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Richard Saran

deutscher Architekt und preußischer Baubeamter

Richard Saran (vollständiger Name Alexander Richard Saran; * 3. Oktober 1852 in Magdeburg; † 5. Januar 1925 in Berlin) war ein deutscher Architekt und preußischer Baubeamter. Er arbeitete ab 1906 im preußischen Ministerium der öffentlichen Arbeiten und war an Entwurf und Planung vieler staatlicher Bauten, insbesondere Regierungspräsidien, beteiligt.

Richard Saran war der Vater der Publizistin Mary Saran, der Schwager des Diplomaten Johannes Kriege und der Onkel des Juristen Walter Kriege.[1]

LebenBearbeiten

Als Sohn eines Pfarrers in Magdeburg geboren, studierte Saran an der Berliner Bauakademie und bestand im Januar 1876 die abschließende Bauführer-Prüfung. Er arbeitete als Regierungsbauführer (Referendar im öffentlichen Bauwesen) in der Hochbauverwaltung der Stadt Berlin, bis er ca. 1881 das Examen zum Regierungsbaumeister (Assessor im öffentlichen Bauwesen) ablegte. Nach längerer Tätigkeit bei den Bezirksregierungen in Magdeburg und Minden arbeitete er ab 1889 als Kreisbauinspektor in Wolmirstedt. 1896 wurde Saran zum Regierungs- und Baurat ernannt, zunächst arbeitete er mit diesem Rang in Königsberg (Ostpreußen), bis er 1901 nach Wiesbaden versetzt wurde.

 
Erweiterungsbau der Bezirksregierung Gumbinnen (1908–1910)

1906 wurde Saran als vortragender Rat ins preußische Ministerium der öffentlichen Arbeiten berufen, wo er als Dezernent für die Bauangelegenheiten der Regierungspräsidien tätig war, zusätzlich betraute man ihn mit Aufgaben im Bereich des Personalwesens. Später war er außerdem mit den Bauangelegenheiten des Auswärtigen Amtes und mit dem Referat über die Bauten der staatlichen Theater und Museen betraut. In letzterer Funktion geriet Saran 1912 bei den Planungen für das Neue Königliche Opernhaus in Berlin in die Schusslinie der massiven Kritik, die vor allem die freiberuflich tätigen Architekten an dem Vorgehen und den Planungen der Behörden übten. Während des Ersten Weltkriegs war er an den Planungen für den Wiederaufbau des zu Kriegsbeginn durch die Armee des russischen Zaren stark zerstörten Ostpreußens beteiligt. Sein letzter Dienstrang bzw. Titel war der eines Geheimen Oberbaurats.

Bauten (Auswahl)Bearbeiten

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kulenkampff'sche Familienstiftung (Hrsg.): Stammtafeln der Familie Kulenkampff. Verlag B. C. Heye & Co., Bremen 1959, S. 47–50. (Linie John Daniel Meier, J.D.M.)
  2. Angaben zur Oberpräsidenten-Dienstvilla auf der Internetpräsenz des Oberlandesgerichtes Koblenz@1@2Vorlage:Toter Link/cms.justiz.rlp.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.