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Rovuma
Ruvuma
Einzugsgebiet des Ruvuma

Einzugsgebiet des Ruvuma

Daten
Lage Tansania, Mosambik
Flusssystem Rovuma
Quelle östlich des Malawisees bei Songea
10° 45′ 0″ S, 35° 40′ 0″ O
Quellhöhe ca. 910 m
Mündung südlich von Mtwara in den Indischen OzeanKoordinaten: 10° 28′ 28″ S, 40° 26′ 13″ O
10° 28′ 28″ S, 40° 26′ 13″ O

Länge ca. 760 km[1][2]
Einzugsgebiet 155.500 km²[3]
Linke Nebenflüsse Muhuwesi, Lumesule, Mbangala
Rechte Nebenflüsse Messinge, Lucheringo, Lugenda

Der Rovuma (andere Schreibweisen Ruvuma, Rowuma) ist ein etwa 760 km langer Fluss in Ostafrika.[1][2] In seinem Mittel- und Unterlauf bildet der Rovuma über eine Länge von rund 650 Kilometern die Grenze zwischen Tansania und Mosambik.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Der Rovuma entspringt östlich des Malawisees (Njassasee) in Tansania bei Songea bei 10° 45′ 0″ S, 35° 40′ 0″ O und mündet zwischen der tansanischen Küstenstadt Mtwara und dem Kap Delgado bei 10° 28′ 28″ S, 40° 26′ 13″ O in den Indischen Ozean.[4]

Die wichtigsten Nebenflüsse sind auf tansanischer Seite Muhuwesi und Lumesule sowie Lucheringo und Lugenda in Mosambik. Die im Mai 2010 eröffnete Einheitsbrücke bei Negomane ist der einzige für Fahrzeuge mögliche Übergang im Verlauf des Flusses.

Das Einzugsgebiet des Ruvuma hat, je nach Quelle, eine Größe von 152.200 km² bis 155.500 km, wovon entsprechend etwa 105.500 km² auf tansanianischem Gebiet liegen.[5]

FaunaBearbeiten

Im Rovuma wurden 59 Fischarten nachgewiesen. Artenreichste Gruppe sind die Karpfenfische mit 19 Arten, darunter 15 Barbus-Arten und drei Labeo-Arten. Es folgen die Welsartigen mit vier Mochokiden, je zwei Raubwels-, Quappenwels-, Glaswels- und einer Stachelwelsart, die Buntbarsche, mit acht Arten, und die Zahnkärpflinge mit vier Nothobranchius und zwei Aplocheilichthys-Arten. Weiters kommen fünf Mormyriden, fünf Salmlerartige, zwei Grundeln, eine Schläfergrundel, ein Aal und ein Ohrenfisch im Rovuma vor.[6]

GeschichteBearbeiten

Die Überschreitung des Rovuma am 25. November 1917 ist ein militärhistorisches Ereignis des Ersten Weltkriegs in Ostafrika. Hierdurch entging der Oberbefehlshaber der deutschen Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika, Paul von Lettow-Vorbeck, der vorzeitigen Kapitulation und kämpfte bis zum Ende des Ersten Weltkriegs teilweise auf gegnerischem Gebiet weiter.

Nach dem Ende Deutsch-Ostafrikas bildete die Mündung des Rovuma die Grenze zwischen dem britischen Mandatsgebiet Tanganjika und Portugiesisch-Ostafrika. Zuvor gehörte ein kleines Gebiet südlich der Mündung, das sogenannte Kionga-Dreieck, zu Deutsch-Ostafrika.

WeiteresBearbeiten

Vor dem Mündungsdelta wurde Öl gefunden.[7]

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Ruvuma River. In: Encyclopædia Britannica. Abgerufen am 28. Dezember 2013 (englisch).
  2. a b Ruvuma and Southern Coast Basin Water Board (Memento des Originals vom 22. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ruvumabasin.or.tz, abgerufen am 4. Juni 2015
  3. Mikiyasu Nakayama (Hrsg.): International Waters in Southern Africa (Water Resources Management and Policy). United Nations Univ Pr, ISBN 978-92-808-1077-6, S. 9 (google.com).
  4. Rovuma. In: Encyclopædia Britannica. 11. Auflage. Band 23: Refectory – Sainte-Beuve. London 1911, S. 782 (englisch, Volltext [Wikisource]).
  5. Strengthening Climate Information and EWS in Tanzania for Climate Resilient Development and Adaptation to climate change Project in Tanzania
  6. Lothar Seegers: Die Fische des Ruvuma Rivers, Ostafrika. In: Aquaristik Fachmaganzin, Nr. 170 April/Mai 2003, Tetra, Berlin, ISSN 1437-4854
  7. Ruvuma Basin - Basic Factfile