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Roulette ist eine seit 1978 bestehende Organisation, Veranstaltungsserie und auch ein Veranstaltungsort für Jazz und experimentelle Musik in New York City.

Im Jahr 1978 wurde von Jim Staley, Dan Senn und David Weinstein Roulette Intermedium, Inc. als Non-Profit-Unternehmen gegründet.[1] Im Herbst 1980 begann man in Staleys Loft im Tribeca-Viertel von Lower Manhattan (228 West Broadway[2]) eine Konzertreihe zu veranstalten, aus der sich schließlich Roulette Concert Series of Adventurous Music and Intermedia Events entwickelte; dort trat u. a. 1982 Derek Bailey auf.[3] Ende der 1980er Jahre erfolgte daneben die Gründung des unabhängigen Labels Einstein Records.[4]

Zum zwanzigsten Jubiläum fand ein Benefizkonzert im Lincoln Center statt, bei dem auch Steve Reich auftrat.[5] 2000 wurde der Fernsehsender Roulette TV Series geschaffen, in Zusammenarbeit mit der Downtown Community Television.[4] Nach dem Ausscheiden Weinsteins 2006 teilte sich das Roulette die Räumlichkeiten mit einer Galerie in SoHo,[6] bevor Staley und Roulette Intermedium[7] 2010 einen 20-Jahresvertrag zur Nutzung eines ehemaligen Theaters des YWCA mit 600 Sitzen in Brooklyn unterzeichneten,[8] das sich in 509 Atlantic Avenue (Nähe Third Avenue) im Viertel Boerum Hill befindet. Beim Eröffnungskonzert im September 2011 spielten u. a. Sylvie Courvoisier/Mark Feldman, Marc Ribot, Fred Frith, Laurie Anderson, Lou Reed und John Zorn[9] 2012 fand das Vision Festival im Roulette statt, mit Auftritten u. a. von Paul Dunmall und Mark Dresser.[10]

Roulette hat seit 1978 mehr als 1000 Konzerte veranstaltet.[11] Seit seinem Bestehen erschienen auch eine Reihe von Livemitschnitten aus dem Roulette als Tonträger, u. a. von Anthony Braxton, Anthony Coleman, Jerome Cooper, Shelley Hirsch, Earl Howard, Andy Laster, Jim O’Rourke, Evan Parker, William Parker, Matthew Shipp und Jim Staley.[12]

Diskografische HinweiseBearbeiten

  • Anthony Coleman – Selfhaters (Tzadik, 1996)
  • Andy Laster – Riptide (Tzadik, 2000)
  • Matthew Shipp Trio – Prism (hatOLOGY, 2000)
  • Jerome Cooper – In Concert: From There to Hear (Mutable Music, 2001)
  • Jim O'Rourke – Mizu No Nai Umi (Headz, 2005)
  • Evan Parker / Ned RothenbergLive at Roulette (Animul Records, 2007)
  • John Lindberg's Tripolar – Live at Roulette, NYC (Jazzwerkstatt, 2011)
  • Earl Howard – Granular Modality (New World Records, 2006-09, ed. 2012)

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vgl. David Ake, Charles Hiroshi Garrett, Daniel Goldmark (ed.): Jazz/Not Jazz: The Music and Its Boundaries, S. 188
  2. Deborah Jane Gardner: New York art guide. Art Guide Publications, 1982
  3. J. Norris, Coda, Issues 188-193, 1983
  4. a b Concerts by Composers: Jim Staley
  5. Vgl. New York Magazine Co., 4. Januar 1999
  6. Howard Mandel: Chicago Jazz Comes to Brooklyn in City Arts 2011
  7. Theater Renovation Welcomed as a Gain for Arts in Brooklyn in The New York Times 2010
  8. Howard Mandel, Jazz beyond Jazz 2010
  9. Roulette-Eröffnung 2011 in (Memento des Originals vom 1. Juni 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/jazztimes.com JazzTimes.
  10. Nate Chinen: Jazz Acts, Blowing Superhot and Cool - Vision Festival, Experimental Jazz, at Roulette in The New York Times, 13. Juni 2012
  11. Porträt von Roulette bei (Memento des Originals vom 3. Juni 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.allaboutjazz.com All About Jazz
  12. Roulette bei Discogs sowie A Confederarcy of Dances Vol. 1 (Allmusic)