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Rotation (Film)

Film von Wolfgang Staudte (1950)

Rotation ist ein Film, der rückblickend das Leben eines deutschen Arbeiters in den Jahren 1920 bis 1945 erzählt.

Filmdaten
OriginaltitelRotation
Rotation Logo 001.svg
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1949
Länge84 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieWolfgang Staudte
DrehbuchErwin Klein, Fritz Staudte, Wolfgang Staudte
ProduktionDEFA
MusikH. W. Wiemann
KameraBruno Mondi
SchnittLilian Seng
Besetzung

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Hans Behnke ist gelernter Drucker und, nach schweren Jahren der Arbeitslosigkeit und des Hungerns seiner Familie, in einem großen Verlag tätig. Politisch desinteressiert, gilt sein Bemühen auch nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten dem Erhalt des Arbeitsplatzes. Dennoch repariert er auf die Bitte seines Schwagers hin, der später im KZ umkommt, eine Druckerpresse, auf der antifaschistische Flugblätter gedruckt werden, von denen er sich in purer Naivität einige Exemplare mit nach Hause nimmt. Sein Sohn Hellmuth, fanatischer Hitlerjunge, entdeckt sie und denunziert ihn.

Behnke wird von der Gestapo verhaftet, gefoltert und ins Gefängnis Moabit überführt. Dort entgeht er zusammen mit den anderen Häftlingen in den letzten Kriegstagen der Erschießung durch die SS. Die einmarschierenden russischen Truppen retten ihn und die anderen vor der Hinrichtung. In die halbzerstörte Wohnung zurückgekehrt, findet er seine Frau Lotte nicht mehr vor, sie ist ums Leben gekommen. Hellmuth befindet sich in Gefangenschaft. Eines Tages steht er vor der Tür, sein Vater verzeiht ihm.

ProduktionBearbeiten

Rotation hatte am 16. September 1949 im Berliner Kino Babylon sowie zur Eröffnung des ersten eigenen Filmtheaters der DEFA in der Kastanienallee (ebenfalls in Berlin) Premiere. Der Start im DDR-Fernsehen war am 30. April 1954 im DFF. Die Erstausstrahlung in der ARD erfolgte am 13. Mai 1958.

BemerkungenBearbeiten

Wolfgang Staudte reflektiert ein Problem nicht nur des Dritten Reichs: „In einem politischen Raum unpolitisch leben“ zu wollen. Ohne großes Pathos und vordergründige Didaktik, mit sensiblem Gespür für das Alltagsmilieu und unterstützt von engagierten Schauspielern zeigt der Film die Gefahren, die der unpolitische Kleinbürger mit heraufbeschwören kann und denen er ausgesetzt ist. Ein eindrucksvolles, fundiertes, objektives Zeitbild.

KritikenBearbeiten

„Staudtes Film ist eine realistisch-kritische Analyse des unpolitischen, kleinbürgerlichen Opportunisten und Mitläufers, ohne den der Nationalsozialismus in Deutschland keine Chance gehabt hätte. Ein eindrucksvolles, engagiertes Zeitbild.“

AuszeichnungenBearbeiten

1954: Auszeichnung beim Locarno International Film Festival

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten