Remigius Faesch (Jurist)

Schweizer Jurist

Remigius Faesch (* 26. Mai 1595 in Basel; † 27. Februar 1667 ebenda) war ein Schweizer Jurist, dreimal Rektor der Universität Basel und ein bedeutender Kunstsammler.

Remigius Faesch

LebenBearbeiten

Remigius Faesch war der älteste Sohn des Basler Kaufmanns und Bürgermeisters Johann Rudolf Faesch (1572–1659). Er studierte 1614–16 die Rechte in Genf, Bourges, Paris und Marburg; zu seinen Lehrern zählten Hermann Vultejus und Regner Sixtinus. 1620/21 unternahm Faesch eine Italienreise, die er für kunsthistorische Studien nutzte.

Faesch wirkte von 1628 bis zu seinem Tode, also fast vierzig Jahre lang, als Professor der Rechte in Basel. Er war vierzehn Mal Dekan seiner Fakultät und Rektor der Universität in den Jahren 1637, 1649 und 1660. Remigius Faesch hat wenig publiziert, doch «galt er als juristische Kapazität, die oft konsultiert wurde, und er war herzoglich Württembergischer sowie Baden-Durlachscher Rat. Seine Art zu lehren war ganz auf verwertbaren Nutzen ausgerichtet».[1] Er blieb ledig und kinderlos, das Erbe ging an seine Brüder und deren Nachkommen.

Neben seiner Lehrtätigkeit begründete Faesch durch intensive Sammeltätigkeit das nach ihm benannte Faeschische Kabinett. Diese bedeutende Kunst- und Raritätsammlung blieb bis 1823 als Familienfideikommiss im Besitz der Familie Faesch und fiel dann an die Universität Basel. Zusammen mit der Sammlung des Basilius Amerbach bildet das Faeschische Kabinett den Grundstock des Kunstmuseums und der Universitätsbibliothek Basel.

LiteraturBearbeiten

  • Theodor Bühler: Faesch, Remigius. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  • André Salvisberg: „… mit grosser Müh, Sorgfalt und Unkosten, in dreissig und mehr Jahren zusammen geleget …“ Das Museum Faesch. In: Die grosse Kunstkammer. Bürgerliche Sammler und Sammlungen in Basel. Basel 2011.
  • Remigius Sebastian Faesch, André Salvisberg: Das Museum Faesch. Eine Basler Kunst- und Raritätensammlung aus dem 17. Jahrhundert. Christoph Merian Verlag, Basel 2005, ISBN 3-85616-229-1.
  • Holger Jacob-Friesen: Des Rechtsgelährten Fäschen berühmte Kunstkammer. Der Sammler Remigius Faesch (1595–1667). In: Basler Stadtbuch 1995, S. 42–45.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Remigius Sebastian Faesch, André Salvisberg: Das Museum Faesch. Eine Basler Kunst- und Raritätensammlung aus dem 17. Jahrhundert. Christoph Merian Verlag, Basel 2005, S. 13.