Hauptmenü öffnen

Rheinbrücke Kehl

Eisenbahnbrücke in Deutschland

Koordinaten: 48° 34′ 32″ N, 7° 48′ 3″ O

Rheinbrücke Kehl
Rheinbrücke Kehl
Brücke 2015
Überführt Europabahn, km 13,9
Unterführt Rhein, km 293,7
Ort Kehl, Straßburg
Konstruktion Stahlfachwerkbrücke
Gesamtlänge 238,4 m
Breite 12,5 m
Längste Stützweite 131,12 m
Konstruktionshöhe 12,2 m
Baubeginn 2008
Fertigstellung 2010
Lage
Rheinbrücke Kehl (Baden-Württemberg)
Rheinbrücke Kehl

Die Rheinbrücke Kehl ist eine Eisenbahnüberführung, die zwischen Kehl und Straßburg den Rhein und die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich überspannt. Sie gehört zur Bahnstrecke Appenweier–Strasbourg, die auch als Europabahn bezeichnet wird. 2010 wurde ein neues, zweigleisiges Bauwerk in Betrieb genommen, das die eingleisige Brücke von 1956 ersetzte. Das ursprüngliche Brückenbauwerk von 1861 war ebenfalls zweigleisig.

Brücke von 1861Bearbeiten

 
Erste Eisenbahnbrücke über den Rhein

Das Großherzogtum Baden und das Französische Kaiserreich vereinbarten am 16. September 1857[1][2] in einem Staatsvertrag den Bau einer Eisenbahnbrücke über den Rhein. Es war zu diesem Zeitpunkt die einzige feste Brücke am Oberrhein. Der Entwurf der zweigleisigen Brücke wurde am 2. Juni 1858 genehmigt.

Das Bauwerk war 235 m lang und bestand in der Mitte aus einer 177 m langen und 6 m hohen Gitterträgerbrücke mit drei je 56 m weiten Öffnungen. Insgesamt war die Brücke 12 m breit, einschließlich der beiden je 1,2 m breiten Gehwege außerhalb der Gitterträger. Die äußeren Pfeiler waren 4,5 m, die beiden Mittelpfeiler 3,0 m breit. Hohe gusseiserne Portale im gotischen Stil bildeten den Abschluss der Gitterträger. An diese schloss sich an beiden Ufern als Blechträgerkonstruktionen je eine Drehbrücke mit 26 m lichter Weite an.[1]

Die Bauarbeiten begannen am 1. Oktober 1858. Die Gründungen und Unterbauten wurden im Auftrag der Chemin de Fer de l'Est (französische Ostbahn-Gesellschaft) hergestellt. Dabei wurden zur Gründung der Pfeiler in 18 m Tiefe unter der Flusssohle eiserne Senkkästen verwendet. In der Fachwelt fand das von den Ingenieuren Vuignier und Fleur Saint-Denis entwickelte und hier erstmals eingesetzte Verfahren großes Interesse, für den Abtransport des Aushubs ein oben und unten offenes Rohr so durch den Senkkasten hindurch zu führen, dass es gegen den Senkkasten luftdicht abgeschlossen war. Das Rohr reichte bis in eine Grube unter dem durch den Luftdruck im Senkkasten abgesenkten Wasserspiegel. Das in dem Rohr befindliche Flusswasser war dadurch am Auslaufen gehindert. Der Aushub wurde von den Arbeitern in die Grube geschüttet und von dort mit einem Eimerkettenhebewerk durch das Rohr kontinuierlich nach oben befördert.[1]

 
Triebwerke zum Vorwalzen des Überbaus der Strombrücke

Für die Badische Staatseisenbahnen lieferte und montierte die Firma Gebrüder Benckiser aus Pforzheim die schmiedeeisernen Überbauten. Am Straßburger Ufer, in 450 m Entfernung vom Rhein, wurde der Überbau der Strombrücke mit 1000 t Gewicht auf seine ganze Länge zusammengebaut. Die Montage erfolgte durch das Einschieben mit einem 21 m langen Vorbauschnabel auf einer Rollbahn. Da die Maschinenantriebe versagten, wurde der Überbau mit Menschenkraft an Triebwerken zum Vorwalzen mit 6 m pro Stunde vorwärts bewegt.[3]

Die Inbetriebnahme der Brücke war am 11. Mai 1861. Auf dem Eingangsportal der Kehler Seite standen in einer Turmnische Eisengussfiguren von Vater Rhein (von Hans Baur)[4] und Mutter Kinzig (von Franz Xaver Reich) gegenüber, auf Straßburger Seite entsprechend Figuren von »Mère Jll« (Mutter Jll) und »Père Rhin«.

Bei Ausbruch des Deutsch-Französischen Kriegs wurde 1870 die Drehbrücke auf Kehler Seite gesprengt. Bis 1874 eine neue feste Blechträgerbrücke montiert wurde, diente eine Holzkonstruktion als Behelfsbrücke. Zwischen 1871 und 1919 war die Brücke Eigentum des Deutschen Reiches, anschließend durch den Versailler Vertrag Frankreichs.

Nach 1900 wurde vor allem wegen der geringen Durchfahrtshöhe der Kehler Brücke für die großen Raddampfschlepper ein spezieller Schiffstyp, der sogenannte Baselfahrer, entwickelt.

Französische Planungen für einen Neubau der damals über 75 Jahre alten Brücke im Jahr 1937 kamen nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges nicht mehr zur Ausführung. Am 12. Oktober 1939 sprengten französische Truppen den westlichen Strompfeiler. Bis September 1940 war das Bauwerk mit Hilfe einer Behelfsbrücke auf Hilfspfeiler wieder befahrbar. Im November 1944 sprengten deutsche Truppen einen weiteren Strompfeiler und zerstörten den Überbau vollständig. US-amerikanische Pioniereinheiten bauten schließlich im Juli 1945 mit einem Kriegsbrückengerät eine eingleisige Behelfsbrücke auf. Diese hatte sieben Öffnungen mit Stützweiten von bis zu 59,75 m.

Brücke von 1956Bearbeiten

Am 30. Januar 1953 wurde zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik das Abkommen über die festen Brücken und Fähren über den Rhein an der deutsch-französischen Grenze geschlossen. Darin wurde unter anderem für den Eisenbahnverkehr der Neubau der Rheinbrücke bei Kehl vereinbart. Die Gesamtkosten für einen zweigleisigen Rheinübergang hatte Deutschland zu tragen. Vorgesehen waren zwei getrennte Überbauten für je ein Gleis. Der zweite Überbau wurde allerdings nicht realisiert, nur die Widerlager und Pfeiler schon entsprechend breit ausgeführt.

 
Pfostenlose Strebenfachwerkbrücke mit untenliegender Fahrbahn

Im Mai 1954 begannen die Bauarbeiten für die neue Eisenbahnbrücke. Es ist eine dreifeldrige pfostenlose Strebenfachwerkbrücke aus Stahl, mit dem Durchlaufträger als Bauwerkssystem in Längsrichtung. Die Stützweiten der 238,4 m langen Konstruktion betragen ab dem östlichen Widerlager 74,43 m – 74,43 m – 89,54 m. Das Fachwerk mit parallelen Gurten und unten liegender Fahrbahn besitzt einen Knotenabstand von 8,14 m in den kurzen Feldern und 8,27 m im langen Feld mit der Schifffahrtsöffnung. Die Systemhöhe des Fachwerks ist 8,0 m, der Hauptträgerachsabstand beträgt 5,0 m. Die hölzernen Schwellen sind direkt auf zwei durchlaufenden Längsträgern gelagert. Zwischen Oberkante Schiene und Unterkante Konstruktion ist eine Bauhöhe von 1,40 m vorhanden.

Von der Vorgängerbrücke wurden die beiden Widerlager sowie ein östlicher Pfeiler wiederverwendet. Eine Neugründung in 18 m Tiefe unter der Stromsohle erfolgte mit einem Stahlbetonsenkkasten beim westlichen Pfeiler in einem Abstand 15 m vom beschädigten Pfeiler der alten Brücke. Der neue Bremspfeiler hat eine 8,0 m breite und 12,0 m lange Grundrissfläche. Der Überbau wurde am rechten Rheinufer zusammengebaut und über einen Hilfspfeiler, 28 m vom Kehler Ufer angeordnet, abschnittsweise eingeschoben. Seit einer Anhebung der Konstruktion um 2,60 m im Mai 1966 sind als lichte Höhe über dem höchsten schiffbaren Wasserstand 6,85 m vorhanden.

Am 12. August 1956 wurde die Brücke eingeweiht. Die Staatsgrenze liegt in Brückenmitte, wodurch jeweils eine Brückenhälfte Frankreich bzw. Deutschland gehört.

Brücke von 2010Bearbeiten

Bereits beim Treffen von La Rochelle, 1992, stand ein zweigleisiger Ersatzneubau der Brücke auf der Tagesordnung. Die Finanzierung des Projekts ließ dagegen auf sich warten.[5]

Am 14. März 2006[6] unterzeichneten die Verkehrsminister Deutschlands und Frankreichs, Tiefensee und Perben den Staatsvertrag über die neue Rheinbrücke. Von den geplanten Kosten von 23 Millionen Euro sollte Deutschland drei Viertel übernehmen.[5] Die ungleichmäßige Kostenaufteilung geht auf das Abkommen vom 30. Januar 1953 zurück. Nach diesem hatte ursprünglich Deutschland die Kosten für den später nicht realisierten Neubau des zweiten eingleisigen Überbaus zu tragen. Die Mehrkosten infolge einer deutlichen Qualitätsverbesserung gegenüber dem alten Bauwerk wurden von den beiden Ländern gemeinsam getragen.[7]

Mit dem Vertrag wurden ferner die planerischen und baulichen Regelungen festgelegt, um im Zuge der Schnellfahrstrecke Paris–Ostfrankreich–Südwestdeutschland den Streckenabschnitt zwischen Straßburg und Kehl mit der Rheinquerung für eine Geschwindigkeit von 160 km/h auszubauen. Die Planungen umfassten einen Ersatzneubau mit einer zweigleisigen Eisenbahnüberführung.

Das Anhörungsverfahren beim Regierungspräsidium Freiburg wurde Ende März 2007 abgeschlossen, der Planfeststellungsbeschluss am 27. Juni durch das Eisenbahn-Bundesamt erlassen. Insgesamt wurden 125 Einwendungen vorgebracht. Die Bauarbeiten an der Brücke Kehl begannen am 31. März 2008. Sie markierten gleichzeitig auch den Start für die Arbeiten am Ausbau der 14 km langen Strecke bis Appenweier.[8] Am 10. Oktober 2010 war die Inbetriebnahme des Bauwerks in seiner endgültigen Lage.[9]

Als Brückenkonstruktion ist ein zweifeldriges pfostenloses Parallelgurtfachwerk aus Stahl mit Stützweiten von 107,28 m und 131,12 m bei einer Konstruktionsgesamthöhe von 12,2 m und einer Breite von 12,5 m vorhanden.[10] Die Ausbildung des Überbauhohlkastens erfolgt über einen horizontalen Windverband in der Obergurt- und das Fahrbahnblech als orthotrope Platte in der Untergurtebene. Die Brücke hat nur noch einen neuen Mittelpfeiler, auf Pfählen gegründet, die beiden alten Strompfeiler wurden zurückgebaut. Zur Minimierung der Höhendifferenz zwischen der Schienenoberkante und der Brückenunterkante wurde auf der Brücke eine Feste Fahrbahn, bei einem Gleisabstand von 4,0 m, eingebaut. Als lichte Höhe über dem höchsten schiffbaren Wasserstand werden mindestens 7,0 m eingehalten. Der Talfahrt steht eine Schifffahrtsöffnung mit einer lichten Breite von 92 m zur Verfügung stehen, bei der Bergfahrt sind es 60 m. Um Störungen der Radarschifffahrt durch Scheinziele zu vermeiden, sind die Fachwerkdiagonalen um 5° schräg nach innen gestellt.[11]

HerstellungBearbeiten

Der Stahlüberbau mit einer Masse von 3000 Tonnen wurde in Einzelteilen per LKW angeliefert und am Straßburger Ufer auf einem Vormontageplatz zu 24 m langen und 90 Tonnen schweren Fachwerkträgern zusammengeschweißt. Mit Raupenkränen wurden die Segmente zum bereits erstellten Brückenabschnitt gehoben, anschließend folgte das Anschweißen und das Einschieben der Brücke über Hilfspfeiler in fünf Takten Richtung Osten. Am 22. Oktober 2009, nach sechs Monaten Montage, erreichte die neue Eisenbahnbrücke die deutsche Uferseite. Von November 2009 bis Februar 2010 wurden die Gleistragplatten eingebaut und ab Mitte März der Zugverkehr über die eingleisig angeschlossene Brücke geleitet. Im nächsten Schritt folgte im März der Rückbau der alten Brücke innerhalb einer Woche in vier Teilen mit einem Schiffskran und die Zerlegung am Kehler Ufer zum Abtransport per LKW. Nach der Teilerneuerung der Widerlager wurde die Eisenbahnstrecke vom 28. August bis 10. Oktober 2010 gesperrt und der neue Brückenüberbau um 8 m stromaufwärts querverschoben sowie der endgültige Anschluss an die bestehenden Schienen hergestellt.

LiteraturBearbeiten

  • J.G. Schwedler, Hipp: Der Rheinbrückenbau bei Kehl. In: Zeitschrift für Bauwesen, Jahrgang X, 1860, Spalte 7–46
  • Dazugehörende Planskizzen. In: Atlas zur Zeitschrift für Bauwesen, Jahrgang X, 1860, Blatt 5(1)–7
  • Nachtrag zum Aufsatz von J. G. Schwedler und Hipp über den Rheinbrückenbau bei Kehl. In: Zeitschrift für Bauwesen, Jahrgang XI, 1861, Spalte 181–184
  • Die Fundamentierungsarbeiten an der Rheinbrücke zwischen Straßburg und KehlAllgemeine Bauzeitung, Jahrgang 1861, S. 102–108, Planzeichnungen Blatt 415, 416 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/abz
  • Die Fundamentierungsarbeiten der Rheinbrücke zwischen Straßburg und KehlAllgemeine Bauzeitung, Jahrgang 1859, Notizblatt, S. 299–303 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/abz
  • Travaux du pont de Kehl. In: Nouvelles annales de la construction: publication rapide et économique des documents les plus récents et les plus intéressants relatifs à la construction française et étrangère..., Jahrgang 1859, Spalte 18 (Digitalisat auf Gallica)
  • C. A. Oppermann: Travaux du pont du Rhin à Kehl. In: Nouvelles annales de la construction : publication rapide et économique des documents les plus récents et les plus intéressants relatifs à la construction française et étrangère..., 5. Jahrgang, Oktober 1859, Spalte 155–160; Planzeichnungen Blatt 41–42 43–44 Volltext in der Google-Buchsuche
  • Inauguration du pont de Kehl sur le Rhin. In: Nouvelles annales de la construction : publication rapide et économique des documents les plus récents et les plus intéressants relatifs à la construction française et étrangère..., 7. Jahrgang, Mai 1861, Spalte 66 (Digitalisat auf Gallica)
  • Auguste Perdonnet: Traité élémentaire des chemins de fer. 3. Auflage. Band 1. Garnier Fréres, Paris 1865, S. 500–502 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  • O. Emmerich, Brandel: Die Eisenbahnbrücke über den Rhein zwischen Kehl und Straßburg. In: Der Stahlbau, 26. Jahrgang Heft 6, 1957, S. 160–166, 191–195.
  • Hans Pottgießer: Eisenbahnbrücken aus zwei Jahrhunderten. Birkhäuser Verlag, Basel 1985. ISBN 3-7643-1677-2
  • DB ProjektBau GmbH (Hrsg.): Infrastrukturprojekte 2010. Bauen bei der Deutschen Bahn. Eurailpress-Verlag, Hamburg 2010, ISBN 978-3-7771-0414-0, S. 94–109.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Rheinbrücke Kehl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c J.G. Schwedler, Hipp: Der Rheinbrückenbau bei Kehl. In: Zeitschrift für Bauwesen, Jahrgang X, 1860, Spalte 7–46
  2. Travaux du pont de Kehl. In: Nouvelles annales de la construction: publication rapide et économique des documents les plus récents et les plus intéressants relatifs à la construction française et étrangère..., Jahrgang 1859, Spalte 18 (Digitalisat auf Gallica)
  3. Inauguration du pont de Kehl sur le Rhin. In: Nouvelles annales de la construction : publication rapide et économique des documents les plus récents et les plus intéressants relatifs à la construction française et étrangère..., 7. Jahrgang, Mai 1861, Spalte 66 (Digitalisat auf Gallica)
  4. Thomas Cathiau: Hans Baur in: Friedrich von Weech (Hrsg.): Badische Biographien, V. Theil, 1906
  5. a b Meldung Staatsvertrag für Rheinbrücke. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 5/2006, ISSN 1421-2811, S. 210.
  6. Gesetz zu dem Abkommen vom 14. März 2006 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über den Bau einer Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Kehl.
  7. Gesetz zu dem Abkommen vom 14. März 2006 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über den Bau einer Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Kehl; vom 15. Januar 2007, verkündet am 19. Januar 2007; BGBl. II S. 2
  8. Deutsche Bahn AG: Bauarbeiten zur Neuen Rheinbrücke bei Kehl beginnen. Presseinformation vom 26. März 2008
  9. VBR-Online: Bahnaktuell, Aktuelle News, 8. Oktober 2010
  10. ingenieurgruppe-bauen.de: Brückendaten (Memento des Originals vom 19. Januar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ingenieurgruppe-bauen.de (PDF; 247 kB)
  11. Zentralkommission für die Rheinschifffahrt, Herbstsitzung 2005: Anlage zu Protokoll 11