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Rudolf Maresch (Autor)

deutscher Publizist, Journalist, Kritiker und Herausgeber

Rudolf Maresch (* 1954) ist ein deutscher Publizist, Journalist, Kritiker und Herausgeber. Maresch studierte Philosophie, Soziologie und Pädagogik an der Universität Regensburg. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher, die sich vor allem mit Medien, Öffentlichkeit und Kultur beschäftigen. Er arbeitet auch für verschiedene Medien wie etwa das online-Magazin Telepolis.

Inhaltsverzeichnis

PositionenBearbeiten

In seinen "Politisch-ethischen Anmerkungen zu einer Kontroverse über Putins Russland" fasste Bernhard Sutor eine Kontroverse zwischen Andreas Umland und seinen Kritikern zusammen: Umland vertrat mit Leonid Luks den Standpunkt, "die Periode Putin stelle für Russland eine vertane Chance dar, da in ihr die positiven Elemente von Demokratie und Pluralismus aus der Jelzin-Ära weitgehend beseitigt worden seien". Dem widersprach neben Kai Ehlers, Wladislaw Below und Alexander Rahr besonders Rudolf Maresch mit einer von Sutor als radikal wahrgenommener Schärfe. Gemeinsam meinten die Kritiker Umlands, die Ära Jelzin sei keineswegs so positiv, die Putins nicht so negativ zu sehen wie bei Umland. Zum anderen dürfe man die Entwicklung in Russland nicht einseitig mit westlich-liberalen Maßstäben messen, müsse vielmehr vielfältige sozio-kulturelle und geschichtliche Umstände berücksichtigen. Sutor kommt zu dem vorsichtigen Schluss, die Lage sei eher grau statt schwarz oder weiß, "die Entwicklung Russlands zu einem offeneren, pluralistisch-demokratischen System (hänge aber) auch vom Maß politischer Klugheit ab, mit der westliche Politik (EU, NATO, USA) die gegenseitigen Beziehungen positiv zu gestalten versuchten. Zum anderen sei Demokratie in sehr unterschiedlichen Formen realisierbar, die den spezifischen Verhältnissen je einzelner Länder Rechnung tragen können. Umland insistiere aber ebenso wenig wie andere auf einer spezifischen Form von Demokratie. Lediglich Maresch kritisiere die westliche Wertebasis in Umlands Ansatz als solche, indem er für „politischen Realismus“ gegen eine „politische Theologie der Menschenrechte“ plädiere und die Frage stelle, ob nicht überhaupt die liberale Demokratie ein Auslaufmodell sei.[1]

Veröffentlichungen (Auswahl)Bearbeiten

  • Hrsg. gemeinsam mit Niels Werber: Raum – Wissen – Macht, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2002, ISBN 3-518-29203-X, (Reihe: Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft; 1603)
  • Hrsg. gemeinsam mit Florian Rötzer: Renaissance der Utopie: Zukunftsfiguren des 21. Jahrhunderts, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2004, ISBN 3-518-12360-2.
  • Hrsg. gemeinsam mit Niels Werber: Kommunikation, Medien, Macht, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1999, ISBN 3-518-29008-8, (Reihe: Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft; 1408)
  • Hrsg. mit Florian Rötzer: Cyberhypes: Möglichkeiten und Grenzen des Internet, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2001, ISBN 3-518-12202-9, (Reihe: Edition Suhrkamp; 2202)
  • Hrsg.: Zukunft oder Ende: Standpunkte – Analysen – Entwürfe, [München]: Boer 1993, ISBN 3-924963-55-X.

WeblinksBearbeiten

FußnotenBearbeiten