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Ringgenbach

Stadtteil von Meßkirch, Baden-Württemberg, Deutschland

Das Dorf Ringgenbach, ehemals Rinkenbach genannt, ist ein Teilort der Stadt Meßkirch mit 194 Einwohnern (männl. 96, weibl. 98 [Stand: 31. Dez. 2012])[1] im Landkreis Sigmaringen (Baden-Württemberg).

Ringgenbach
Stadt Meßkirch
Ehemaliges Gemeindewappen von Ringgenbach
Koordinaten: 47° 59′ 35″ N, 9° 9′ 50″ O
Höhe: 600 m ü. NN
Fläche: 4,99 km²
Einwohner: 194 (31. Dez. 2012)
Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 88605
Vorwahl: 07575
Südansicht von Ringgenbach
Südansicht von Ringgenbach

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Ringgenbach liegt etwa fünf Kilometer östlich der Kernstadt im so genannten „Täle“ am namensgebenden Ringgenbach, der zwei Kilometer nördlich in die Ablach mündet. Südöstlich im Forstwald entspringt der Lautenbach und bildet die Gemarkungsgrenze nach Göggingen. Die Gemarkungsfläche umfasst rund 499 Hektar[A 1] (Stand: 31. Dez. 2010[2]).

GeschichteBearbeiten

Aus vor- und frühgeschichtlicher Zeit kennt man südwestlich von Ringgenbach sieben Grabhügel.[3] Dem heutigen Dorf Ringgenbach lag die Gründung des Weilers Kogenhofen, auch Kogenhoven genannt, zugrunde.[4] Erstmals genannt wurde das Dorf im Jahre 1237 beim Auftreten eines Ritters Johannes von Ringgenbach. Der Ort lag ursprünglich im Bereich der Goldineshuntare, dann im Gau Ratoldesbuch und später in der Grafschaft Sigmaringen. 1285 soll der Ort aus dem Besitz der Herren von Buwenburg und der Herren von Hohenfels auf Althohenfels an das Kloster Wald übergegangen sein, jedoch wird er noch 1441 als Teil der Herrschaft Neu-Hohenfels genannt. In der Folge war das Kloster Wald bis 1806 Ortsherr, dann ging der Besitz auf Hohenzollern-Sigmaringen über. Die Inhaber der Grafenrechte wechselten mit den Inhabern der Grafschaft Sigmaringen, bis die Rechte 1783 mit der Schirmherrschaft über Kloster Wald von Hohenzollern-Sigmaringen an Österreich übergingen. Von 1806 an gehörte das Dorf zum fürstlichen und seit 1850 als Teil der Hohenzollernsche Lande bis 1862 zum preußischen Oberamt Wald und seitdem zum Oberamt Sigmaringen, das 1925 im Kreis Sigmaringen aufging. Besitz und Rechte hatten im Ort im 15. Jahrhundert die Grafen von Rohrdorf, die Grafen von Zimmern und die Stadtkirche in Meßkirch.

Am 1. Januar 1975 wurde Ringgenbach in die Stadt Meßkirch eingegliedert.[5]

PolitikBearbeiten

WappenBearbeiten

Blasonierung: In gespaltenem Schild vorne in Schwarz ein doppelreihig rot-silbern geschachter Schrägbalken, hinten in Gold ein roter Wellenbalken.

Der Zisterzienserbalken bezeichnet die frühere Zugehörigkeit zum Kloster Wald (spätes 15. Jahrhundert bis 1806). Der Wellenbalken weist auf den Ringgenbach, die Farben Gold und Rot auf die Grafschaft Sigmaringen, in deren bereich der Ort lag. 1806 kam Ringgenbach zum Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen.

Das Wappen war der Vorschlag des Staatsarchivs Sigmaringen vom Jahre 1947. Die Verleihung erfolgte am 19. Dezember 1947 durch das Innenministerium Württemberg-Hohenzollern (IM: Nr. IV 3012 A und B/13 Nr. 1 vom 30. September 1947).[6]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

 
Kapelle St. Josef
  • Die St.-Josefs-Kapelle wurde 1889/90 aus Sandstein erbaut. Sie ist Filialkirche der Pfarrgemeinde Menningen-Ringgenbach. Die stark zerschlissene Fassade wurde 2011 aufwändig saniert.[7]
  • Der Kreuzweg, vom christlichen Motivmaler Gebhard Fugel aus München gemalt, wurde im Oktober 1910 eingeweiht.[8]
  • Photovoltaikanlage Ringgenbach

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Zu den regelmäßigen Veranstaltungen in Ringgenbach zählt das jährlich stattfindende Ringgenbacher Frühlingsfest.

AnmerkungBearbeiten

  1. Gemarkungsfläche 4.989.438 m²

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Einwohner-Statistik 2012 (Memento des Originals vom 26. Oktober 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.messkirch.de der Stadt Meßkirch; abgerufen am 19. Januar 2013.
  2. Angaben nach Martin Stehmer, Ordnungsamt der Stadt Meßkirch, vom 12. Januar 2011.
  3. Vgl. Oscar Paret: Württemberg in vor- und frühgeschichtlicher Zeit. Veröffentlichungen der Kommission für Geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Band 17. Verlag W. Kohlhammer, 1958. S. 268
  4. Armin Heim: Rengetsweiler und der „Randen“. Festvortrag anlässlich der Namensgebung der „Randen-Halle“ in Rengetsweiler am 15. Dezember 2001
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 550.
  6. Eberhard Gönner: Ringgenbach In: Landkreis Sigmaringen (Hrsg.): Wappenbuch des Landkreises Sigmaringen. Schwäbische Druckerei, Thumm & Hofstetter. Stuttgart 1958
  7. Karl Mägerle (km): Unterstützung für Filialkirche St. Josef. In: Südkurier vom 17. Juni 2011
  8. Werner Fischer (wf): Einstmals. In: Südkurier vom 27. Oktober 2010

LiteraturBearbeiten

  • Walther Genzmer (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler Hohenzollerns. Band 2: Kreis Sigmaringen. W. Speemann, Stuttgart 1948.