Hauptmenü öffnen
Kandidatenplakat zur Landtagswahl in Niedersachsen 1994
Kandidatenplakat zur Landtagswahl in Niedersachsen 1974

Rolf Reinemann (* 21. April 1939 in Helmstedt) ist ein deutscher Politiker (CDU) und Vorsitzender der Senioren-Union in Niedersachsen. Er war mehrere Wahlperioden Abgeordneter im Landtag von Niedersachsen. Er war über zehn Jahre Vorsitzender des Kuratoriums der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Reinemann besuchte das Gymnasium und die Realschule. Nach seinem Schulabschluss wurde er Berufssoldat in der Bundeswehr. Er durchlief die Unteroffizierslaufbahn und wurde in Frankreich eingesetzt. Reinemann trat 1965 der CDU bei. Er erlangte 1973 die Fachhochschulreife und wechselte in die Offizierslaufbahn. Bei seinem Ausscheiden im Jahre 1974 bekleidete er den Rang eines Hauptmanns. In den Jahren 1968 bis 1981 gehörte er als Vorsitzender der CDU-Fraktion dem Rat der Stadt Helmstedt an und war von 1988 bis 1994 stellvertretender Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Braunschweig. Dem CDU-Kreisverband Helmstedt saß er von 1972 bis zum Jahr 2001 vor. Von 1991 bis 1994 war er stellvertretender Landrat des Landkreises Helmstedt, und von 1994 bis 1996 dann Landrat.

Von 1974 bis 1994 war er für volle fünf Wahlperioden direkt gewählter Abgeordneter des Niedersächsischen Landtages und war unter anderem Mitglied im Präsidium des niedersächsischen Landtages, im Ausschuss für Bundes- und Europa-Angelegenheiten, dem Sozial- und Gesundheitsausschuss, dem Ausschuss für Bau- und Wohnungswesen. Er war deutschlandpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und stellvertretendes Mitglied in einigen anderen Landtagsausschüssen. Er war Mitglied in der Partnerschaft der Parlamente.

Von 1997 bis 2010 war Reinemann Landesvorsitzender der Senioren-Union in Niedersachsen und bis 2010 auch deren stellvertretender Bundesvorsitzender.

Reinemann war außerdem und Bundesvorsitzender des Freiheitlich Türkisch-Deutschen Freundschaftsvereins HÜR-TÜRK, er ist Mitbegründer der politischen Bildungsstätte in Helmstedt und stellvertretender Vorsitzender des Beirates des Gymnasiums am Bötschenberg in Helmstedt.[1] Er ist Vorsitzender des Ostfälischen Instituts der „Deuregio“, einem länderübergreifenden Verbund der Landkreise Helmstedt und Börde sowie der Städte Haldensleben, Helmstedt und Königslutter.[2]

Im Mai 2016 wurde Reinemann zum Vorsitzenden des Landesverbandes Niedersachsen-Bremen im Sozialverband VdK gewählt. Er trat jedoch bereits im November 2016 nach Differenzen über die künftige Strategie des Verbandes zurück.[3]

LiteraturBearbeiten

  • Barbara Simon: Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch. Hrsg. vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtages. Niedersächsischer Landtag, Hannover 1996, S. 304–305.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Beirat. Webpräsenz des Gymnasiums am Bötschenberg. Abgerufen am 15. Februar 2016.
  2. „Deuregio Ostfalen“ kürt plattdeutsche Autoren. In: Volksstimme. 28. November 2011.
  3. Personen & Positionen. In: Rundblick. Politikjournal für Niedersachsen. Band 2016, Nr. 214, 23. November 2016, S. 7–8.