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Rußwurm (Adelsgeschlecht)

Adelsgeschlecht
Wappen derer von Rußwurm
Das Wappen derer von Gleichen ist ein Element des Wappens der Familie von Gleichen gen. von Rußwurm

Die Herren von Rußwurm, auch Russworm, waren ein fränkisches Adelsgeschlecht, das 1349 erstmals genannt wurde.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Mit Otto von Rußwurm auf Gut Hellingen in Franken wurde die Familie 1349 erstmals erwähnt. Ein Nachfahre, Herrmann von Rußwurm (1565–1605), war kaiserlicher Feldmarschall im Dienst von Rudolf II. und wurde am 29. November 1605 in Prag in Folge einer höfischen Intrige enthauptet, eine Stunde vor dem Eintreffen des kaiserlichen Befehls, ihn freizulassen[1][2].

Anfang des 17. Jahrhunderts brachte die Familie mit Burckhard und Hieronymus weitere kaiserliche Feldmarschälle hervor. Ein Hans George auf Hellingen und Frauenbreitungen wird um 1649 als königlicher französischer Generalmajor und Kommandant zu Schorndorf erwähnt. Später diente er wieder auf deutscher Seite und soll an mehreren Feldzügen gegen die Türken teilgenommen haben. Dieser Hans Georg von Rußwurm heiratete 1658 eine von Gleichen aus der niederadligen Nebenlinie der damals bereits ausgestorbenen Grafen von Gleichen.

1699 wird ein Carl-Ludwig erwähnt der in Dresden gemeinsam mit König August dem Starken an einem Büchsenschießen teilgenommen habe. Die Linie der Rußwurm ist im 18. Jahrhundert ausgestorben.

Als der letzte Rußwurm, der markgräflich-brandenburgisch-kulmbachische Oberjägermeister Ernst Friedrich von Rußwurm starb, erfolgte am 25. Februar 1732 mit kaiserlicher Genehmigung eine Namens- und Wappenvereinigung derer von Rußwurm mit denen von Gleichen; erster Träger des Namens und Wappens von Gleichen genannt von Rußwurm (siehe dort) war Heinrich von Gleichen, der ein Schwiegersohn des letzten von Rußwurm war.

WappenBearbeiten

Die Familie von Rußwurm führt auf einem goldenen Schild einen knienden Mönch mit einem Buch und einer Gebetskette in den vorgestreckten Händen. Dieses Motiv wiederholt sich auch in der Helmzier.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Johann Brandmüller:Historisches und geographisches Lexikon Band II. 1726
  • Johann Friedrich Gauhen: Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon. Verleger: Johann Friedrich Gleditsch, Leipzig 1740.
  • Karl Enigk: Geschichte der Helminthologie im deutschsprachigen Raum. Stuttgart 1986, S. 294 (zum Namen „Rußwurm“).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten