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Rengshausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Knüllwald im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.

Rengshausen
Gemeinde Knüllwald
Koordinaten: 51° 0′ 24″ N, 9° 32′ 12″ O
Höhe: 303 (304–521) m
Fläche: 12 km²[1]
Einwohner: 610 (30. Jun. 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 34593
Vorwahl: 05685

Geographische LageBearbeiten

Rengshausen liegt im Nordteil des Knüllgebirges rund 4,5 km östlich von Remsfeld, dem Sitz der Knüllwalder Gemeindeverwaltung. Es befindet sich an der Einmündung des Lingelbachs in den Fulda-Zufluss Beise. Im Ort treffen sich die Landesstraßen 3254 und 3465.

GeschichteBearbeiten

Der älteste erhaltene schriftliche Nachweis des Ortes datiert auf das Jahr 1003 und entstammt der Grenzbeschreibung des Eherinefirst in einer Schenkungsurkunde König Heinrichs II. über Wildrechte an die Abtei Hersfeld. In der Urkunde wird der Ort als „Regingozeshuson“ erwähnt. Das "Gericht Rengshausen" mit den Dörfern Hausen, Licherode, Lichtenhagen, Nausis und Nenterode gehörte ab 1579 zum Amt Rotenburg, welches von 1627 bis 1835 Teil der Rotenburger Quart war.[1]

Am 31. Dezember 1971 bildete die Gemeinde Rengshausen im Rahmen der Gebietsreform in Hessen zusammen mit den Gemeinden Hausen, Lichtenhagen, Nausis und Nenterode die neue Gemeinde Rengshausen. Diese wiederum wurde am 1. Januar 1974 kraft Landesgesetz in die Gemeinde Knüllwald eingemeindet.[3][4] Für alle ehemals eigenständigen Gemeinden wurden Ortsbezirke eingerichtet.

Bis 2015 war der Ort ein anerkannter Luftkurort[5].

InfrastrukturBearbeiten

Im Ort gibt es eine Grundschule. Auch eine Einrichtung der Diakonie, die Stiftung Beiserhaus, hat hier ihren Sitz.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Emil Rausch (1807–1884), lutherischer Geistlicher, Pfarrer in Rengshausen, Gründer des Beiserhauses
  • Guntram Schönfeld (* 1952), Prähistoriker, geboren in Rengshausen

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Rengshausen, Schwalm-Eder-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 2. Dezember 2015). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Der Ort im Internetauftritt der Gemeinde Knüllwald, abgerufen im August 2015
  3. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain (GVBl. II 330-22) vom 28. September 1973. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1973 Nr. 25, S. 356, § 12 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 2,3 MB]).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 391 und 406.
  5. Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung: 81. Sitzung des Fachausschusses für Kurorte, Erholungsorte und Heilbrunnen in Hessen vom 13. Oktober 2015. Staatsanzeiger für das Land Hessen 7/2016 Seite 218

WeblinksBearbeiten