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Rheinheim (Küssaberg)

Ortsteil von Küssaberg, Baden-Württemberg, Deutschland
Abgeleitet von dem Wappen der Grafen von Sulz
Rechts das "Jägerhaus" (im Keller heute das Ortsmuseum) dahinter die katholische Kirche St. Michael
Das Konstanzisch-Rheinauer Amtshaus in Rheinheim

Rheinheim ist ein Ortsteil der baden-württembergischen Gemeinde Küssaberg im Klettgau im Landkreis Waldshut.

GeografieBearbeiten

Rheinheim liegt am Rhein der von Kaiserstuhl AG in Richtung Kadelburg fließt. Hier führt die Rheinbrücke Zurzach–Rheinheim nach Bad Zurzach.

GeschichteBearbeiten

Zur Römerzeit führte eine Römerstraße als wichtige Süd-Nord-Verbindung über Vindonissa und Tenedo durch Rheinheim und Dangstetten über die Bechtersbohler Anhöhe nach Arae Flaviae und Juliomagnus. Beim Ausbau des Pfarrzentrums "Die Brücke" entdeckte man eine römische Grabstele, das Original ist im Badischen Landesmuseum, eine Kopie befindet sich in der Kirchenmauer gegenüber dem Kirchenportal. Die Inschrift lautet (frei übersetzt): Hier ruht Lucius Felix. Freigelassener des Ferridus Balbus, zusammen mit dem achtzehnjährigen Sklaven Modestus aus Trier.[1] Das Museum Küssaberg präsentiert Fundstücke aus dem Römerlager Dangstetten.

Rheinheim wird 876 erstmals in der Schenkung des Grafen Gotsbert an das Kloster Rheinau genannt.

Am 1. Januar 1973 wurde Rheinheim in die neue Gemeinde Küssaberg eingegliedert.[2]

LiteraturBearbeiten

  • Helmut Vocke (Hrsg.), Chronik des Landkreis Waldshut, 1957
  • Norbert Nothelfer (Hrsg.), Der Kreis Waldshut, 1979
  • Waldemar Lutz und Hansjörg Noe (Hrsg.): Kennzeichen WT Heimatkunde für den Landkreis Waldshut, Reinhard Caspers (Mithrsg.), 1989, ISBN 3-12-258330-5
  • Stadt Tiengen (Hochrhein): Der Klettgau, Franz Schmid (Hrsg.), 1971; (bis heute maßgebliche Monographie, mit Beiträgen von: Ruth Blum, Eugen Fürstos, Richard Gäng, Josef Hirt-Elmer, Josef Isele, Helmut Maurer, Ludwig Mayer, Emil Müller-Ettikon, Heinrich Münz, Helmut Naumann, Alois Nohl, Alfons Peter, Ernst Rüedi, Franz Schmid, Karl Schwarzenberg, Ignatz Stein, Heinz Voellner, Karl Friedrich-Wernet, Hans Jakob Wörner)

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wolf Pabst: Steinbildwerke in Küssaberg. S. 30 u. 31
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 505.

Koordinaten: 47° 35′ N, 8° 18′ O