Ross Granville Harrison

US-amerikanischer Zoologe

Ross Granville Harrison (* 13. Januar 1870 in Germantown, Pennsylvania; † 30. September 1959 in New Haven, Connecticut) war ein US-amerikanischer Zoologe.

Ross Granville Harrison 1911

Harrison erwarb 1889 an der Johns Hopkins University einen Bachelor, 1894 ebendort einen Ph.D. in Zoologie und 1899 an der Universität Bonn einen Dr. med.; 1896 heiratete er in Altona Ida Lange, das Paar hatte fünf Kinder.

Ab 1896 hatte er an der Johns Hopkins University eine Professur für Anatomie inne, ab 1907 an der Yale University eine Professur für vergleichende Anatomie und Zoologie und ab 1927 war er Sterling Professor für Biologie in Yale. 1938 wurde er emeritiert und war von 1938 bis 1946 Leiter des National Research Council. Er blieb bis kurz vor seinem Tod wissenschaftlich aktiv.

Harrison gilt als Vorreiter der Entwicklung der Zellkultur. Außerdem hat er wichtige Beiträge zur Embryologie geleistet und führte erste Experimente zur Organtransplantation durch. Er gründete die wissenschaftliche Zeitschrift Journal of Experimental Zoology und war von 1903 bis 1946 ihr Herausgeber.

Zwischen 1913 und 1941 wurde Ross 15-mal für den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin nominiert.[1]

Auszeichnungen (Auswahl)Bearbeiten

QuellenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Nomination Database. In: nobelprize.org. Abgerufen am 20. Dezember 2017 (englisch).
  2. George Washington Corner: A History of the Rockefeller Institute, 1901–1953. S. 125 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Ross Harrison. In: nasonline.org. Abgerufen am 20. Dezember 2017.
  4. Ross G. Harrison. In: search.amphilsoc.org. Abgerufen am 20. Dezember 2017.
  5. Book of Members 1780–present, Chapter H. (PDF; 1,2 MB) In: amacad.org. American Academy of Arts and Sciences, abgerufen am 20. Dezember 2017 (englisch).
  6. a b Harrison; Ross Granville. In: collections.royalsociety.org. Abgerufen am 20. Dezember 2017 (englisch).
  7. Les membres du passé dont le nom commence par H. In: academie-sciences.fr. Abgerufen am 20. Dezember 2017 (französisch).
  8. John J. Carty Award for the Advancement of Science. In: nasonline.org. Abgerufen am 20. Dezember 2017.
  9. Accademia Nazionale dei Lincei – Premi „Antonio Feltrinelli“ finora conferiti. In: lincei.it. Abgerufen am 20. Dezember 2017 (italienisch).