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LebenBearbeiten

Mertelsmann studierte 1966 bis 1968 Medizin an der Georg-August-Universität Göttingen. 1966 bis 1968 war er Doktorand am Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin bei Heinrich Matthaei in Göttingen. 1968 bis 1978 arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent an der School of Medicine am King’s College London, sowie am Columbia-Presbyterian Medical Center, New York, danach in verschiedenen Praktikanten- und Postdocstellen in Medizin und Chirurgie in Deutschland und in den USA. 1976 bis 1978 besaß Mertelsmann ein Fellowship in Hämatologie und klinischer Onkologie am Memorial Sloan-Kettering Cancer Center, New York. Dort war an der Isolierung des blutstimulierenden Wachstumsfaktors G-CSF beteiligt, dessen Gabe Patienten erlaubt, sich von einer das Knochenmark schädigenden Chemo- und Strahlentherapie schneller zu erholen und sie vor schweren Infektionen besser schützt. Von 1978 bis 1986 war er in den USA Assistenzarzt, dann bis 1986 Oberarzt am Memorial Hospital des Sloan-Kettering Cancer Center. Die amerikanischen Facharztprüfungen für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie wurden abgelegt wie auch die entsprechenden Prüfungen in Deutschland. 1978 bis 1982 war er Assistenzprofessor, 1982 bis 1986 Associate Professor der Medizin an der Cornell University Medical School. 1985 kehrte Mertelelsmann nach Deutschland zurück und nahm einen Ruf an als Professor und Vorsitzender der 3. Medizinischen Klinik für Hämatologie und Onkologie an der Universitätsklinik Mainz. 1989 erhielt er einen Ruf an die Universität Freiburg. An der dortigen Universitätsklinik war er Direktor der Abteilung für Medizin I, Onkologie, Hämatologie und Stammzelltransplantation, wo er im April 2012 emeritierte.[1]

Mertelsmann förderte während seiner gesamten universitären Laufbahn als Hochschullehrer den wissenschaftlichen Nachwuchs mit mehr als 40 Habilitationsbetreuungen. Zahlreiche Leitungspositionen an Universitäten und in der Industrie wurden mit ehemaligen Mitarbeitern von ihm besetzt. 2008 initiierte und gründete er das International Master Program in Biomedical Sciences,[2] eine auf internationale Biomedizin-Masterstudenten ausgerichtete Kooperation der Universitäten Freiburg und Buenos Aires. 2014 initiierte er die Gründung der Zeitschrift JOSHA,[3] eine Internetplattform, die das Spektrum wichtiger Entdeckungen und der Kreativität in Wissenschaft, Humanität und Kunst adressiert. Mertelsmann publizierte mehr als 400 Artikel in medizinischen Fachmagazinen.

Wissenschaftlicher BeitragBearbeiten

Mertelsmanns experimentelle, translationale und klinische Arbeiten widmen sich der Herausforderung, maligne Erkrankungen besser zu verstehen und, basierend auf diesem Verständnis, neue therapeutische Konzepte zu entwickeln.

Molekulare und zellulare Mechanismen der Malignität – Erste Beschreibung menschlicher RNA-PolymeraseBearbeiten

Nach der Entdeckung des genetischen Codes durch Heinrich Matthaei und Marshall Nirenberg (1962), begann Mertelsmann seine medizinische Doktorarbeit bei Heinrich Matthaei am Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin in Göttingen mit dem erstmaligen Nachweis einer humanen RNA-Polymerase.[4] Da die Nucleinsäuresynthese eine der wesentlichen Angriffsstellen der klassischen Zytostatika darstellt, untersuchte er in den folgenden Jahren in seinen Arbeitsgruppen DNA-Polymerasen, insbesondere die terminale Desoxyribonukleotidyltransferase (TdT), und RNA-Polymerasen als diagnostische und prognostische Marker in Leukämien und Lymphomen.[5]

Studium der Pathophysiologie und molekularer Biologie von KrebszellenBearbeiten

Fragen zur Plastizität hämatopoetischer (blutbildender) Stammzellen (HSC), d. h. der Differenzierung von HSC in reife Zellen anderer Organe,[6] wurden intensiv zusammen mit Alexandros Spyridonidis[7] untersucht. Diese Untersuchungen zeigten, dass das Phänomen existiert, aber sehr selten ist. Molekulare Mechanismen der Pathophysiologie von B-Zell Neoplasien[8][9] untersuchte er gemeinsam mit den Arbeitsgruppen Binder, Trepel und Dierks, die pathogenetische Bedeutung von Granulozyten bei der Graft-versus-Host-Reaktion mit der Arbeitsgruppe Zeiser.[10]

Klinische Signifikanz des Leukämie-PhänotypsBearbeiten

Die systematische Analyse aller am MSKCC behandelten Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) definierte die Bedeutung von Zytologie, Zellwachstum in vitro und enzymatischen Markern für die Klassifizierung und prognostische Unterteilung von der AML.[11][12] Durch die systematische Anwendung aller zu der Zeit verfügbaren Methoden zur phänotypischen Klassifizierung gelang es, neue Entitäten zu erkennen und erstmals zu publizieren.[13][14]

Neue therapeutische ModalitätenBearbeiten

In Kooperation mit Karl Welte war die Aufreinigung und molekulare Charakterisierung von Zytokinen am Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York einer der Schwerpunkte in seinem Labor. Sowohl Interleukin-2[15] wie auch G-CSF[16] wurden homogen dargestellt, erste translationale und klinische Studien zu Zytokinen folgten.[17] Da Experimente in murinen Modellen demonstrierten, dass die lokale Sekretion von Immunität stimulierenden Zytokinen wie Interleukin-2 zur starken Aktivierung des Immunsystem mit therapeutischer Wirksamkeit führte, wurde dieser Ansatz auch im Menschen verfolgt.[18][19][20] Diese Untersuchungen lieferten eine der Grundlagen für die späteren, klinisch erfolgreichen Gentherapiestrategien.

Klinische TestsBearbeiten

In klinischen Therapiestudien bei Lymphomen und Leukämien am MSKCC[21] und später in deutschen Studiengruppen[22][23] wurden sowohl neue Therapiekonzepte mit klassischen Zytostatika geprüft als auch der Einsatz neuartiger Konzepte.[24][25] Bei seltenen Tumorerkrankungen führte der innovative Einsatz der Hochdosis-Chemotherapie zu Heilungen, die bei historischen Kontrollen und nach der Literatur bisher nicht erreichbar waren.[26]

Als klinisch engagierter Onkologe war Mertelsmann auch auf der Suche nach Strategien zur Verbesserung der Lebensqualität. Der systematische Einsatz von aeroben Trainingsprogrammen bei Krebspatienten unter Therapie[27] war sehr erfolgreich und wird heute national und international eingesetzt.

Wissenschaftliches FehlverhaltenBearbeiten

1997 war Mertelsmann in den größten Fälschungsskandal der deutschen Medizingeschichte gegen Friedhelm Herrmann verwickelt. Dabei ging es um die Fälschung von Labordaten, die in wissenschaftlichen Publikationen eingeflossen waren. Eine Untersuchungskommission konnte zwar Mertelsmann keine aktive Beteiligung an der Fälschung von Labordaten nachweisen, jedoch eine "schwerwiegende" Verletzung seiner Aufsichtspflicht und somit wissenschaftliches Fehlverhalten belegen[28]. Die Falschheit strittiger Labordaten wurde dabei nicht entkräftet. Dem Urteil der Kommission schloss sich das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg an.[29]

Mitgliedschaften in wissenschaftlichen VereinigungenBearbeiten

Mertelsmann ist Mitglied vieler internationaler Wissenschaftsvereinigungen und Redaktionsmitglied von Wissenschaftsjournals, darunter viele Jahre bei den Zeitschriften European Journal of Cancer und Annals of Hematology. Er war unter anderem Gründungspräsident der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Gentherapie (DAG-GT), Gründungsmitglied und Vorstand der CellGenix Technologie Transfer GmbH, Gründer und Präsident der BioThera Stiftung zur Unterstützung der Forschung und Weiterbildung von Studenten, Wissenschaftler und Ärzten mit Schwerpunkt in der Krebsforschung, Gründungsmitglied des Comprehensive Cancer Center Freiburg (CCCF), Initiator und Direktor des International Biomedical Exchange Program (IMEP), Gründer der ARGER-Foundation,[30] Gutachter des SRC-SDARF-UJDRF Joint Programme in Stem Cell Research, Stockholm und Präsident der International Association for Comparative Research on Leukemia and related Diseases (IACRLD).

Weitere ausgewählte Mitgliedschaften:

Auszeichnungen und EhrungenBearbeiten

  • 1976 Konjetzny Prize for Cancer Research[1]
  • 1980 Vincenz Czerny Award for Cancer Research (DGHO)
  • 1982 Boyer Award for Clinical Investigation (MSKCC)
  • 1985 Warner Award for Cancer Research (Warner Foundation)
  • 1990 Hamilton-Farley Award (ESMO)
  • 2000 Excellency Award, 13th International Symposium, Molecular Biology of Hematopoiesis, New York, USA
  • 2005 Professor honoris causa, Universidad del Salvador, Buenos Aires, Argentinien
  • 2007 Doctor honoris causa, University „Gr. T. Popa“, Iasi, Rumänien
  • 2008 Professor honoris causa, Universidad de Buenos Aires (UBA), Buenos Aires, Argentinien
  • 2011 Doctor honoris causa, Universidad de Buenos Aires (UBA), Buenos Aires, Argentina[1]

PublikationenBearbeiten

Artikel in Fachmagazinen

Bücher (Auswahl)

  • Das Blaue Buch: Chemotherapie-Manual Hämatologie und Internistische Onkologie. 5. Auflage. Springer Medizin, Berlin 2014, ISBN 978-3-642-41740-5.
  • Das Rote Buch: Hämatologie und Internistische Onkologie. 5., überarb. und erw. Auflage. ecomed Medizin, Heidelberg 2014, ISBN 978-3-609-51217-4.
  • mit Monika Engelhardt: Perspektiven einer zukünftigen Medizin und eines sich wandelnden Arztbildes. Rombach 2008, ISBN 978-3-7930-5038-4.
  • Leukämien und maligne Lymphome. Thieme, Stuttgart 1981.
  • mit Monika Engelhardt, Dietmar P. Berger und Philippe Moreau (Hrsg.): Précis d’hématologie et d’oncologie. Springer, Paris 2011, ISBN 978-2-287-99341-1.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Roland Mertelsmann CV (zu allen Auszeichnungen)
  2. IMBS
  3. JOSHA
  4. R. Mertelsmann: Purification and some properties of a soluble DNA-dependent. RNA polymerase from nuclei of human placenta. In: Eur J Biochem. 1969 Jun;9(3), S. 311–318. PMID 5795512
  5. R. Mertelsmann, B. Koziner, D. A. Filippa, E. Grossbard, G. Incefy, M. A. Moore, B. D. Clarkson: Clinical significance of TdT, cell surface markers and CFU-C in 297 patients with hematopoietic neoplasias. In: Haematol Blood Transfus. 1979;23, S. 131–138. PMID 317470. Prof. em. Dr. Drs. h.c. Roland Mertelsmann
  6. R. Mertelsmann: Plasticity of bone marrow-derived stem cells. In: J Hematother Stem Cell Res. 2000 Dec;9(6), S. 957–960. Review. PMID 11177610
  7. A. Spyridonidis, R. Mertelsmann, J. Finke: Hematopoietic stem cell transplantation: more than just hematopoietic? In: J Cancer Res Clin Oncol. 2004 Mar;130(3), S. 127–134. Epub 2004 Jan 16. Review. PMID 14727105
  8. M. Binder, F. Müller, M. Frick, C. Wehr, F. Simon, B. Leistler, H. Veelken, R. Mertelsmann, M. Trepel: CLL B-cell receptors can recognize themselves: alternative epitopes and structural clues for autostimulatory mechanisms in CLL. In: Blood. 2013 Jan 3;121(1), S. 239–241. doi:10.1182/blood-2012-09-454439. PMID 23287626
  9. C. Dierks, J. Grbic, K. Zirlik, R. Beigi, N. P. Englund, G. R. Guo, H. Veelken, M. Engelhardt, R. Mertelsmann, J. F. Kelleher, P. Schultz, M. Warmuth: Essential role of stromally induced hedgehog signaling in B-cell malignancies. In: Nat Med. 2007 Aug;13(8), S. 944–951. Epub 2007 Jul 15. PMID 17632527.
  10. L. Schwab, L. Goroncy, S. Palaniyandi, S. Gautam, A. Triantafyllopoulou, A. Mocsai, W. Reichardt, F. J. Karlsson, S. V. Radhakrishnan, K. Hanke, A. Schmitt-Graeff, M. Freudenberg, F. D. von Loewenich, P. Wolf, F. Leonhardt, N. Baxan, D. Pfeifer, O. Schmah, A. Schönle, S. F. Martin, R. Mertelsmann, J. Duyster, J. Finke, M. Prinz, P. Henneke, H. Häcker, G. C. Hildebrandt, G. Häcker, R. Zeiser: Neutrophil granulocytes recruited upon translocation of intestinal bacteria enhance graft-versus-host disease via tissue damage. In: Nat Med. 2014 Jun;20(6), S. 648–654. doi:10.1038/nm.3517. Epub 2014 May 18. PMID 24836575
  11. R. Mertelsmann, M. A. Moore, B. Clarkson: Leukemia cell phenotype and prognosis: an analysis of 519 adults with acute leukemia. In: Blood Cells. 1982;8(3), S. 561–583. PMID 6984348
  12. R. Mertelsmann, H. Tzvi Thaler, L. To, T. S. Gee, S. McKenzie, P. Schauer, A. Friedman, Z. Arlin, C. Cirrincione, B. Clarkson: Morphological classification, response to therapy, and survival in 263 adult patients with acute nonlymphoblastic leukemia. In: Blood. 1980 Nov;56(5), S. 773–781. PMID 6932977.
  13. N. Ciobanu, M. Andreeff, B. Safai, B. Koziner, R. Mertelsmann: Lymphoblastic neoplasia in a homosexual patient with Kaposi’s sarcoma. In: Ann Intern Med. 1983 Feb;98(2), S. 151–155. PMID 6572044.
  14. R. Mertelsmann, B. Koziner, R. Ralph, D. Filippa, S. McKenzie, Z. A. Arlin, T. S. Gee, M. A. Moore, B. D. Clarkson: Evidence for distinct lymphocytic and monocytic populations in a patient with terminal transferase--positive acute leukemia. In: Blood. 1978 Jun;51(6), S. 1051–1056. PMID 274159
  15. K. Welte, C. Y. Wang, R. Mertelsmann, S. Venuta, S. P. Feldman, M. A. Moore: Purification of human interleukin 2 to apparent homogeneity and its molecular heterogeneity. In: J Exp Med. 1982 Aug 1;156(2), S. 454–464. PMID 6980256 PMC 2186775 (freier Volltext)
  16. K. Welte, E. Platzer, L. Lu, J. L. Gabrilove, E. Levi, R. Mertelsmann, M. A. Moore: Purification and biochemical characterization of human pluripotent hematopoietic colony-stimulating factor. In: Proc Natl Acad Sci U S A. 1985 Mar;82(5), S. 1526–1530. PMID 3871951 PMC 397296 (freier Volltext)
  17. R. Mertelsmann, K. Welte, C. Sternberg, R. O’Reilly, M. A. Moore, B. D. Clarkson, H. F. Oettgen: Treatment of immunodeficiency with interleukin-2: initial exploration. In: J Biol Response Mod. 1984 Oct;3(5), S. 483–490. PMID 6334136
  18. H. Glimm, K. Flügge, D. Möbest, V. M. Hofmann, J. Postmus, R. Henschler, W. Lange, J. Finke, H. P. Kiem, G. Schulz, F. Rosenthal, R. Mertelsmann, C. von Kalle: Efficient serum-free retroviral gene transfer into primitive human hematopoietic progenitor cells by a defined, high-titer, nonconcentrated vector-containing medium. In: Hum Gene Ther. 1998 Apr 10;9(6), S. 771–778. PMID 9581900.
  19. H. Veelken, A. Mackensen, M. Lahn, G. Köhler, D. Becker, B. Franke, U. Brennscheidt, P. Kulmburg, F. M. Rosenthal, H. Keller, J. Hasse, W. Schultze-Seemann, E. H. Farthmann, R. Mertelsmann, A. Lindemann: A phase-I clinical study of autologous tumor cells plus interleukin-2-gene-transfected allogeneic fibroblasts as a vaccine in patients with cancer. In: Int J Cancer. 1997 Jan 27;70(3), S. 269–277. PMID 9033626
  20. G. Stingl, E. B. Brŏcker, R. Mertelsmann, K. Wolff, S. Schreiber, E. Kămpgen, A. Schneeberger, W. Dummer, U. Brennscheid, H. Veelken, M. L. Birnstiel, K. Zatloukal, W. Schmidt, G. Maass, E. Wagner, M. Baschle, M. Giese, E. R. Kempe, H. A. Weber, T. Voigt: Phase I study to the immunotherapy of metastatic malignant melanoma by a cancer vaccine consisting of autologous cancer cells transfected with the human IL-2 gene. In: Hum Gene Ther. 1996 Mar 1;7(4), S. 551–563. PMID 8800750
  21. R. Mertelsmann, R. L. Drapkin, T. S. Gee, S. Kempin, S. Passe, H. T. Thaler, Z. Arlin, M. Dowling, P. Dufour, S. McKenzie, L. To, E. Comacho, H. F. Oettgen, J. H. Burchenal, B. Clarkson: Treatment of acute nonlymphocytic leukemia in adults: response to 2,2-anhydro-1-B-D-arabinofuranosyl-5-fluorocytosine and thioguanine on the L-12 protocol. In: Cancer. 1981 Nov 15;48(10), S. 2136–2142. PMID 6170414
  22. M. Pfreundschuh, J. Schubert, M. Ziepert, R. Schmits, M. Mohren, E. Lengfelder, M. Reiser, C. Nickenig, M. Clemens, N. Peter, C. Bokemeyer, H. Eimermacher, A. Ho, M. Hoffmann, R. Mertelsmann, L. Trümper, L. Balleisen, R. Liersch, B. Metzner, F. Hartmann, B. Glass, V. Poeschel, N. Schmitz, C. Ruebe, A. C. Feller, M. Loeffler: German High-Grade Non-Hodgkin Lymphoma Study Group (DSHNHL). Six versus eight cycles of bi-weekly CHOP-14 with or without rituximab in elderly patients with aggressive CD20+ B-cell lymphomas: a randomised controlled trial (RICOVER-60). In: Lancet Oncol. 2008 Feb;9(2), S. 105–116. doi:10.1016/S1470-2045(08)70002-0. Epub 2008 Jan 15. PMID 18226581
  23. O. Determann, E. Hoster, G. Ott, H. Wolfram Bernd, C. Loddenkemper, M. Leo Hansmann, T. E. Barth, M. Unterhalt, W. Hiddemann, M. Dreyling, W. Klapper: European Mantle Cell Lymphoma Network and the German Low Grade Lymphoma Study Group. Ki-67 predicts outcome in advanced-stage mantle cell lymphoma patients treated with anti-CD20 immunochemotherapy: results from randomized trials of the European MCL Network and the German Low Grade Lymphoma Study Group. In: Blood. 2008 Feb 15;111(4), S. 2385–2387. Epub 2007 Dec 12. PMID 18077791
  24. H. P. Koeffler, D. Heitjan, R. Mertelsmann, J. E. Kolitz, P. Schulman, L. Itri, P. Gunter, E. Besa: Randomized study of 13-cis retinoic acid v placebo in the myelodysplastic disorders. In: Blood. 1988 Mar;71(3), S. 703–708. PMID 3278754. 309: W. Hiddemann, H. Kreutzmann, K. Straif, W. D. Ludwig, R. Mertelsmann, M. Planker, R. Donhuijsen-Ant, E. Lengfelder, Z. Arlin, T. Büchner: High-dose cytosine arabinoside in combination with mitoxantrone for the treatment of refractory acute myeloid and lymphoblastic leukemia. In: Semin Oncol. 1987 Jun;14(2 Suppe 1), S. 73–77. PMID 3473685
  25. E. J. Gold, R. H. Mertelsmann, L. M. Itri, T. Gee, Z. Arlin, S. Kempin, B. Clarkson, M. A. Moore: Phase I clinical trial of 13-cis-retinoic acid in myelodysplastic syndromes. In: Cancer Treat Rep. 1983 Nov;67(11), S. 981–986. PMID 6580071
  26. L. Houet, I. Möller, M. Engelhardt, G. Köhler, H. Schmidt, D. Herchenbach, M. Schnitzler, A. Schmitt-Graeff, A. A. Jungbluth, R. Mertelsmann, B. Rumstadt, C. F. Waller: Long-term remission after CD34+-selected PBSCT in a patient with advanced intra-abdominal desmoplastic small round-cell tumor. In: Bone Marrow Transplant. 2010 Apr;45(4), S. 793–795. doi:10.1038/bmt.2009.226. Epub 2009 Aug 31. PMID 19718066 PMC 3147145 (freier Volltext)
  27. F. Dimeo, H. Bertz, J. Finke, S. Fetscher, R. Mertelsmann, J. Keul: An aerobic exercise program for patients with haematological malignancies after bone marrow transplantation. In: Bone Marrow Transplant. 1996 Dec;18(6), S. 1157–1160. PMID 8971388.
  28. Ulrich Schnabel: W A H R H E I T S F I N D U N G
    Der Sturz ist tief: Roland Mertelsmann, einst gefeierter
    Gentherapiepionier und viel gesuchter Gutachter, muss fortan mit dem Makel des "wissenschaftlichen Fehlverhaltens" leben. So lautet das Urteil der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) über den Freiburger Krebsmediziner, dessen Abteilung vom größten Fälschungsfall in der deutschen Wissenschaft erschüttert worden war (ZEIT Nr. 28/00). Zwar wird Mertelsmann nicht beschuldigt, aktiv gefälscht zu haben. Allerdings wirft ihm die DFG vor, seine Aufsichtspflicht "schwerwiegend" vernachlässigt zu haben, seiner Verantwortung "als Wissenschaftler in leitender Person nicht gerecht geworden" zu sein. Die Konsequenz: Für insgesamt fünf Jahre (zwei davon rückwirkend) schließt die DFG Mertelsmann sowohl von ihren Gremien als auch von der Antragstellung aus. Ein Urteil, das an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt.
    In: Die Zeit. 9. September 2013, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 14. Februar 2018]).
  29. Klaus Koch: Fälschungsskandal – Verjährt und zugenäht. auf: aerzteblatt.de
  30. ARGER Foundation