Rhizotom (auch: Wurzelgräber oder Wurzler, Bezeichnung aus griech.: ῥίζωμα rhizoma „Eingewurzeltes“ und τομή tomé „schneiden“) ist die Bezeichnung eines Kräutersammlers in Antike und Mittelalter. Die Grundlagen ihrer Arbeit waren gelegentlich Aberglaube und vorgebliche Hexerei und Zauberei, allerdings leisteten sie auch entscheidende Beiträge zur Pflanzenheilkunde.

Beim Sammeln der Wurzeln spielten verschiedene äußere Einflüsse eine Rolle, wie zum Beispiel die Stunde des Tages oder der Nacht. Oft begleiteten seltsame Rituale wie Tänze und Gebete, aber auch obszöne Äußerungen die Suche nach den Pflanzen. So gehörte beispielsweise das Sammeln der Alraune zu der Tätigkeit der Rhizotomen, deren Suche angeblich besondere Gefahren barg.

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