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Romy (Auszeichnung)

österreichischer Film- und Fernsehpreis
(Weitergeleitet von Romy (Fernsehpreis))
Entrée der Romy-Verleihung 2008
Am Red Carpet der Romy-Verleihung 2014

Die Romy (auch Kurier Romy) ist ein österreichischer Film- und Fernsehpreis, der in Erinnerung an die Schauspielerin Romy Schneider (1938–1982) jährlich von der Tageszeitung Kurier vergeben wird. Ursprünglich 1990 als reiner Fernsehpreis initiiert, werden seit 2010 auch Leistungen im Bereich Kino berücksichtigt. Initiator und Designer der Romy ist Rudolf John. Die Preisverleihung findet jeweils in der Wiener Hofburg statt.

Der Preis teilt sich in Publikums- und Fachkategorien. Die Gewinner der personenbezogenen Publikumspreise werden vom Publikum über das Internet aus fünf bis sechs Nominierten (je nach Kategorie) ausgewählt.

In den Fachkategorien werden die sogenannten Akademiepreise vergeben – eine Jury aus Fachjournalisten schlägt in jeder Kategorie drei Nominierte vor, aus der die Akademie (alle bisherigen Romy-Preisträger) die Sieger kürt. Nominiert werden können Produktionen und Künstler aus dem gesamten deutschsprachigen Raum.[1]

Inhaltsverzeichnis

Statistik und KuriosesBearbeiten

 
Christiane Hörbiger mit der Platin-Romy für ihr Lebenswerk (2009)
 
Karl Markovics, Beliebtester Schauspieler der Jahre 2007 und 2008 mit Romy

2007 bekam Walter Straub, der scheidende Geschäftsführer der Hofburg Kongresszentrum & Redoutensäle Wien, wo die Romyverleihung alljährlich stattfindet, eine Ehren-Romy in der erfundenen Kategorie „Bester Burgherr“.

2006 erhielt Moritz Bleibtreu seine zweite Romy als beliebtester Schauspieler. Bei der After-Show-Party soll ihm angeblich die Romy gestohlen worden sein, wobei es fast zu einer Schlägerei gekommen wäre, als er sie am Tisch von Alex Scheurer wiederfand.

Bei der Verleihung 1998 wurde Marcel Prawy die Platin-Romy für das Lebenswerk von Otto Schenk in einem Kurier-Plastiksackerl überreicht. Dies war eine Anspielung auf die Gewohnheit des Opernkenners, viele Dinge in Plastiksackerln aufzubewahren.

Bei derselben Verleihung trug Caterina Valente ihre Dankesrede singend vor.

1996 kam es zur sogenannten „Grapsch-Affäre“. O. W. Fischer, der in jenem Jahr für das Lebenswerk ausgezeichnet wurde, soll Baumeistergattin Christine Lugner an das Knie gefasst haben, welches ihn „mitfühlend, lieb angelacht“ hat.

Die einzige hölzerne Romy erhielt 1995 Reginald von Ravenhorst, der Schäferhund aus Kommissar Rex, der als beliebtester Serienstar außer Konkurrenz geehrt wurde.

Der wohl romantischste Moment in der Romy-Geschichte fand 1994 statt, als Wolfgang Fierek bei seiner Romy-Auszeichnung als beliebtester Serienstar seine Freundin Djamila vor laufender Kamera fragte: „Willst du meine Frau werden?“. Der Heiratsantrag wurde angenommen.

1992 kam es zu einem Todesfall während der Romy-Verleihung. Thomas Pluch erlag sieben Minuten, nachdem er seine Romy für das beste Drehbuch des Jahres erhalten hatte, einem Hirnschlag. Die Gala wurde abgebrochen, auch wenn das vielen nicht recht war. Uschi Glas: „Was auch passiert, the show must go on“. Alle weiteren Romy-Gewinner des Jahres erhielten ihre Statuetten erst bei der Verleihung 1993.

StatuetteBearbeiten

Die 24-karätig vergoldete Romy-Statuette ist 30,5 cm hoch, wiegt knapp 2,9 Kilogramm und steht auf einem Edelserpentin-Sockel. Geformt wurde sie nach einer Filmszene aus Der Swimmingpool mit Alain Delon, in der sich Romy Schneider den Träger ihres Kleides richtet.

PreisträgerBearbeiten

1990er JahreBearbeiten

1990

1991

1992

1993

1994

1995

1996

1997

1998

1999

2000er JahreBearbeiten

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006
2007
2008
2009

2010er JahreBearbeiten

2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Mottinger, Michaela: Das Film- und TV-Publikum wählt seine Favoriten. In: Kurier, 8. März 2012, S. 28.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Romy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Romy auf der Website des Kuriers