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Koordinaten: 11° S, 63° W

Rondônia
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Symbole
Flagge
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Wappen
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Basisdaten
Staat Brasilien
Hauptstadt Porto Velho
Fläche 238.512,8 km²
Einwohner 1.535.625 (2010[1])
Dichte 6,4 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 BR-RO
Webauftritt www.rondonia.ro.gov.br
Politik
Gouverneur Marcos Rocha (2019–2023)
Partei PSL
Wirtschaft
BIP 39.451 Mio. R$
22.073 R$ pro Kopf
(2016[2])

Rondônia, amtlich portugiesisch Estado de Rondônia, ist ein Bundesstaat im Nordwesten von Brasilien. Die Hauptstadt von Rondônia ist Porto Velho.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Rondônia grenzt an die brasilianischen Bundesstaaten Amazonas, Acre und Mato Grosso sowie an Bolivien. Es gehört zur brasilianischen Großregion Norte.

Rondônia hat im Jahr 2010 eine Fläche von rund 238.513 km², geringfügig mehr als Rumänien und deutlich mehr als Großbritannien. Mit 1,54 Mio. Einwohnern (2010) lag die Bevölkerungsdichte bei 6,4 pro km². Die Bevölkerungszahl wurde zum 1. Juli 2019 auf 1.777.225 Einwohner geschätzt,[1] die Fläche wurde 2018 mit rund 237.765 km² um etwa 748 km² geringer als bei der letzten Erhebung 2010 angegeben.

GeschichteBearbeiten

Rondônia entstand aufgrund eines von der brasilianischen Regierung seit den 1970er Jahren geförderten Erschließungsprojekts. 1981 wurde das Gebiet zum Bundesstaat erhoben. Vorher war das von den Guaporé-Indianern bewohnte Gebiet kaum bekannt.

Der neue Teilstaat ist nach dem brasilianischen Forscher, Landvermesser und Erbauer von Telegraphenleitungen Cândido Rondon benannt, der 1913 von Theodore Roosevelt, dem früheren US-Präsidenten, auf einer Expedition in den nördlichen Mato Grosso begleitet wurde.

WirtschaftBearbeiten

Die wirtschaftliche Existenzgrundlage Rondônias ist vor allem die Nutzung des tropischen Regenwaldes. Zur Holzgewinnung und für die Anlage von Plantagen wurde und wird massenhaft Tropenwald umgewandelt, auch durch Raubbau viel Regenwald vernichtet. Bisher sind rund 25 Prozent der Wälder des Bundesstaates abgeholzt worden. Neben der Holzindustrie ist der Bergbau mit dem Abbau vor allem von Zinnerz, aber auch Gold, Eisenerz, Mangan und Edelsteinen ein wichtiger Wirtschaftszweig des Landes. Bis 2000 ist die Bevölkerung durch den Zuzug aus dem armen brasilianischen Nordosten schnell gewachsen. Mittlerweile hat sich das Wachstum deutlich abgeschwächt und liegt im brasilianischen Durchschnitt.

Indigener EmissionsrechtehandelBearbeiten

In den letzten Jahrzehnten begann sich Widerstand bei der indigenen Bevölkerung gegen den Raubbau an der Natur zu regen. So wehren sich Angehörige vom Stamm der Suruí (Paiter) mit Hilfe von Internet, Google Earth und GPS gegen Holzdiebe[3] und begannen ab 2007 mit Planungen, in den internationalen Emissionsrechtehandel einzusteigen.[4] Nach den notwendigen Zertifizierungen erfolgte im September 2013 der erste brasilianische einheimische Emissionszertifikatsverkauf im Umfang von 120.000 Tonnen an den Kosmetikkonzern Natura.[5][6]

StädteBearbeiten

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Die zehn bevölkerungsreichsten der 52 Städte in Rondônia sind laut Volkszählung 2010 und der Schätzung der Einwohnerzahlen zum 1. Juli 2016 des IBGE:[7]

Gemeinde Zensus
2010
Schätzung
1. Juli 2016
01 Porto Velho  000000000428527.0000000000428.527 000000000511219.0000000000511.219  
02 Ji-Paraná   000000000116610.0000000000116.610 000000000131560.0000000000131.560  
03 Ariquemes   000000000090353.000000000090.353 000000000105896.0000000000105.896
04/↓5 Cacoal   000000000078574.000000000078.574 000000000087877.000000000087.877  
05/↑4 Vilhena   000000000076202.000000000076.202 000000000093745.000000000093.745  
06/↓7 Jaru   000000000052005.000000000052.005 000000000055806.000000000055.806
07/↑6 Rolim de Moura   000000000050648.000000000050.648 000000000056664.000000000056.664
08 Guajará-Mirim   000000000041656.000000000041.656 000000000047048.000000000047.048
09 Ouro Preto do Oeste   000000000037928.000000000037.928 000000000039840.000000000039.840
10 Pimenta Bueno   000000000033822.000000000033.822 000000000037786.000000000037.786

WeblinksBearbeiten

  Commons: Rondônia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Rondônia – Panorama. In: cidades.ibge.gov.br. IBGE, abgerufen am 5. September 2019 (brasilianisches Portugiesisch).
  2. Contas Regionais 2016: entre as 27 unidades da federação, somente Roraima teve crescimento do PIB. In: gov.br. IBGE, Agência de Notícias, 16. November 2016, abgerufen am 29. Juli 2019 (brasilianisches Portugiesisch).
  3. Índios Paiter-Surui usam tecnologia para manter as tradições e lutar contra ameaças na Amazônia. Rede Sustentabilidade, 11. September 2013, abgerufen am 10. April 2018 (brasilianisches Portugiesisch).
  4. Juliane von Mittelstaedt: Brasilien: Der globale Indianer. In: Der Spiegel 21/2010, 22. Mai 2010, S. 86–89: „Das Volk der Surui kämpft gegen die Abholzung seines Regenwaldes: nicht mit Pfeil und Bogen, sondern mit Internet, GPS und Google Earth. Demnächst will es in den weltweiten Emissionshandel einsteigen“.
  5. Índios suruí concluem 1ª venda de créditos de carbono indígenas do país. globo.com G1 - Natureza, 12. September 2013 (brasilianisches Portugiesisch, globo.com [abgerufen am 10. April 2018]).
  6. Relatório de implementação do Projeto de Carbono Florestal Suruí. Cacoal September 2014 (brasilianisches Portugiesisch, amazonaws.com [PDF; abgerufen am 10. April 2018]).
  7. IBGE: Estados@ Rondônia - Panorama. Abgerufen am 10. April 2018 (portugiesisch).