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Rouffignac-Saint-Cernin-de-Reilhac

französische Gemeinde

Rouffignac-Saint-Cernin-de-Reilhac (okzitanisch: Rofinhac e Sent Sarnin de Relhac) ist eine Gemeinde mit 1.590 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) in Frankreich im Département Dordogne, in der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Sarlat-la-Canéda und zum Kanton Vallée de l’Homme (bis 2015: Kanton Montignac). Die Einwohner werden Rouffignacois genannt.

Rouffignac-Saint-Cernin-de-Reilhac
Rofinhac e Sent Sarnin de Relhac
Wappen von Rouffignac-Saint-Cernin-de-Reilhac
Rouffignac-Saint-Cernin-de-Reilhac (Frankreich)
Rouffignac-Saint-Cernin-de-Reilhac
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Sarlat-la-Canéda
Kanton Vallée de l’Homme
Gemeindeverband Vallée de l’Homme
Koordinaten 45° 3′ N, 0° 59′ OKoordinaten: 45° 3′ N, 0° 59′ O
Höhe 116–304 m
Fläche 59,9 km2
Einwohner 1.590 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 27 Einw./km2
Postleitzahl 24580
INSEE-Code
Website http://rouffignac-perigordnoir.fr/

Blick auf Rouffignac-Saint-Cernin-de-Reilhac

GeografieBearbeiten

Rouffignac-Saint-Cernin-de-Reilhac liegt etwa 24 Kilometer südöstlich von Périgueux im Périgord. Umgeben wird Rouffignac-Saint-Cernin-de-Reilhac von den Nachbargemeinden Milhac-d’Auberoche im Norden und Nordwesten, Fossemagne im Norden, Bars im Nordosten, Plazac im Osten, Fleurac im Südosten, Mauzens-et-Miremont im Süden und Südwesten, Saint-Félix-de-Reillac-et-Mortemart im Südwesten sowie Saint-Geyrac im Westen und Nordwesten.

GeschichteBearbeiten

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Gemeinde Rouffignac von Angehörigen der Division Brehmer fast vollständig zerstört. Dem Racheakt ging die Entführung von zwei Offizieren der Division durch die Résistance in der Umgebung des Ortes voraus. Beide konnten unversehrt fliehen. Am 31. März 1944 wurden die Bewohner aus dem Dorf vertrieben, der Ort danach geplündert und die Gebäude in Brand gesteckt. Nur die Kirche im Dorfkern und wenige benachbarte Gebäude blieben verschont. Todesopfer unter der Zivilbevölkerung gab es keine, zwölf Personen wurden deportiert. Das Dorf wurde nach alten Plänen wieder aufgebaut und von General Charles de Gaulle mit dem Croix de guerre geehrt. Seit 1947 hat das Dorf den Status eines „Village Martyr“. Eine Gedenktafel befindet sich in der offenen Markthalle beim Dorfplatz.[1]

1973 wurden die Gemeinden Saint-Cernin-de-Reillac und Rouffignac zusammengeschlossen.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2013
Einwohner 1.608 1.439 1.474 1.429 1.465 1.484 1.537 1.569
Quelle: Cassini und INSEE

SehenswürdigkeitenBearbeiten

GemeindepartnerschaftBearbeiten

Mit der französischen Gemeinde Bindernheim im Département Bas-Rhin (Elsass) besteht seit 1990 eine Partnerschaft.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Rouffignac-Saint-Cernin-de-Reilhac – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Guy Penaud: Les crimes de la Division „Brehmer“. S. 241–251, Éditions la Lauze, Périgueux 2004, ISBN 2-912032-65-2.