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Rick Dudley

kanadischer Eishockeyspieler
KanadaKanada  Rick Dudley Eishockeyspieler
Geburtsdatum 31. Januar 1949
Geburtsort Toronto, Ontario, Kanada
Größe 183 cm
Gewicht 86 kg
Position Linker Flügel
Schusshand Links
Karrierestationen
1968–1969 St. Catharines Black Hawks
1969–1970 Iowa Stars
1970–1971 Cleveland Barons
Flint Generals
1971–1973 Cincinnati Swords
1972–1975 Buffalo Sabres
1975–1979 Cincinnati Stingers
1979–1981 Buffalo Sabres
1981 Winnipeg Jets
1981–1982 Fredericton Express

Richard Clarence „Rick“ Dudley (* 31. Januar 1949 in Toronto, Ontario) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler und -trainer sowie derzeitiger -funktionär. Der linke Flügelstürmer war während seiner aktiven Karriere in der National Hockey League für die Buffalo Sabres und Winnipeg Jets sowie in der World Hockey Association für die Cincinnati Stingers aktiv. Anschließend betreute er als Cheftrainer unter anderem die Sabres und die Florida Panthers, war jedoch hauptsächlich als Funktionär bei zahlreichen weiteren NHL-Teams tätig, so fungierte er unter anderem als General Manager der Ottawa Senators, der Tampa Bay Lightning, der Florida Panthers sowie der Atlanta Thrashers. Sei Mai 2018 ist er Senior Vice President of Hockey Operations der Carolina Hurricanes.

KarriereBearbeiten

Als SpielerBearbeiten

Rick Dudley spielte in seiner Jugend unter anderem für die Dixie Beehives, bevor er einen Teil der Saison 1968/69 bei den St. Catharines Black Hawks in der Ontario Hockey Association verbrachte. Unter anderem aufgrund dieses späten Wechsels in die höchste Juniorenliga seiner Heimatprovinz wurde der Flügelstürmer in keinem NHL Amateur Draft berücksichtigt, sodass er anschließend mehrere Jahre in Minor Leagues verbrachte. Er lief in dieser Zeit für die Iowa Stars aus der Central Hockey League, die Cleveland Barons aus der American Hockey League (AHL) sowie die Flint Generals aus der International Hockey League (IHL) auf, ohne dort als Scorer in Erscheinung zu treten und sich für den höheren Profibereich zu empfehlen. Zur Spielzeit 1971/72 schloss er sich den Cincinnati Swords aus der AHL an, bei denen er fortan einen deutlich aggressiveren Spielstil pflegte, so verzeichnete er 272 Strafminuten, während er zugleich auch seine Offensivstatistik steigern konnte. Im Folgejahr gelangen ihm jeweils über 40 Tore und Vorlagen in Cincinnati, während er mit den Swords die AHL-Playoffs um den Calder Cup gewinnen konnte. Darüber hinaus wurde der Kanadier vom Kooperationspartner der Swords, den Buffalo Sabres, erstmals für sechs Spiele in die National Hockey League (NHL) berufen.

Mit Beginn der Saison 1973/74 etablierte sich Dudley im NHL-Aufgebot der Sabres und erzielte im folgenden Spieljahr 1974/75 bereits seine Karriere-Bestleistung, indem er 70 Scorerpunkte in 78 Spielen verzeichnete. Darüber hinaus erreichte er mit Buffalo in den Playoffs 1975 das Finale um den Stanley Cup, unterlag dort allerdings den Philadelphia Flyers (2:4). Anschließend kehrte der Angreifer nach Cincinnati zurück, wo er sich den Stingers aus der kürzlich gegründeten World Hockey Association (WHA) anschloss. Auch in der WHA etablierte sich Dudley als regelmäßiger Scorer und war in der Folge knapp vier Jahre in der Konkurrenzliga der NHL aktiv. Als sich deren Ende im Laufe der Saison 1978/79 jedoch abzeichnete, kehrte er im Februar 1979 zu den Buffalo Sabres zurück, bei denen er etwa zwei weitere Jahre auflief, bevor er im Januar 1981 über den Waiver zu den Winnipeg Jets gelangte. Nach sieben Einsätzen für die Fredericton Express aus der AHL in der Spielzeit 1981/82 erklärte Dudley seine aktive Karriere für beendet. Insgesamt hatte er in der NHL 334 Partien absolviert und dabei 183 Punkte erzielt, während er in der WHA mit 278 Punkten aus 274 Spielen gar einen Schnitt von über 1,0 Punkten pro Spiel erreichte.

Als TrainerBearbeiten

Kanada   Rick Dudley
Trainerstationen
1982–1986 Carolina Thunderbirds
1986–1988 Flint Spirits
1988–1989 New Haven Nighthawks
1989–1991 Buffalo Sabres
1992–1993 San Diego Gulls
1993–1994 Phoenix Roadrunners
1994–1996 Detroit Vipers
2003–2004 Florida Panthers (interimsweise)

Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn kaufte Dudley zur Saison 1982/83 das Franchise der Carolina Thunderbirds aus der Atlantic Coast Hockey League und fungierte vier Jahre als deren Cheftrainer und General Manager. 1986 übernahm er die Flint Spirits aus der IHL als Cheftrainer und wurde in dieser Funktion 1988 mit der Commissioner’s Trophy als bester Trainer der Liga ausgezeichnet, während er mit dem Team das Turner-Cup-Finale erreichte und dort an den Salt Lake Golden Eagles scheiterte (2:4). Nach einer Saison bei den New Haven Nighthawks in der AHL kehrte der Kanadier zur Spielzeit 1989/90 zu den Buffalo Sabres zurück und trat dort die Nachfolge von Headcoach Ted Sator an. Er führte die Sabres zweimal in die Playoffs, schied jeweils in der ersten Runde aus und wurde nach neun Siegen aus 28 Spielen in der Saison 1991/92 entlassen und durch John Muckler ersetzt.

Anschließend kehrte Dudley in die IHL zurück und betreute kurzzeitig die San Diego Gulls sowie die Phoenix Roadrunners, bevor er 1994 als Cheftrainer und General Manager die Detroit Vipers übernahm. Bei den Vipers vollzog er den festen Wechsel ins Management, indem er die Funktion des Trainers nach zwei Jahren an Steve Ludzik übergab, der das Team im Jahr darauf zum Gewinn des Turner Cups führte.

Als FunktionärBearbeiten

Im Sommer 1998 wurde Dudley als General Manager der Ottawa Senators verpflichtet, wo er das Erbe von Pierre Gauthier antrat. Nach nur einer Saison, in der die Senators die Northeast Division gewannen, wurde er von den Tampa Bay Lightning abgeworben, die als Kompensation unter anderem Rob Zamuner nach Ottawa schickten. Die Geschicke der Lightning leitete Dudley knapp drei Jahre, bevor er im Februar 2002 durch Jay Feaster ersetzt wurde und nur wenige Monate später in gleicher Funktion die Florida Panthers übernahm. Als General Manager der Panthers entließ er Cheftrainer Mike Keenan wenige Spiele nach Beginn der Saison 2003/04 und fungierte etwa die Hälfte der Spielzeit als Interimstrainer, bevor er John Torchetti als Nachfolger installierte. Allerdings wurde Dudley selbst noch vor dem Ende der Saison als General Manager entlassen und wiederum durch Mike Keenan ersetzt.

Anschließend war Dudley von 2004 bis 2009 in der Organisation der Chicago Blackhawks tätig, als Berater, Director of Player Personnel sowie zuletzt als Assistent von General Manager Dale Tallon. Zur Saison 2009/10 wechselte er zu den Atlanta Thrashers, war dort ein Jahr als Assistent von General Manager Don Waddell aktiv, bevor er dessen Position übernahm, als Waddell in die Rolle des Präsidenten übertrat. Beide verließen das Franchise, als es im Jahr darauf nach Winnipeg umzog. Nach einem Jahr als Director of Player Personnel bei den Toronto Maple Leafs wurde Dudley zur Saison 2012/13 von den Canadiens de Montréal angestellt, bei denen er in der Folge sechs Jahre als Assistent des General Managers sowie zuletzt als Senior Vice President of Hockey Operations tätig war.

In ebendieser Funktion wurde er im Mai 2018 von den Carolina Hurricanes verpflichtet, die wenig später Don Waddell als General Manager installierten, mit dem er bereits in Atlanta zusammengearbeitet hatte.[1]

Erfolge und AuszeichnungenBearbeiten

KarrierestatistikBearbeiten

SpielerstatistikBearbeiten

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt +/– SM Sp T V Pkt +/– SM
1968/69 St. Catharines Black Hawks OHA 26 8 7 15 43 16 2 1 3 46
1969/70 Iowa Stars CHL 26 3 3 6 36 11 0 3 3 4
1970/71 Cleveland Barons AHL 16 1 0 1 2
1970/71 Flint Generals IHL 15 1 5 6 30
1971/72 Cincinnati Swords AHL 51 6 23 29 272 9 0 4 4 58
1972/73 Cincinnati Swords AHL 64 40 44 84 159 15 7 15 22 56
1972/73 Buffalo Sabres NHL 6 0 1 1 –2 7
1973/74 Buffalo Sabres NHL 67 13 13 26 ±0 71
1974/75 Buffalo Sabres NHL 78 31 39 70 +29 116 10 3 1 4 ±0 26
1975/76 Cincinnati Stingers WHA 74 43 38 81 +5 156
1976/77 Cincinnati Stingers WHA 77 41 47 88 +25 102 4 0 1 1 –7 7
1977/78 Cincinnati Stingers WHA 72 30 41 71 –1 156
1978/79 Cincinnati Stingers WHA 47 17 20 37 +5 102
1978/79 Buffalo Sabres NHL 24 5 6 11 +11 2 3 1 1 2 +2 2
1979/80 Buffalo Sabres NHL 66 11 22 33 +12 58 12 3 0 3 –2 41
1980/81 Buffalo Sabres NHL 38 10 13 23 +7 10
1980/81 Winnipeg Jets NHL 30 5 5 10 –12 28
1981/82 Fredericton Express AHL 7 1 3 4 30
AHL gesamt 138 48 70 118 463 24 7 19 26 114
WHA gesamt 270 131 146 277 +34 516 4 0 1 1 –7 7
NHL gesamt 309 75 99 174 +45 292 25 7 2 9 ±0 69

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

NHL-TrainerstatistikBearbeiten

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp S N U OT Pkt Pkt% Platz (Division) Sp S N Resultat
1989/90 Buffalo Sabres NHL 80 45 27 8 98 .613 2. (Adams) 6 2 4 Conference-Viertelfinale
1990/91 Buffalo Sabres NHL 82 31 30 19 81 .506 3. (Adams) 6 2 4 Conference-Viertelfinale
1991/92 Buffalo Sabres NHL 28 9 15 4 22 .393 entlassen
2003/04 Florida Panthers NHL 40 13 15 9 3 38 .475 Interimstrainer
NHL gesamt 228 98 87 40 3 239 .524 0 Divisionstitel 12 4 8 0 Stanley Cups

(Legende zur Trainerstatistik: Sp oder GC = Spiele insgesamt; W oder S = erzielte Siege; L oder N = erzielte Niederlagen; T oder U = erzielte Unentschieden; OTL oder OTN = erzielte Niederlagen nach Overtime oder Shootout; Pts oder Pkt = erzielte Punkte; Pts% oder Pkt% = Punktquote; Win% = Siegquote; Resultat = erreichte Runde in den Play-offs)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Terrell Williams: Dudley Named Senior VP of Hockey Operations. nhl.com, 1. Mai 2018, abgerufen am 26. Mai 2018 (englisch).