Rote Kreuz-Medaille (Preußen)

Die verschiedenen Klassen der Rote-Kreuz-Medaille
Detailansicht der Medaille II. Klasse
Bandschnalle

Die Rote Kreuz-Medaille wurde am 1. Oktober 1898 durch Kaiser Wilhelm II. in drei Klassen gestiftet und konnte an alle Personen verliehen werden, die sich im Frieden oder im Krieg große Verdienste um Kranke oder leidende Menschen sowie für besondere Leistungen im Dienste des Deutschen Roten Kreuzes erworben hatten.

AussehenBearbeiten

Die I. Klasse ist ein rot emailliertes Genfer Kreuz und auf den vier Kreuzarmenden ist jeweils eine vergoldete Krone angebracht.

Das Ordenszeichen der II. Klasse ist eine silberne Medaille, das der III. Klasse aus Bronze und zeigt das Kreuz der I. Klasse. Das Kreuz der II. Klasse ist rot emailliert. In den Kreuzwinkeln von links nach rechts die Buchstaben W R (Wilhelm Rex) oben und A V (Auguste Viktoria) unten. Rückseitig am linken Rand ein Eichenlaubzweig und daneben die Inschrift FVER VERDIENSTE VM DAS ROTHE KREUZ.

TrageweiseBearbeiten

Die I. Klasse wurde als Steckkreuz, die II. und III. Klasse an einem ponceauroten Band mit schwarzen und weißen Seitenstreifen auf der linken Brustseite getragen.

SpangenBearbeiten

Für die Teilnahme an Militärexpeditionen konnte die II. und III. Klasse auch mit einer der folgenden Spangen auf dem Band verliehen werden:

  • Südafrika 1899/1900
  • Ostasien 1900/01
  • Charbin 1904/05
  • Südwestafrika 1904/06
  • Peking

Die Spangen sind aus vergoldeter Bronze oder Messing gefertigt.

Bekannte TrägerBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • André Hüsken: Katalog der Orden, Ehrenzeichen und Auszeichnungen des Kurfürstentums Brandenburg, der Markgrafschaften Brandenburg-Ansbach und Brandenburg-Bayreuth, des Königreiches Preußen, der Republik Preußen unter Berücksichtigung des Deutschen Reiches. Band 3: Ehrenzeichen, Auszeichnungen und Ehrengaben 1888–1935. Hauschild, Bremen 2001, ISBN 3-89757-138-2.
  • Elke Bannicke u. Lothar Tewes: Im Fokus: Eine Preußische Rote Kreuz-Medaille I. Klasse (Steckkreuz) aus der Königlichen Berliner Münzstätte. In: Orden und Ehrenzeichen. Das Magazin für Freunde der Phaleristik. Hrsg.: Deutsche Gesellschaft für Ordenskunde, Heft 108, 19. Jahrgang, Gäufelden 2017. ISSN 1438-3772.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ludwig Hoerner: Photographie und Photographen in Hannover und Hildesheim. Festschrift zum 150jährigen Geburtstag der Photographie, hrsg. von den Photographen-Innungen Hannover und Hildesheim, hergestellt im Berufsförderungswerk Bad Pyrmont in den Ausbildungsberufen Schriftsatz, Reprofotografie, Druckformherstellung, Flachdruck und Buchbinder im Rahmen der Umschulung, 1989, S. 32