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Rischon LeZion
Wappen von Rischon LeZion
Flagge von Rischon LeZion
Rischon LeZion
Basisdaten
hebräisch: ראשוןـלציון
arabisch: ريشون لتصيون
Staat: Israel Israel
Bezirk: Zentral
Gegründet: 1882
Koordinaten: 31° 58′ N, 34° 48′ OKoordinaten: 31° 57′ 48″ N, 34° 47′ 57″ O
Höhe: 40 m
Fläche: 58,704 km²
 
Einwohner: 249.860 (Stand: 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 4.256 Einwohner je km²
 
Gemeindecode: 8300
Postleitzahl: 75001 - 76950[2]
 
Gemeindeart: Stadt
Website:
Rischon LeZion (Israel)
Rischon LeZion
Rischon LeZion

Rischon LeZion (hebräisch ראשוןـלציון, IPA: umgangssprachl. [ˈʀiʃɔn lɛˈtsiɔn], korrekt [ʀiˈʃɔn lɛtsiˈyɔn],[3] auf Deutsch „Erster für (von) Zion“, arabisch ريشون لتصيون, DMG Rīšūn Latṣiyūn; auch in abweichenden Transkriptionen vorkommend, z. B. Rishon le-Zion und heute häufiger Rishon le-Tsiyon) ist eine Großstadt in Israel im südlichen Teil des Großraums Tel Aviv-Jaffa, rund zehn Kilometer südlich von Tel Aviv im sogenannten Gusch Dan. Mit 249.860 Einwohnern (2017)[4] ist sie die viertgrößte Stadt Israels nach Jerusalem, Tel Aviv und Haifa.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

 
Rischon LeZion 1937
 
Strandpromenade
 
Rischon LeZion 2013
 
Promenade der 850 jüdischen Nobelpreisgewinner in Rischon LeZion (Stand 2007)

Rischon LeZion wurde 1882 als Moschawa durch russische Immigranten gegründet und war damit eine der ersten jüdischen landwirtschaftlichen Siedlungen der Neuzeit im heutigen Israel. Es wurde nach der Bibel benannt: (Gott spricht): „Ich sagte als Erster zu Zion...“ (Jesaja 41,27) Danach ist von einer Freudenbotschaft die Rede, die die frühen Einwanderer auf sich bezogen.

Die ersten Jahre waren schwierig, bis ein Brunnen gegraben werden konnte. Deshalb sind in der Flagge die biblischen Worte zu lesen: "Wir haben Wasser gefunden." (Genesis 26,32)

Ein wichtiger Sektor der Landwirtschaft war bereits sehr früh der Weinbau: Im Jahr 1887 wurde mit Unterstützung von Baron Edmond de Rothschild eine Weinkellerei gegründet; daraus entwickelte sich Israels größter Weinproduzent Carmel, der noch heute seinen formellen Hauptsitz in Rischon LeZion hat. In der Zeit des britischen Mandats entstand in der Stadt außerdem mit den Palestine Breweries die erste Brauerei Palästinas, die das Bier Nesher produzierte.

Im Jahr 1948 hatte die Stadt nur 10.000 Einwohner. Nach der israelischen Staatsgründung entwickelte sich Rischon LeZion sehr schnell. Einwanderer aus der früheren Sowjetunion und dem heutigen Russland, rumänische, deutsche, jemenitische, marokkanische und iranische Einwohner sowie ihre Nachkommen prägen die Stadt.[5]

Die wichtigsten Wirtschaftszweige liegen in der Industrie (Pharmazie, Elektrotechnik).

KulturBearbeiten

Rischon LeZion ist seit der Gründung 1988 Sitz des Israel Symphony Orchestra Rischon LeZion.[6] Es verfügt über eine Stadtbibliothek mit dem Hauptsitz Kotar Rishon und elf Zweigstellen.

Jedes Jahr wird eine Woche lang zu Sukkot ein Weinfest gefeiert.[7]

Zu Ehren der jüdischen Nobelpreisgewinner wurde in Rischon LeZion eine Promenade (Tayelet Hatnei Pras Nobel) mit Ehrenmalen der 850 Laureaten errichtet (Stand 2007).

Am 30. Oktober 2017 wurde die Paul-Grüninger-Straße im Beisein des Schweizer Bundesrates Johann Schneider-Ammann zu Ehren des ehemaligen St. Galler Polizeihauptmanns und Flüchtlingshelfers Paul Grüninger eingeweiht.[8]

BürgermeisterBearbeiten

  • 1950 – 1951 Elyakum Ostaschinski
  • 1951 - 1951 Aryeh Scheftel
  • 1952 – 1955 Mosche Gavin
  • 1955 - 1955 Gershon Man Mankov
  • 1955 – 1960 Hana Levin
  • 1960 – 1962 Aryeh Scheftel
  • 1962 – 1965 Noam Laoner
  • 1965 – 1969 Aryeh Sheftel
  • 1969 – 1983 Hananya Gibstein
  • 1983 – 2008 Meir Nitzan
  • 2008 – 2018 Dov Tzur
  • 2018 - Raz Kinstlich

SportBearbeiten

Der bekannteste Sportverein der Stadt ist Maccabi Rischon LeZion, hinzu kommt der vierfache israelische Eishockeymeister Rishon Devils.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Rischon LeZion listet acht Partnerstädte, sowie zwei Landkreise[9]:

Stadt Land seit
Brașov Rumänien  Rumänien 1996
Debrecen Ungarn  Ungarn 1996
Heerenveen Niederlande  Niederlande 1993
Lublin Polen  Polen 1992
Lwiw Ukraine  Ukraine 1993[10]
Münster Deutschland  Deutschland 1981
Nîmes Frankreich  Frankreich 1986
Teramo Italien  Italien 1988
Tianjin China Volksrepublik  Volksrepublik China 1994

LandkreiseBearbeiten

UnbelegteBearbeiten

PersonenBearbeiten

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

Sonstige berühmte EinwohnerBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Locality File. (PDF; 0,4 MB) Israel Central Bureau of Statistics, 2017, abgerufen am 21. November 2018.
  2. Israel Postcode. Abgerufen am 5. Juli 2016.
  3. Shmuel Bolozky: Remarks on Rhythmic Stress in Modern Hebrew. In: Journal of Linguistics 18.2 (September 1982), S. 275–289, hier S. 286.
  4. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 17. Mai 2018 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cbs.gov.il Israelisches Zentralbüro für Statistik abgerufen am 5. November 2018
  5. Angaben auf der Seite der deutschen Partnerstadt Münster (Memento des Originals vom 21. Oktober 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.muenster.de, abgerufen am 2. September 2011
  6. Angaben auf der Seite des Orchesters (Memento des Originals vom 9. Januar 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.isorchestra.co.il (englisch), abgerufen am 2. September 2011
  7. Offizielle Seite der Stadt (Memento des Originals vom 30. Juni 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rishonlezion.muni.il (englisch), abgerufen am 2. September 2011
  8. Bundesrat weiht Paul-Grüninger-Strasse in Israel ein Artikel bei tagblatt.ch vom 30. Oktober 2017
  9. Rishon Lezion Sister Cities. Abgerufen am 22. September 2014.
  10. Міста-партнери. Archiviert vom Original am 11. Januar 2016.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/city-adm.lviv.ua Abgerufen am 3. Dezember 2014.