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Rueil-Malmaison ist eine französische Stadt mit 78.195 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) etwa 14 km westlich des Zentrums von Paris. Sie gehört zum Département Hauts-de-Seine in der Region Île-de-France und liegt an der Seine. Sie ist Hauptort des Kantons Rueil-Malmaison, der nur aus dieser Gemeinde besteht; ein Teil der Gemeinde gehörte bis 2015 zum ehemaligen Kanton Garches. Die Einwohner werden Rueillois genannt.

Rueil-Malmaison
Wappen von Rueil-Malmaison
Rueil-Malmaison (Frankreich)
Rueil-Malmaison
Region Île-de-France
Département Hauts-de-Seine
Arrondissement Nanterre
Kanton Rueil-Malmaison (Hauptort)
Gemeindeverband Métropole du Grand Paris und
Paris Ouest La Défense
Koordinaten 48° 53′ N, 2° 11′ OKoordinaten: 48° 53′ N, 2° 11′ O
Höhe 24–164 m
Fläche 14,70 km2
Einwohner 78.195 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 5.319 Einw./km2
Postleitzahl 92500
INSEE-Code
Website www.mairie-rueilmalmaison.fr

Édouard Manet: Landhaus in Rueil 1882

StadtgliederungBearbeiten

Die Stadt besteht aus acht Stadtquartieren, die hier „villages“ („Dörfer“) heißen:

  • Rueil sur Seine
  • Plaine-Gare
  • Bords de Seine
  • Centre-Ville
  • Mont-Valérien
  • Mazurières
  • Buzenval
  • Jonchère Malmaison – Saint-Cucufa

GeschichteBearbeiten

Der Name der Stadt erscheint erstmals im 12. Jahrhundert als Roialum, woraus schließlich Rueil wird. Seit 1928 trägt die Stadt ihren heutigen Doppelnamen, um sie zu unterscheiden von Rueil-la-Gadelière im Département Eure-et-Loir. Karl der Kahle schenkte um 870 dieses Gebiet der Abtei Saint-Denis. Ende des 12. Jahrhunderts errichteten die Mönche hier eine Kapelle. 1635 verkauften sie das Gelände an Kardinal Richelieu, der hier ein Schloss erbauen ließ. Während der Fronde zog sich der Hof hierher zurück.

Im 19. Jahrhundert kamen impressionistische Maler wie Pierre-Auguste Renoir, Édouard Manet und Claude Monet nach Rueil-Malmaison, um die dortige Seine-Landschaft zu malen. Im Deutsch-Französischen Krieg lag Rueil während der Schlacht bei Buzenval am 19. Januar 1871 an der Frontlinie. 1958 wurde in Rueil der erste Supermarkt Frankreichs eröffnet.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Rueil-Malmaison

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Rueil-Malmaison listet 16 Partnerstädte auf: [1][2]

Stadt Land seit
Ávila   Spanien  Kastilien und León, Spanien
Bad Soden   Deutschland  Hessen, Deutschland 1979
Buxoro Usbekistan  Usbekistan 2009
Dubrovnik   Kroatien  Kroatien 2011
Elmbridge   Vereinigtes Konigreich  Surrey, Vereinigtes Königreich 1974
Fribourg   Schweiz  Schweiz 1992
Helsingør   Danemark  Seeland, Dänemark
Jelgava   Lettland  Semgallen, Lettland 2007
Kirjat Malʾachi   Israel  Israel 1985
Kitzbühel   Osterreich  Tirol, Österreich 1979
Le Bardo Tunesien  Tunis, Tunesien 1991
Lynchburg   Vereinigte Staaten  Virginia, Vereinigte Staaten
Oaxaca de Juárez   Mexiko  Mexiko
Sarajevo   Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina
Sergijew Possad   Russland  Moskau, Russland 1989
Timișoara   Rumänien  Banat, Rumänien 1993
Tōgane   Japan  Honshū, Japan 1990
Zouk Mikael Libanon  Libanonberg, Libanon 1971

Zudem ist die Stadt Mitglied des Bundes der europäischen Napoleonstädte.

Verkehr und WirtschaftBearbeiten

Rueil-Malmaison liegt an der Linie RER A der Pariser Verkehrsbetriebe. Am Seine-Ufer besteht auch ein Anschluss an die A 86, die Périphérique de l'Île-de-France, ein äußerer Autobahnring um Paris.

In der Stadt befinden sich die Hauptsitze großer französischer Firmen wie des Automobilkonzerns PSA, des Baukonzerns Vinci, der Elektronikfirma Schneider Electric und des Ingenieurdienstleisters Ingérop; aber auch die französischen Hauptniederlassungen und/oder Produktionsstätten vieler internationaler Firmen sind hier ansässig, etwa von Unternehmen der petrochemischen und pharmazeutischen Industrie, der Automobil- und Nahrungsmittelindustrie.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter:

Personen mit Beziehung zur Stadt:

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes des Hauts-de-Seine. Flohic Éditions, 2. Auflage, Charenton-le-Pont 1993, ISBN 2-908958-95-3, S. 324–347.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Website Rueil-Malmaison
  2. Villes jumelles ǀ Ville de Rueil-Malmaison. Abgerufen am 10. November 2019.