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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Reinsbüttel
Reinsbüttel
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Reinsbüttel hervorgehoben

Koordinaten: 54° 11′ N, 8° 54′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Dithmarschen
Amt: Büsum-Wesselburen
Höhe: 2 m ü. NHN
Fläche: 6,83 km2
Einwohner: 411 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25764
Vorwahl: 04833
Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
Gemeindeschlüssel: 01 0 51 093
Adresse der Amtsverwaltung: Kaiser Wilhelm-Platz
25761 Büsum
Website: www.reinsbuettel.de
Bürgermeister: Dirk Rathje (WGR)
Lage der Gemeinde Reinsbüttel im Kreis Dithmarschen
Karte

Reinsbüttel ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein.

Geografie und VerkehrBearbeiten

Der Ort liegt an der Eisenbahnstrecke Büsum–Heide (Holstein)–Neumünster.

Geografische LageBearbeiten

Reinsbüttel liegt zwischen Süderdeich und Oesterdeichstrich, früher führte der 1585 errichtete Wehrdamm über Reinsbüttel zur damaligen Insel Büsum. Der Ort liegt auf einer ursprünglich im 12. Jahrhundert errichten Langwurt. Diese dienten im Gegensatz zu den Dorfwurten meist vor allem dem sächsischen Handel – in Reinsbüttel abgewickelt über einen kleinen Nordseehafen. Durch weitere Eindeichungen verlor Reinsbüttel 1609 den direkten Zugang zur Nordsee.

GemeindegliederungBearbeiten

Reinsbüttel, Reinsbüttlerweide, Wahrdamm und Weidehof

GeschichteBearbeiten

Siedlungshistorisch gehört Reinsbüttel zu den Büttel-Ortschaften.

Reinsbüttel liegt auf einer Dorfwurt, was zeigt, dass es ursprünglich nahe am Meer lag und von Sturmfluten bedroht war. Erst mit der Eindeichung von Büsum 1585 verlor es den direkten Anschluss ans Meer. Das landwirtschaftlich geprägte Gebiet war Vorreiter der Kleinindustrialisierung in Dithmarschen. Kurz nachdem die Dithmarscher entdeckt hatten, wie profitabel der Kohlanbau in der Region war (siehe auch Dithmarscher Kohltage), entstand hier 1898 die erste Sauerkrautfabrik der Region.

Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Wesselburen aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch Reinsbüttel.[2]

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Seit der Kommunalwahl 2013 hat die Wählergemeinschaft WGR alle neun Sitze in der Gemeindevertretung.[3]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Durch einen geteilten, oben silbernen, unten blauen Wellenbalken von Grün und Gold geteilt. Oben eine silberne Reetdachkate in Traufensicht, unten ein schwarzer hölzerner Bauernwagen.“[4]

Das Wappen von Reinsbüttel ist durch den symbolischen Wartstrom in zwei Hälften unterteilt. Die Reetdachkate erinnert an die Erstbesiedlung. Der grüne Hintergrund repräsentiert die Farben der Marschwiesen. Der Bauernwagen gibt Zeugnis von der schweren Landarbeit und dem heimischen Handwerk. Der goldene Untergrund symbolisiert reife Getreidefelder.

SportBearbeiten

Reinsbüttel ist eine der Hochburgen des Boßelns im Kreis Dithmarschen.

BilderBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Reinsbüttel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2018 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867–1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 251.
  3. Gemeindevertreter im Amt Büsum-Wesselburen
  4. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein