Hauptmenü öffnen

Robert Tracy Ryman (* 30. Mai 1930 in Nashville, Tennessee; † 8. Februar 2019 in Manhattan, New York) war ein US-amerikanischer Maler.

Inhaltsverzeichnis

Leben und WerkBearbeiten

Ryman studierte 1948 am „Polytechnic Institute“ in Cookeville, Tennessee und 1949 Musik am „George Peabody College“ in Nashville. Von 1950 bis 1952 diente er bei der US Army als Saxophonist. Hiernach siedelte er nach New York und absolvierte eine Ausbildung zum Jazz-Musiker. Während seiner Tätigkeit als Aufseher im Museum of Modern Art in New York in den Jahren von 1953 bis 1960 lernte er zahlreiche Künstler kennen und gab 1954 zugunsten der Malerei die Musik auf.

Robert Ryman war Teilnehmer der Documenta 5 in Kassel im Jahr 1972 und auch auf der Documenta 6 (1977) und der Documenta 7 im Jahr 1982 als Künstler vertreten. Ebenso stellte er auf der Biennale di Venezia (1976, 1978, 1980 und 2007) aus, sowie auf der Whitney Biennial (1977, 1987 und 1995). Seine erste Retrospektive widmete ihm 1974 das Stedelijk Museum in Amsterdam.

Ryman gilt als Vertreter der Analytischen Malerei. Sein Lebenswerk besteht in vielfältiger Auseinandersetzung mit der Farbe Weiß und ist von internationalem Rang. Seine Werke sind unter anderem im Museum of Modern Art, im Solomon R. Guggenheim Museum, im Metropolitan Museum of Art und in der Dia Art Foundation ausgestellt. Das Haus der Kunst in München widmete dem Künstler 2000 eine große Einzelausstellung.

2005 wurde Ryman mit dem Praemium Imperiale und dem Roswitha Haftmann-Preis ausgezeichnet. 2006 wählte die National Academy of Design Robert Ryman zum Vollmitglied (NA).[1] Zudem war er seit 1994 gewähltes Mitglied der American Academy of Arts and Letters[2] und seit 2000 der American Academy of Arts and Sciences.[3]

Öffentliche SammlungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Hannelore Kersting (Bearb.): Kunst der Gegenwart. 1960 bis 2007. Städtisches Museum Abteiberg Mönchengladbach, 2007, ISBN 978-3-924039-55-4
  • Christel Sauer (Hrsg.): Urs Raussmüller: Ryman Paintings and Ryman Exhibitions. Raussmüller Collection, Frauenfeld/Basel 2006, ISBN 978-3-905777-00-0
  • Christel Sauer (Hrsg.): Robert Ryman at Inverleith House Royal Botanic Garden Edinburgh. Raussmüller Collection, Frauenfeld/Basel 2006, ISBN 978-3-905777-01-7
  • Christel Sauer (Hrsg.): Robert Ryman and Urs Raussmüller: Advancing the Experience Hallen für Neue Kunst, Schaffhausen. Raussmüller Collection, Basel 2010, ISBN 978-3-905777-06-2
  • Christel Sauer, Urs Raussmüller (Hrsg.): Robert Ryman. Schaffhausen 1991, ISBN 3-906352-03-X
  • Christel Sauer, Urs Raussmüller (Hrsg.): Robert Ryman: Versions. Schaffhausen 1992, ISBN 3-906352-50-1

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. All National Academicians (1825 – Present). In: nationalacademy.org. Abgerufen am 10. Februar 2019 (englisch).
  2. Members: Robert Ryman. American Academy of Arts and Letters, abgerufen am 23. April 2019.
  3. Book of Members 1780–present, Chapter R. (PDF; 982 kB) In: American Academy of Arts and Sciences (amacad.org). Abgerufen am 23. April 2019 (englisch).