Robert Habsburg-Lothringen

österreichischer Bankier, legitimistischer Funktionär und Publizist
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Robert Habsburg-Lothringen

Robert Habsburg-Lothringen,[1][2] auch Robert von Österreich-Este, (* 8. Februar 1915 auf Schloss Schönbrunn in Wien; † 7. Februar 1996 in Basel, Schweiz; geboren als Robert Karl Ludwig Maximilian Michael Maria Anton Franz Ferdinand Joseph Otto Hubert Georg Pius Johannes Marcus d'Aviano, Erzherzog von Österreich, Königlicher Prinz von Ungarn und Böhmen und Herzog d’Este) war Bankier, legitimistischer Funktionär und Publizist.[2][3] Er war das dritte Kind von Kaiser Karl I. von Österreich und von Kaiserin Zita.

LebenBearbeiten

 
Die Kinder des Kaiserpaares: Otto, Adelheid, Robert, Felix, Carl Ludwig, Rudolph, Charlotte und Elisabeth (von rechts nach links)
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Robert war der zweite Sohn von acht Kindern des letzten österreichischen Kaiserpaares und als Erzherzog von Österreich geboren. Nach der Ermordung des Thronfolgers Franz Ferdinand von Österreich-Este im Jahr 1914 ging der Name Österreich-Este auf seinen Großneffen Robert über. Nach Auflösung der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn am Ende des Ersten Weltkrieges wohnte Robert von Österreich-Este vom 11. November 1918 bis 23. März 1919 – vor der Ausreise der ehemaligen Kaiserfamilie angesichts der drohenden Internierung seines Vaters – mit seinen Eltern im Schloss Eckartsau in Niederösterreich. Von 1919 bis 1921 lebte Robert mit seinen Eltern im Exil in der Schweiz, später auf Madeira und in Spanien.

Am 29. Dezember 1953 heiratete Robert Habsburg in Bourg-en-Bresse Margherita von Savoyen-Aosta (* 7. April 1930 in Neapel), Tochter von Amadeus, 3. Herzog von Aosta und Vizekönig von Abessinien, und dessen Gattin Anne Hélène Marie d’Orléans. Aus der Ehe gingen fünf Kinder (sowie sechzehn Enkelkinder) hervor:

Robert Habsburg-Lothringen liegt in der Familiengruft der Habsburger in der Loretokapelle des Klosters Muri in der Schweiz begraben.

LiteraturBearbeiten

  • Erzherzog Robert, in: Internationales Biographisches Archiv 25/1966 vom 13. Juni 1966, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
  • J. Balsano: Les Bourbons de Parme. Biarritz 1966.
  • Hellmut Andics: Die Frauen der Habsburger. Wien 1985.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Karl Vocelka: Die Familien Habsburg und Habsburg-Lothringen. Politik, Kultur, Mentalität. Böhlau, Wien 2010, ISBN 978-3-205-78568-2, S. 71. (Seitenansicht in der Google Buchsuche.)
  2. a b Reinhard Müller: Einige österreichische Flüchtlinge in Großbritannien. Kapitel „1. Schriftsteller, Journalisten, Übersetzer und Verleger“, S. 8; Kapitel „6. Politiker und Diplomaten“, S. 75. In: Projekt Österreichische Literatur im Exil seit 1933. Hrsg.: Universität Salzburg, Institut für Germanistik. (Online als PDF; S. 8, 75. Abgerufen am 9. September 2011.)
  3. Vgl. auch: Peter Schwarz: Exil ohne Exilregierung. (Memento vom 18. Januar 2016 im Internet Archive) (1998) In: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes. Abgerufen am 9. September 2011.