Roland, Lord of Galloway

Roland fitz Uhtred, Lord of Galloway (schottisch-gälisch Lochlann, * vor 1151; † 19. Dezember 1200 in Northampton) war ein schottischer Magnat.

LebenBearbeiten

Er war ein Sohn und der Erbe des Uchtred of Galloway (um 1120–1174) und der Gunilda of Allerdale. Seine Großeltern väterlicherseits waren Fergus of Galloway und Elizabeth FitzRoy, eine uneheliche Tochter des englischen Königs Heinrichs I.

Er ist erstmals 1166 urkundlich belegt, als er zusammen mit seinem Vater und seinem Onkel Gilbert of Galloway als anwesende Zeugen in einer Urkunde König Wilhelms I. von Schottland genannt, die Robert Bruce den Besitz des Lehens Annandale bestätigte.

Beim Tod seines Vaters erbte er 1174 den östlichen Teil der schottischen Herrschaft Galloway (≈Kirkcudbrightshire).

1180 fungierte er als einer der Richter bei der Schlichtung eines Rechtsstreits zwischen dem Konstabler von Schottland Richard de Morville († 1189) und den Mönchen von Melrose Abbey. Etwa in dieser Zeit heiratete er, die Tochter jenes Richard de Morville und Schwester des William de Morville, sowie spätere Erbin dieser beiden. Von seinem Schwiegervater übernahm er später auch das Staatsamt des Konstablers von Schottland.

Nach dem Tod seines Onkels Gilbert, 1185, eignete er sich gewaltsam auch dessen westlichen Teil von Galloway (≈Wigtownshire) an. Er gerierte sich als treuer Vasall König Wilhelms I. von Schottland und konnte den Großteil dieser Erwerbungen gegen den Gilberts Sohn und Erben Duncan behaupten, obwohl sich Heinrichs II. von England für diesen einsetzte. Duncan wurde 1186 mit dem Earldom Carrick entschädigt.

1187 führte ein Heer nach Moray gegen den Aufständischen Donald MacWilliam, der als Enkel von König Duncan II. den schottischen Thron beanspruchte, und besiegte ihn 1187 in der „Schlacht von Mam Garvia“, wahrscheinlich in der Nähe von Dingwall.

Im Gegensatz zu seinen Vorgängern förderte Roland die Ansiedlung die französischer und englischer Kolonisten im östlichen Galloway.

Um 1192 gründete er das Zisterzienserkloster Glenluce.[1]

Im Jahr 1200 reiste er im Gefolge von König Wilhelm nach Lincoln in England, der dort am 22. November 1200 dem neuen König Johann für seine Lehen in England huldigte. Roland nutzte die Gelegenheit, um anschließend nach Northampton weiterzureisen und dort Erbansprüche seiner Gattin Helena auf einige Güter in England einzuklagen. Dort starb er und wurde er im dortigen Benediktinerkloster St Andrew’s begraben.

Aus seiner Ehe mit Helena de Morville hatte er drei Söhne und zwei Töchter:

  • Alan, Lord of Galloway († 1234), sein Erbe;
  • Thomas of Galloway († 1231) ⚭ Isabella, 4. Countess of Atholl;
  • Sohn († jung, nach 1186)
  • Devorguilla of Galloway ⚭ Nicholas de Stuteville († 1233);
  • Tochter ⚭ 1233 Walter Bisset († nach 1244).

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Geoffrey Stell: Medieval Buildings and Secular Lordship. In: Richard Oram, Geoffrey Stell (Hrsg.): Galloway. Land and Lordship. The Scottish Society for Northern Studies, Edinburgh 1991, ISBN 0950599468, S. 145–159 (153).