freundin.[4] Im Mai 2020 wurden sie Eltern einer Tochter.[5]

KarriereBearbeiten

Als Fan der Harry-Potter-Romane bewarb sich Grint im Alter von elf Jahren ohne Filmerfahrung mit einem Video, in dem er einen selbstgeschriebenen Song rappt, für die Rolle des Ron Weasley in der Verfilmung des ersten Romans Harry Potter und der Stein der Weisen. Der große Erfolg dieses Films führte dazu, dass er wie seine beiden Schauspielkollegen Daniel Radcliffe und Emma Watson bekannt wurde. Grint selbst sagt über sich, dass er und seine Filmfigur sich in vielen Punkten ähneln – als Beispiele führt er die roten Haare, die Spinnenangst und seine große Familie an.[6]

2002 war er in der britischen Komödie Thunderpants neben Simon Callow und Stephen Fry als übermütiger junger Professor Alan A. Allen zu sehen. Danach drehte er die Harry-Potter-Fortsetzungen Harry Potter und die Kammer des Schreckens (2002), Harry Potter und der Gefangene von Askaban (2004) und Harry Potter und der Feuerkelch (2005). Es folgte der Film Unterwegs mit Evie, bei dem er neben Julie Walters und Laura Linney vor der Kamera stand. 2007 war er in der fünften Harry-Potter-Verfilmung Harry Potter und der Orden des Phönix zu sehen.

2008 zählte Grint laut dem amerikanischen Forbes Magazine zu den am besten verdienenden Jungschauspielern in Hollywood. Zwischen Juni 2007 und Juni 2008 erhielt er Gagen in Höhe von 5 Mio. US-Dollar und rangierte auf Platz acht.[7] 2009 hatte das Drama Cherrybomb, in dem er die Hauptrolle spielt, auf der Berlinale Premiere. 2012 spielte er den britischen Flieger Robert Smith in dem norwegischen Antikriegsfilm Into the White. In dem offiziellen Musikvideo Lego House von Ed Sheeran verkörpert Grint einen stalkenden Fan.

Im Film CBGB (2013) über den gleichnamigen New Yorker Kultclub spielte Grint den US-amerikanischen Musiker Cheetah Chrome, Gitarrist in der Band Rocket from the Tombs und The Dead Boys.[8] Ebenfalls 2013 spielte er in Lang lebe Charlie Countryman an der Seite von Shia LaBeouf, Evan Rachel Wood und Mads Mikkelsen.[9] 2017 wurde er in die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) aufgenommen, die jährlich die Oscars vergibt.[10]

Mit M. Night Shyamalan arbeitete Grint wiederholt an der Fernsehserie Servant (ab 2019) und dem Thriller Knock at the Cabin (2023) zusammen.

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

Musik und MusikvideosBearbeiten

Auszeichnungen und NominierungenBearbeiten

 
Abdrücke der Hände, Schuhe und Zauberstäbe von Emma Watson, Daniel Radcliffe und Rupert Grint vor dem Grauman’s Chinese Theatre
  • 2002: Empire Award als Bestes Debüt (nominiert)
  • 2002: Young Artist Award als meistversprechender Newcomer (gewonnen)
  • 2002: Special Achievement Golden Satellite Award als außergewöhnliches junges Talent (gewonnen)
  • 2007: National Movie Award als Beste Männliche Darstellung (nominiert)
  • 2009: Scream Award für Bester Nebendarsteller (nominiert)
  • 2010: BBC1 Radio Teen Awards für Bester Britischer Schauspieler (nominiert)
  • 2010: People’s Choice Award für Bestes On Screen Team (nominiert)
  • 2010: Bravo Otto als Film Star (gewonnen)
  • 2011: National Movie Awards als beste Performance (nominiert)
  • 2011: MTV Movie Awards für Bester Kampf mit Daniel Radcliffe und Emma Watson (nominiert)
  • 2011: BBC1 Radio Teen Awards für Bester Britischer Schauspieler (gewonnen)
  • 2011: Scream Award für bester Nebendarsteller (nominiert)[11]
  • 2011: San Diego Film Critics Society Awards für bestes Filmensemble (gewonnen)[12]
  • 2012: People’s Choice Award für Lieblings FilmStar unter 25 (nominiert)
  • 2012: People’s Choice Award für Bestes Filmensemble (gewonnen)
  • 2012: MTV Movie Awards für Bester Kuss mit Emma Watson (nominiert)
  • 2012: MTV Movie Awards für Beste Besetzung mit Emma Watson, Daniel Radcliffe und Tom Felton (gewonnen)
  • 2014: Whatsonstage Awards für Bester Newcomer aus London (gewonnen)[13]
  • 2018: National Film Awards für Bester Darsteller (nominiert)[14]
  • 2018: IARA Awards für Bester junger Darsteller (nominiert)[15]
  • 2021: Hollywood Critics Association Awards für Bester Nebendarsteller in einer streaming Serie, Drama (gewonnen)[16]
  • 2022: Critics’ Choice Super Award für Bester Darsteller in einer Horrorserie (nominiert)[17]

Im Juli 2007 verewigten sich Rupert Grint, Emma Watson und Daniel Radcliffe gemeinsam mit Abdrücken ihrer Hände, Schuhe und Zauberstäbe vor dem Grauman’s Chinese Theatre in Los Angeles.[18]

WeblinksBearbeiten

Commons: Rupert Grint – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. England and Wales Birth Registration Index, 1837–2008, abgerufen am 21. Oktober 2017.
  2. Biografie, aufstarpulse.com, abgerufen am 30. November 2013.
  3. Schulabschluss auf imdb.com, abgerufen am 30. November 2013.
  4. Snatch star Rupert Grint: I'll always be Ron - and that's OK, Evening Standard, 10 October 2018
  5. „Ron Weasley“ ist Vater. In: FAZ. 8. Mai 2020, abgerufen am 22. Mai 2020.
  6. DVD „Harry Potter und der Feuerkelch“: Interview „Im Gespräch mit den Schauspielern“ auf der Bonus-DVD
  7. vgl. Johnson, Wesley: Hollywood's Top Earners. Press Association Newsfile, 23. Juli 2008, 4:38 PM BST
  8. Rupert Grint signs up for 'CBGB' movie, auf nme.com, abgerufen am 30. November 2013.
  9. Zwei neue Rollen für Rupert Grint, auf rp-online.de, abgerufen am 30. November 2013.
  10. „Class of 2017“. Zugegriffen am 30. Juni 2017. http://www.app.oscars.org/class2017/.
  11. 2011 Scream Awards. In: Wikipedia. 6. Februar 2021 (wikipedia.org [abgerufen am 30. Januar 2023]).
  12. 2011 Awards. In: San Diego Film Critics Society. Abgerufen am 30. Januar 2023 (amerikanisches Englisch).
  13. Whatsonstage Awards – Winners 2014 | WestendTheatre.com. 24. Februar 2014, abgerufen am 30. Januar 2023 (britisches Englisch).
  14. admin: Nominations for 2018 National Film Awards UK announced. In: National Film Awards. Abgerufen am 30. Januar 2023 (britisches Englisch).
  15. Essex TV: Meet 2018’s IARA AWARDS nominees. In: Essex-TV. 12. Juli 2018, abgerufen am 30. Januar 2023 (britisches Englisch).
  16. 2021 HCA TV AWARDS WINNERS – Hollywood Critics Association. Abgerufen am 30. Januar 2023 (amerikanisches Englisch).
  17. Critics Choice Super Awards 2022 – Die Nominierungen – Movies&More. Abgerufen am 30. Januar 2023 (deutsch).
  18. Daniel Radcliffe: Matsch-Hände sind «cool» (Memento des Originals vom 18. Mai 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nachrichten.ch, abgerufen am 24. Februar 2008