Rudolph Krebel

in Russland lebender deutscher Militärarzt des 19. Jahrhunderts

Rudolph Krebel (* 1802[1], Geburtsort unbekannt; Todesdatum und Todesort unbekannt) war ein in Russland lebender deutscher Militärarzt des 19. Jahrhunderts.

LebenBearbeiten

Über Rudolph Krebels Leben ist wenig bekannt. 1823 wurde er in Halle mit einer Dissertation „De anatomia pathologica ossium capitis“ promoviert. In den 1830er Jahren war er Stabsarzt am Seehospital zu Kronstadt. Auf der Titelseite eines 1847 in Jena erschienenen Buches nannte er sich Kaiserlich Russischer Hofrath, Ritter und Stabsarzt in Sankt Petersburg.[2]

Von 1844 bis 1860 war Krebel neben Maximilian Heine und Karl Heinrich Thielmann Herausgeber der in Sankt Petersburg erscheinenden Zeitschrift „Medicinische Zeitung Russlands“.[3]

WerkeBearbeiten

  • Russlands naturhistorische und medicinische Literatur. Schriften und Abhandlungen in nicht – russischer Sprache. Friedrich Mauke, Jena 1847 (Digitalisat)
  • Geschichte und chronologische Übersicht der Gesammtliteratur des Scorbuts. Zu Commiss. Bei Veit & Comp., Berlin 1849 (Digitalisat)
  • Volksmedicin und Volksmittel verschiedener Völkerstämme Russlands : Skizzen von Rudolph Krebel. C. F. Winter, Leipzig u. Heidelberg 1858 (Digitalisat)
  • Der Scorbut in geschichtlich-literarischer, pathologischer, prophylactischer und therapeutischer Beziehung. Zu Commiss. bei R. Hartmann, Leipzig 1862 (Digitalisat); neue Ausgabe (Ed. Wartig), Leipzig 1866 (Digitalisat)

Beiträge in: Medicinische Zeitung Russlands (Auswahl)

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dissertatio Inauguralis Medica De Anatomia pathologica ossium capitis. im Gemeinsamen Verbundkatalog
  2. Ernst Julius Gurlt: Krebel, Rudolph. In: Ernst Julius Gurlt und August Hirsch. Biographisches Lexikon der hervorragenden Ärzte aller Zeiten und Völker. Band III, Urban & Schwarzenberg 1886, Wien und Leipzig, S. 548–549 (Digitalisat)
  3. „Medicinische Zeitung Russlands“, Petersburg, 1. Jg. 1844 (Digitalisat) bis 17. Jg. 1860 (Digitalisat)