RuhrtalBahn

deutsches Eisenbahnunternehmen
Logo der RuhrtalBahn Betriebsgesellschaft mbH
Haltepunkt Ruine Hardenstein

Die RuhrtalBahn Betriebsgesellschaft mbH war ein deutsches Eisenbahnunternehmen mit Sitz in Münster. Die 2005 gegründete Gesellschaft betrieb mehrere Linien im Ruhrgebiet und befuhr dabei auch Streckenabschnitte, auf denen ansonsten kein Personenverkehr stattfindet. Am 5. Juli 2019 hat die RuhrtalBahn ihren Betrieb mangels einsatzfähiger Fahrzeuge bis auf weiteres eingestellt. Am 26. November 2019 wurde der Verkauf der Unternehmensreste angekündigt. Der Schienenbus wurde bereits an die Eifelbahn Verkehrsgesellschaft verkauft.

GeschichteBearbeiten

Bis Ende 2017 war das Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen vertreten durch die kommerzielle Tochter DGEG Bahnen & Reisen GmbH der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (DGEG) zusammen mit dem Geschäftsführer und Gründer Stefan Tigges Träger der Ruhrtalbahn GmbH. Daneben erfolgte eine Förderung durch öffentliche Gelder. Als Ursache für die Trennung werden finanzielle Aspekte für die Überlassung einer Dampflok des Eisenbahnmuseums sowie das Gehalt des Geschäftsführers genannt[1]. Ab 2018 konkurrierten DGEG und Ruhrtalbahn daher auf dem Kernstück der Ruhrtalbahn. Offensichtlich war die Ruhrtalbahn GmbH aber mit der Unterhaltung des Schienenbusses finanziell überfordert[2].

LinienBearbeiten

HagenBearbeiten

In den Monaten Mai bis Oktober 2018 verkehrte die Linie „H“ am 1. und 3. Freitag sowie am 2. und 4. Samstag zwischen Hattingen und Hagen Hbf.

RuhrtalBearbeiten

Die Linie „R“ fuhr bis 2017 vom Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen über Hattingen, Henrichshütte (LWL-Industriemuseum), Blankenstein Burg, Haus Kemnade, Witten-Herbede, Ruine Hardenstein, Zeche Nachtigall, Witten-Bommern, Wengern Ost, Hagen-Vorhalle (mit dem Museum für Ur- und Frühgeschichte im Wasserschloss Werdringen) bis Hagen Hauptbahnhof. Seit April 2018 wurde der Zugverkehr auf der Strecke vom Eisenbahnmuseum bis Wengern-Ost vom Eisenbahnmuseum in eigener Regie weiter geführt sowie parallel dazu von der Ruhrtalbahn GmbH.

TeckelBearbeiten

Von April 2007 bis Herbst 2016[3] fuhr die RuhrtalBahn einmal monatlich als Linie „T“ von Hagen Hbf über die Ennepetalbahn durch die Gevelsberger Innenstadt und den Kruiner Tunnel bis Ennepetal-Kluterthöhle. Ab 2009 begannen die Fahrten in Herdecke, benachbart wurde die Ruhr auf dem Herdecker Viadukt überquert. Im Frühjahr 2018 wurde der Betrieb wieder aufgenommen; die Züge verkehrten an den ersten Sonntagen der Monate Mai, Juli und September.

ViaduktBearbeiten

Die Linie „V“ fuhr an den ersten Sonntagen der Monate April, Juni, August und Oktober 2018 von Witten Hbf über das Wittener Ruhrviadukt, Wengern Ost und Hagen Hbf nach Wuppertal Hbf.

WittenBearbeiten

In der Zeit von Mai bis Oktober 2018 verkehrte die Linie „W“ an allen Sonntagen außer dem 1. im Monat sowie an fünf weiteren Fahrtagen zwischen Hattingen und Witten. Dabei erfolgte ein Fahrtrichtungswechsel in Wengern Ost und das Wittener Ruhrviadukt wurde überfahren.

ZechenexpressBearbeiten

In den Jahren 2009 und 2010 wurde die Linie „Z“ betrieben. Sie fuhr einmal monatlich von Bochum-Dahlhausen über Zeche Nachtigall, Schwerte, Dortmund-Hörde (Phoenix-See), Dortmund Hauptbahnhof, Dortmund-Huckarde Nord (Kokerei Hansa) nach Dortmund-Bövinghausen Zeche Zollern.[4]

WeblinksBearbeiten

 Commons: RuhrtalBahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. https://www.waz.de/staedte/witten/ruhrtalbahn-und-eisenbahnmuseum-fahren-bald-getrennt-id212425405.html
  2. https://www.waz.de/staedte/witten/ruhrtalbahn-stellt-ihren-betrieb-nach-15-jahren-ein-id226380479.html
  3. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 3. September 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ruhrtalbahn.de Gründe für die Betriebseinstellung
  4. Newsletter 36 vom 19. November 2010, online unter https://www.ruhrtalbahn.de/dokumente/upload/RuhrtalBahn-Newsletter-036.pdf (PDF)